SAP-Aktie unter den schwächsten DAX-Werten: UBS-Abstufung wirkt nach - Ölpreis- und Zinssorgen belasten
Die SAP-Aktie zählt zu den schwächsten DAX-Werten am Dienstag. Eine jüngst einkassierte Kaufempfehlung und Zinssorgen bremsen die jüngste Erholung.
Werte in diesem Artikel
- SAP-Aktie am Dienstag unter den schwächsten DAX-Werten
- UBS kassierte Kaufempfehlung zuletzt ein
- Marktumfeld zum September-Start von steigenden Ölpreisen und Zinssorgen belastet
Die SAP-Aktie erlebte einen rabenschwarzen Start in den historisch schwachen Börsenmonat September: Mit einem Minus von letztlich 3,48 Prozent auf 184,26 Euro zählte der Software-Riese zu den schwächsten Werten im DAX am Dienstag. Die Aktie schloss damit bereits den zweiten Verlusttag in Folge ab.
Für Druck sorgen zwei Faktoren, die sich in dieser Woche überlagern: eine nachwirkende Analystenabstufung und ein insgesamt schwacher Start in den historisch schwächsten Börsenmonat des Jahres.
SAP-Aktie weiter von UBS-Abstufung belastet
Offensichtlich haben Anleger die jüngste Abstufung durch die Schweizer Großbank UBS noch nicht vollständig hinter sich gelassen. Am vergangenen Mittwoch strich Analyst Michael Briest seine Kaufempfehlung für SAP und stufte die Aktie auf "Neutral" zurück, hob das Kursziel zugleich aber auf 201,00 Euro an.
Briest begründet die Abstufung mit der schleppenden Auslieferung der angekündigten Joule-Agenten. Bis zum 25. August waren erst 17 von mehr als 200 geplanten Agenten verfügbar. Zusätzlich rechnet er im zweiten Halbjahr mit einer Verlangsamung beim vertraglich gesicherten Cloud-Auftragsbestand.
Rally verliert an Schwung
Die aktuelle Schwäche folgt zudem auf eine kräftige Erholung: Zwischen dem Sommertief bei 127,50 Euro im Juli und dem Zwischenhoch bei 191,32 Euro am vergangenen Freitag hatte sich der Kurs binnen weniger Wochen um fast 50 Prozent erholt. Nach einem solchen Anstieg wirkt eine Gewinnmitnahme wenig überraschend, zumal die Bewertung nach Einschätzung der UBS inzwischen als angemessen statt günstig gilt. Die Bruttomarge im Cloud-Geschäft war zudem erstmals seit 2021 rückläufig, was die kritischere Sicht der Analysten stützt.
Breiter Marktdruck zum September-Start
SAP steht damit nicht allein: Das gesamte Marktumfeld wird zum Start in den September von steigenden Ölpreisen und Anleiherenditen sowie der Erwartung weiterer Zinsschritte von EZB und amerikanischer Notenbank belastet. Marktbeobachter verweisen zudem auf die Statistik: Der September zählt im langjährigen Schnitt zu den schwächsten Börsenmonaten überhaupt. In einem solchen Umfeld reagieren zuvor stark gelaufene Werte wie SAP besonders empfindlich auf Rücksetzer.
Der nächste konkrete Datenpunkt ist der 21. Oktober: Dann will SAP die Zahlen zum dritten Quartal vorlegen und zeigen, ob sich Briests Sorge um das Cloud-Wachstum bestätigt oder ob der Konzern die kritischeren Töne der UBS widerlegen kann.
Benedict Kurschat, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
Ausgewählte Hebelprodukte auf SAP
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf SAP
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: nitpicker / Shutterstock.com, Gil C / Shutterstock.com
