KWS Saat: Kommt die Jahrhundert-Hausse?
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Die Aktie von KWS konsolidiert nach Ausbildung eines neuen Jahreshochs bei knapp 80 Euro. Spekulationen auf eine Hausse bei Agrarrohstoffen wecken Fantasie.
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Die KWS-Aktie hat nach der Rückkehr in den Aufwärtstrend Ende März fast schon mit Ansage ein neues Jahreshoch bei knapp 80 Euro erreicht. Hintergrund der Entwicklung ist auch der Krieg am Golf. Der Engpass in der Straße von Hormus könnte zu einer realen Verknappung von Düngemitteln führen, was Ernten vermindert und die Preise für Agrarrohstoffe antreibt.
Saatgut am Ende der Kette
Das jedoch ist schon der zweite Teil der Geschichte. Im ersten Akt sind es nämlich die Ölpreise, die sich positiv auf die Entwicklung von Ölsaaten auswirken, die dann wiederum die Herstellung von Biokraftstoffen begünstigen. Für den Landwirt wiederum macht es Sinn, dann die Aussaat zu verstärken, wenn die Nachfrage nach entsprechenden Agrarrohstoffen steigt. In der Folge erhöht sich auch die Nachfrage nach leistungsfähigem Saatgut.
Gesunde Konsolidierung
Diese Arithmetik schlägt sich bereits im Aktienkurs von KWS nieder. Nach dem scharfen Rückgang im Februar erholte sich das Papier im März und setzte den seit Juni 2025 intakten Aufwärtstrend fort. Aktuell konsolidiert die Aktie, nachdem Anfang Mai ein neues Jahreshoch erreicht wurde. Die Konsolidierung könnte nun sogar bis in die Region um 73/76 Euro anhalten, ohne den Aufwärtstrend zu verletzen.
Fazit
Ob nach der Gold- und Silberhausse sowie dem Ölpreisschock nun auch eine Jahrhundert-Hausse bei den Agrarrohstoffen vor der Tür steht, ist reine Spekulation. Die typischen Ölsaaten jedenfalls haben mit der Korrektur beim Ölpreis bereits nachgegeben. Allerdings befinden sich beispielsweise die Preise für Sojabohnen und Weizen in der Fünfjahresübersicht eher im unteren Drittel. Aktuell sieht es am Golf nach Entspannung aus, wie sich der mehrwöchige Engpass in der Meerenge von Hormus bereits auf wichtige Düngemittel ausgewirkt hat, wird sich aber erst in ein paar Wochen zeigen. Nämlich dann, wenn die Ernten aus Mangel an Düngemittel schwächer ausfallen. Technisch bleibt abzuwarten, wie weit die Konsolidierung noch fortschreitet. Solange der Aufwärtstrend aber nicht gebrochen ist, sieht es tendenziell eher positiv für die KWS-Aktie aus.
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Erstellung am 07.05.26 um 12:41 Uhr.
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