Kapazitäten

Apple-Aktie im Blick: Wende in der Chip-Produktion? Gespräche mit Intel und Samsung fordern TSMC heraus


Apple-Aktie im Blick: Wende in der Chip-Produktion? Gespräche mit Intel und Samsung fordern TSMC heraus

Während Produktionskapazitäten weltweit knapp werden, prüft Apple Berichten zufolge neue US-Standorte für seine Chip-Fertigung.

Werte in diesem Artikel

• KI-Boom sorgt für Kapazitätsengpässe am Chip-Markt
• Apple prüft Diversifizierung der Lieferkette
• Aktien von Intel, Samsung, TSMC und Apple im Blick

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Engpass bei TSMC?

Der Chip-Designer Broadcom warnte laut Reuters bereits vor einigen Wochen vor massiven Kapazitätsengpässen in der globalen Halbleiter-Lieferkette, die durch den beispiellosen KI-Boom ausgelöst wurden. Laut Natarajan Ramachandran, Marketing-Direktor bei Broadcom, stoße insbesondere der Schlüsselpartner TSMC an seine Produktionsgrenzen. Während die Kapazitäten des taiwanesischen Fertigungsgiganten früher als nahezu unerschöpflich galten, haben die rasant gestiegene Nachfrage nach KI-Infrastruktur und die Belegung fortschrittlicher Produktionslinien die Lieferkette im Jahr 2026 faktisch zum Erliegen gebracht. Eine spürbare Entspannung durch Kapazitätserweiterungen werde erst für 2027 erwartet.

Apple prüft Alternativen

Laut einem Bericht von Bloomberg News, der Reuters vorliegt, prüft Apple nun strategische Alternativen für seine Chip-Produktion in den USA und führt dazu Sondierungsgespräche mit Intel und Samsung Electronics. Ziel des iPhone-Herstellers ist es offenbar, künftige Hauptprozessoren direkt im Inland fertigen zu lassen, um sich eine zweite Säule neben dem langjährigen Exklusiv-Partner TSMC aufzubauen. In diesem Zusammenhang sollen Apple-Führungskräfte laut mit den Angelegenheiten vertrauten Personen bereits eine im Bau befindliche Samsung-Anlage in Texas besichtigt sowie einen ersten Austausch mit Intel initiiert haben.

Hintergrund dieser Bestrebungen sind insbesondere die anhaltenden Lieferengpässe bei hochentwickelten Prozessoren, die bereits unter der Führung von Tim Cook als Wachstumsbremse für die iPhone-Verkäufe identifiziert wurden. Da die Chips für die kommende iPhone 17-Serie auf ähnlichen Fertigungstechnologien basieren wie modernste KI-Prozessoren, herrscht ein intensiver Wettbewerb um Produktionskapazitäten. Trotz des Interesses an einer Diversifizierung der Lieferkette bestünden bei Apple jedoch noch Vorbehalte hinsichtlich der Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit von Nicht-TSMC-Technologien. Da sich die Gespräche mit Intel und Samsung noch in einem frühen Stadium befinden dürften und noch keine festen Aufträge vergeben wurden, lehnten die beteiligten Unternehmen offizielle Stellungnahmen zu den Berichten bislang ab.

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Aktien im Überblick

Die Aktien von TSMC haben im heimischen Handel in Taiwan letztlich 1,1 Prozent auf 2'250 Taiwanesische Dollar verloren.
Die Papiere von Samsung konnten an der koreanischen Börse noch nicht auf die Gerüchte reagieren: Der Handel in Südkorea pausiert wegen eines Feiertages.
Die Anteilsscheine von Intel legten im NASDAQ-Handel schließlich um 12,95 Prozent auf 108,18 US-Dollar zu, während die Apple-Aktie um 2,66 Prozent auf 284,18 US-Dollar stieg.

Goldman belässt Apple auf 'Buy' - Ziel 340 Dollar

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Apple nach Auswertung der aktuellen Appstore-Umsätze mit einem Kursziel von 340 US-Dollar auf "Buy" belassen. Das Wachstum sei im April um einen Prozentpunkt auf 5 Prozent zurückgegangen, schrieb Michael Ng am Montagabend. Der verschärfte Abschwung in den USA habe eine höhere Nachfrage in China und Japan überschattet. Zudem sei in den Top-Kategorien Spiele und Foto weniger gekauft worden.

Evelyn Schmal, Julia Walter, Benedict Kurschat, Svenja Polonyi, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX

Bildquellen: Songquan Deng / Shutterstock.com, Ken Wolter / Shutterstock.com

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DatumRatingAnalyst
08.07.26 Apple Outperform Bernstein Research
07.07.26 Apple Overweight JP Morgan Chase & Co.
07.07.26 Apple Neutral UBS AG
06.07.26 Apple Hold Jefferies & Company Inc.
26.06.26 Apple Neutral UBS AG