Kooperation im Blick

SpaceX sorgt für Rückenwind: Warum die Aktien von Charter Communications und Liberty Broadband haussieren


SpaceX sorgt für Rückenwind: Warum die Aktien von Charter Communications und Liberty Broadband haussieren

Bei Charter Communications setzen Anleger auf neue Wachstumschancen für das angeschlagene Kabelgeschäft. Hoffnungsbringer ist dabei Börsenneuling SpaceX.

Werte in diesem Artikel

• Berichte über mögliche Mobilfunkpartnerschaft mit SpaceX treiben Charter
• Liberty Broadband profitiert wegen geplanter Übernahme durch Charter
• Hoffnung auf bessere Auslastung der Netzinfrastruktur stützt die Kurse

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Die Aktie von Charter Communications machte am Montag einen Satz nach oben. So kletterte das Papier an der NASDAQ um 9,38 Prozent auf 146,17 US-Dollar. Auslöser sind Berichte über mögliche Gespräche des Kabelkonzerns mit dem Raumfahrtunternehmen SpaceX über eine Mobilfunk-Partnerschaft. Im Schlepptau von Charter stieg auch die Liberty Broadband-Aktie deutlich, zuletzt ging es hier um 9,32 Prozent auf 34,25 US-Dollar nach oben.

Die SpaceX-Gespräche als Haupttreiber

Wie Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete, haben Charter und SpaceX auf Führungsebene über eine Partnerschaft für ein Mobilfunkangebot in den USA gesprochen. Charter könnte demnach einen Teil des SpaceX-Mobilfunkverkehrs über seine erdgebundene Infrastruktur leiten, ähnlich wie es das heute schon für seine eigene Marke Spectrum Mobile tut. SpaceX wiederum will mit seinem Satellitendienst Starlink stärker zum direkten Mobilfunkanbieter für Endkunden werden und hat sich dafür zuletzt Funkfrequenzen gesichert. Charter wollte sich auf Anfrage nicht äußern, SpaceX reagierte zunächst nicht. Für den Kabelkonzern wäre eine solche Vereinbarung ein Hoffnungsschimmer, weil sie seine teure Netzinfrastruktur zusätzlich monetarisieren würde.

Warum Charter so heftig reagiert

Die Wucht der Reaktion erklärt sich aus der Ausgangslage. Charter steht seit Monaten massiv unter Druck: Der Titel wurde unlängst aus dem NASDAQ 100 entfernt und markierte daraufhin zuletzt bei 124,05 US-Dollar ein Mehrjahrestief. Das Unternehmen verlor im ersten Quartal rund 120.000 Internetkunden, was den Abwärtsdruck verstärkte: Auf Jahressicht hat die Aktie rund zwei Drittel ihres Werts eingebüßt. Trifft eine mögliche Wachstumsfantasie wie die SpaceX-Partnerschaft auf eine derart gedrückte Bewertung, fällt der Ausschlag entsprechend kräftig aus.

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Liberty Broadband nur im Schlepptau

Die kräftigen Verluste bei der Aktie von Liberty Broadband sind keine eigene Geschichte. Das Unternehmen ist im Kern ein Vehikel auf Charter, der wesentliche Wert ist die Charter-Beteiligung, die Alaska-Tochter GCI wurde abgetrennt. Weil Charter Liberty Broadband in einem Aktientausch übernehmen will und je Liberty-Aktie 0,236 Charter-Aktien vorgesehen sind, folgt der Kurs fast eins zu eins: 0,236 mal 160,44 US-Dollar ergeben rund 37,90 US-Dollar. Eine zuletzt diskutierte Herausnahme aus mehreren Russell-Indizes ist dagegen nur ein technischer Nebenschauplatz.

Die Übernahme im Hintergrund

Die Aktionäre haben dem Zusammenschluss bereits zugestimmt. Vollzogen werden soll er zeitgleich mit der Übernahme von Cox durch Charter, die die US-Regulierungsbehörde FCC im Februar 2026 genehmigt hat und der nur noch Kalifornien zustimmen muss. Der Abschluss wird für Mitte 2026 erwartet. Damit hängt an einer möglichen SpaceX-Kooperation nicht nur die Charter-Aktie, sondern indirekt auch der Wert, den Liberty-Aktionäre nach dem Tausch erhalten.

Claudia Stephan, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: John Hanson Pye / Shutterstock.com

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DatumRatingAnalyst
09.07.26 SpaceX Buy UBS AG
07.07.26 SpaceX Buy Deutsche Bank AG
07.07.26 SpaceX Overweight JP Morgan Chase & Co.
07.07.26 SpaceX Outperform Bernstein Research
07.07.26 SpaceX Outperform RBC Capital Markets