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Strategy-Aktie mit Befreiungsschlag: Konzern öffnet sich für Bitcoin-Verkäufe


Strategy-Aktie mit Befreiungsschlag: Konzern öffnet sich für Bitcoin-Verkäufe

Strategy reagiert mit einem umfassenden Kapitalrahmen auf die jüngsten Zweifel an seinem Finanzierungsmodell. Anleger reagieren erleichtert.

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• Milliarden-Rückkäufe und höhere STRC-Dividende beschlossen
Bitcoin-Verkäufe künftig unter bestimmten Voraussetzungen möglich
• Neuer Kapitalrahmen soll Finanzierung langfristig absichern

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Strategy, das Bitcoin-Schwergewicht von Michael Saylor, gehört zum Wochenstart zu den Gewinnern: Am Montag legte die Aktie an der NASDAQ 12,60 Prozent auf 92,68 US-Dollar zu, nur wenige Tage nach einem Zwölfmonatstief. Auslöser ist ein neuer Kapitalrahmen, den das Unternehmen am Montag vorgestellt hat. Strategy verteidigt sein zuletzt stark angezweifeltes Finanzierungsmodell, und der Markt quittiert das mit Erleichterung.

Was Strategy beschlossen hat

Der sogenannte Digital Credit Capital Framework bündelt mehrere Schritte. Der Vorstand genehmigte Rückkäufe von bis zu einer Milliarde US-Dollar an Vorzugswertpapieren und bis zu einer Milliarde an Stammaktien, beides ohne Kaufverpflichtung. Die Dividende der STRC-Vorzugsaktie steigt ab dem 1. Juli auf 12 Prozent. Zugleich beziffert das Unternehmen seine Dollar-Reserve auf rund 2,55 Milliarden US-Dollar, was etwa 17,4 Monate an Vorzugsdividenden und Zinszahlungen abdeckt. Genau die Frage, ob Strategy diese Verpflichtungen bedienen kann, hatte die Papiere zuletzt belastet. CEO Phong Le beschrieb den Schritt als Wechsel von der reinen Kapitalaufnahme hin zur aktiven Steuerung der Kapitalstruktur über Emissionen und Rückkäufe.

Die leise Abkehr vom reinen HODLn

Der eigentlich bemerkenswerte Punkt steckt im Kleingedruckten. Strategy genehmigte ein Bitcoin-Monetarisierungsprogramm, das künftige Verkäufe der Kryptowährung erlaubt, um die Reserve aufzufüllen, Dividenden und Zinsen zu finanzieren oder Rückkäufe zu bezahlen. Eine Pflicht zum Verkauf besteht nicht, und Saylor betont, Bitcoin bleibe das primäre Reservevermögen. Dennoch ist die bloße Option ein Bruch mit der jahrelangen Doktrin, Bitcoin um jeden Preis zu halten und niemals zu verkaufen. Der Hintergrund erklärt die Wende: Strategy hält 847.363 Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 75.653 US-Dollar, eine Position, die bei einem Kurs um 60.000 US-Dollar klar unter Wasser liegt. Die Aktie hat seit Jahresstart 45,8 Prozent an Wert verloren, auf Sicht von zwölf Monaten haben Anleger sogar ein Minus von 80 Prozent in ihren Depots.

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Der nun erfolgte Kurssprung der Strategy-Aktie ist bei Anlegern Ausdruck der Erleichterung, ist aber nicht als Entwarnung zu verstehen. Die Rückkäufe sind genehmigt, aber unverbindlich, das Monetarisierungsprogramm ist eine Möglichkeit, kein Plan. Hinzu kommt, dass Strategy zu den am stärksten leerverkauften Werten der Wall Street zählt, ein Teil der Bewegung dürfte also auf das Eindecken von Short-Positionen zurückgehen. Die eigentliche Prüfung folgt erst: ob die Reserve von gut 17 Monaten plus optionale Bitcoin-Verkäufe die Vorzugspapiere und die Dividenden stabilisieren, ohne dass das Unternehmen zu schwachen Kursen Aktien ausgeben oder Bitcoin verkaufen muss.

Claudia Stephan, Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Strategy

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