KI-Riese mit Bilanz

NVIDIA-Aktie abgestraft: KI-Geschäft sorgt für Milliardenplus bei Umsatz und Gewinn


NVIDIA-Aktie abgestraft: KI-Geschäft sorgt für Milliardenplus bei Umsatz und Gewinn

Der KI-Chipkonzern NVIDIA hat am Mittwoch nach US-Börsenschluss seine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorgelegt.

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• NVIDIA steigert Quartalsumsatz um 85 Prozent auf 81,6 Milliarden US-Dollar
• Gewinn und Ausblick übertreffen erneut die Erwartungen der Analysten
• Jensen Huang warnt bei neuer KI-Chipgeneration Vera Rubin vor anhaltenden Engpässen

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Im Berichtszeitraum erzielte der KI-Platzhirsch einen Gewinn je Aktie von 1,87 US-Dollar. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal hatte NVIDIA einen Gewinn je Aktie von 0,76 US-Dollar ausgewiesen. Analysten hatten im Vorfeld im Durchschnitt mit einem Ergebnis je Anteilsschein von 1,75 US-Dollar gerechnet. Dies hätte einem Anstieg von 130,26 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entsprochen. Diese hohen Erwartungen konnte der Konzern um Jensen Huang mit seinem tatsächlichen EPS sogar noch schlagen.

KI-Boom treibt Umsatz und Gewinn weiter an

Den Quartalsumsatz bezifferte NVIDIA auf 81,6 Milliarden US-Dollar. Auf der Umsatzseite hatten Experten im Schnitt mit Erlösen von 78,85 Milliarden US-Dollar gerechnet. Gegenüber dem Vorjahresquartal mit einem Umsatz von 44,06 Milliarden US-Dollar entspricht dies einem Plus von rund 85 Prozent. Damit beschleunigte sich das Wachstum im Vergleich zum vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres sogar noch weiter.

Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn kletterte unterdessen um fast 150 Prozent auf 53,5 Milliarden US-Dollar nach oben. Damit übertraf der KI-Pionier die Erwartungen der Experten erneut deutlich. Unter dem Strich verdiente NVIDIA 58,3 Milliarden US-Dollar nach einem Gewinn von knapp 18,8 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal. NVIDIA profitiert weiterhin massiv vom weltweiten Boom rund um Künstliche Intelligenz und der hohen Nachfrage nach Hochleistungsprozessoren für Rechenzentren. Besonders die Data-Center-Sparte gilt weiterhin als wichtigster Wachstumstreiber des Konzerns.

Auch Ausblick überzeugt

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Das Unternehmen gab eine Umsatzprognose für das zweite Quartal von 91 Milliarden US-Dollar (plus/minus 2 Prozent) ab. Analysten hatten zuvor mit einem Umsatz von 87,36 Milliarden US-Dollar gerechnet. Auch beim Ausblick übertraf NVIDIA die Markterwartungen damit klar. Allerdings hatte der Konzern die Anleger in den vergangenen Jahren regelmäßig an noch deutlichere Überraschungen gewöhnt.

NVIDIA hebt darüber hinaus seine Quartalsdividende massiv von 0,01 auf 0,25 US-Dollar pro Anteilsschein an und bringt gleichzeitig ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 80 Milliarden US-Dollar auf den Weg.

Nicht genug Chips: Vera Rubin dürfte knapp bleiben

NVIDIA-Chef Jensen Huang betonte im Rahmen einer Analystenkonferenz, dass die Nachfrage nach NVIDIA-Chips weiterhin ungebrochen hoch sei. Bei der nächsten Generation der KI-Halbleiter mit dem Namen "Vera Rubin" rechnet Huang nach eigenen Angaben sogar mit durchgehenden Engpässen. Erste Systeme sollen in der zweiten Jahreshälfte an Kunden ausgeliefert werden.

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Darüber hinaus sieht Huang künftig zusätzliches Wachstumspotenzial unter anderem im Robotikgeschäft. Neben KI-Beschleunigern für Rechenzentren will NVIDIA in diesem Jahr auch bei klassischen Hauptprozessoren Erlöse von rund 20 Milliarden US-Dollar erzielen.

NVIDIA bleibt wertvollstes Unternehmen der Welt

NVIDIA ist mit seinen Produkten für Rechenzentren der zentrale Motor des KI-Booms und profitiert derzeit besonders stark von der globalen Investitionswelle in KI-Infrastruktur. Der Börsenwert des Unternehmens ist in den vergangenen fünf Jahren um mehr als das 15-Fache auf rund 5,6 Billionen US-Dollar gestiegen. Damit ist NVIDIA aktuell das wertvollste Unternehmen der Welt, gefolgt von der Google-Mutter Alphabet mit einer Marktkapitalisierung von rund 4,7 Billionen US-Dollar. Nach wie vor offen ist allerdings, wie sich das China-Geschäft von NVIDIA weiter entwickeln wird. Die US-Regierung erlaubt zwar wieder den Verkauf einiger NVIDIA-Chipsysteme nach China, verlangt dafür jedoch eine Gebühr von 25 Prozent. Gleichzeitig bleibt unklar, ob die chinesische Regierung heimischen Unternehmen den Kauf dieser Chips tatsächlich gestatten wird.

Die Aktie von NVIDIA reagierte im nachbörslichen Handel an der NASDAQ mit Schwankungen, entschied sich schlussendlich aber für die Verlustzone und gab 1,26 Prozent auf 220,66 US-Dollar nach.

Carolin Ludwig, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX

Bildquellen: Below the Sky / Shutterstock.com

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08.06.26 NVIDIA Outperform Bernstein Research
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