Lufthansa-Aktie im Plus: Mehrere Führungspositionen neu besetzt - Klage von Vereinigung Cockpit
Die Lufthansa Group hat mehrere Führungspositionen bei Konzerngesellschaften neu besetzt.
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Die Schweizer Ferienfluggesellschaft Edelweiss wird ab dem 1. Oktober von Edi Wolfensberger als CEO geführt. Er tritt die Nachfolge von Bernd Bauer an, der den Konzern verlässt. Wolfensberger war bislang Chief Operating Officer (COO) bei Eurowings. Sein Nachfolger als COO bei Eurowings wird zum 1. Oktober Matthias Spohr. Der Bruder von Konzernchef Carsten Spohr leitet seit 2021 die Trainingsdienstleistungstochter Lufthansa Aviation Training. Er ist seit 2013 im Lufthansa-Konzern in verschiedenen Managementpositionen tätig.
Zudem wurde Michael Kircher ab 1. November 2026 zum neuen CEO von Lufthansa City Airlines und Co-Geschäftsführer der Lufthansa Aviation GmbH bestellt. Er folgt damit auf Peter Albers, der sich - wie seit Längerem geplant - vollständig auf seine Tätigkeit als Kapitän bei Lufthansa Airlines konzentrieren wird. Michael Kircher kommt von der Konzerntochter Austrian Airlines, wo er aktuell als "Nominated Person Crew Training", "Head of Training" sowie als Kapitän auf der Airbus-A320-Familie tätig ist.
Klage von Vereinigung Cockpit
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat die Deutsche Lufthansa AG auf "digitalen Zugang" zu den beim Konzern angestellten Piloten verklagt. Die Gewerkschaft möchte erreichen, dass sie die Flugzeugführer über deren dienstliche E-Mail-Adressen kontaktieren kann, um sie als Mitglieder zu werben.
Wie die VC mitteilte, hat sie die Deutsche Lufthansa zunächst außergerichtlich aufgefordert, entweder die Versendung von Mitgliederwerbung über die dienstlichen E-Mail-Adressen zu ermöglichen oder selbst eine E-Mail der Gewerkschaften an Cockpitbeschäftigte weiterzuleiten. Diese habe der Konzern jedoch abgelehnt.
Die VC machte geltend, dass sich gewerkschaftliche Tätigkeit den veränderten Kommunikationsrealitäten der Arbeitswelt anpassen müsse. "Gerade im Flugbetrieb sind Cockpitbeschäftigte aufgrund ihrer Tätigkeit überwiegend unterwegs und auf herkömmlichem Wege kaum erreichbar", sagte Oliver Löwe, Vorstand für Mitgliederbetreuung bei der VC, laut der Mitteilung. "Die dienstliche E-Mail ist heute das zentrale Kommunikationsmittel zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten sowie innerhalb der Belegschaft."
Die Klage wurde beim Arbeitsgericht Köln eingereicht. Die VC teilte weiter mit, sie wollte mit der Klage "eine gerichtliche Klärung herbeiführen, wie die Koalitionsfreiheit unter den Bedingungen einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt praktisch gewährleistet werden kann".
Via XETRA steigt die Lufthansa-Aktie zeitweise um 0,66 Prozent auf 9,11 Euro.
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