MÄRKTE ASIEN/Aktien steigen im Sog der Ölpreise - StanChart nach Zahlen gesucht
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TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Zur Wochenmitte haben an den Börsen in Ostasien und Australien die positiven Vorzeichen überwogen. Die Marktteilnehmer zeigten sich weitgehend unbeeindruckt von negativen Vorgaben der Wall Street, wo ein überraschend deutlich gesunkenes Verbrauchervertrauen die Kurse belastet hatte. Rückenwind kam vom Ölmarkt, wo sich die Preise nach dem jüngsten Einbruch deutlich erholten.
Der japanische Aktienmarkt war am Mittwoch wegen eines Feiertags geschlossen. Unter den übrigen Märkten ragte die rohstofflastige australische Börse mit einem Plus von 1,5 Prozent heraus. In Schanghai legte der Composite-Index um 0,4 Prozent zu, der Hang-Seng-Index gewann in Hongkong im späten Handel 0,1 Prozent. In Seoul schloss der Kospi 0,7 Prozent im Plus.
Die Handelswoche ist an vielen Börsen der Region verkürzt. In Hongkong und Südkorea wird am Donnerstag "Buddhas Geburtstag" gefeiert, am Freitag begeht man dort, aber auch in China und anderen asiatischen Ländern, den "Tag der Arbeit".
Mit Blick auf das am Mittwochabend deutscher Zeit anstehende Ergebnis der US-Notenbanksitzung überwiege bei den Anlegern die Erwartung, dass die Notenbanker deutlich machen werden, dass sie ihren geldpolitischen Kurs so lange wie nötig fortsetzen werden, sagt Stephen Innes von Axitrader vor dem Hintergrund der umfangreichen Lockerungen, die zur Bewältigung der Coronavirus-Krise beschlossen wurden.
Ölpreiserholung zieht Branchenaktien mit nach oben
Der Preis für die US-Rohölsorte WTI stieg um 16,0 Prozent auf 14,32 Dollar. Brentöl verteuerte sich um 5,2 Prozent auf 21,53 Dollar. Beobachter warnten allerdings, dass die Erholung nicht mehr als eine Gegenbewegung sein könnte, denn die übergeordneten Probleme - der drastische Nachfrageeinbruch aufgrund der Coronavirus-Pandemie und mangelnde Lagerkapazitäten - bestünden nach wie vor.
Dazu passte, dass laut einem US-Branchenverband die Rohöllagerbestände in der zurückliegenden Woche erneut stark gestiegen sind, um 10 Millionen Barrel. Für die offiziellen Daten am Mittwoch erwarten Volkswirte eine Zunahme von 11 Millionen Barrel.
Im Gefolge des Ölpreises legten die Aktien von Branchenunternehmen kräftig zu. In Sydney stiegen Oil Search um 7 Prozent, Woodside Petroleum um rund 6 Prozent und Santos um 6,4 Prozent. Für CNOOC ging es in Hongkong im späten Handel um 1,5 Prozent nach oben, Sinopec gewannen 1 Prozent.
Samsung mit leichtem Minus nach Zahlen
Daneben galt das Interesse der laufenden Bilanzsaison. Hier vermeldete Samsung einen leichten Gewinnrückgang im ersten Quartal und warnte, dass die Coronavirus-Pandemie den Gewinn im Jahresverlauf schmälern werde. Die Aktie schloss in Seoul gegen die positive Markttendenz 0,2 Prozent niedriger.
Die in Hongkong gelisteten Aktien der Bank Standard Chartered (StanChart) sprangen um 7,6 Prozent nach oben. Das Geldhaus hat zwar im ersten Quartal wegen hoher Abschreibungen auf bereinigter Basis weniger verdient, gut kam aber die Steigerung des operativen Gewinns um 13 Prozent an.
Australische Banken, die an den vergangenen Tagen unter Druck gestanden hatten, verzeichneten ebenfalls kräftige Kursgewinne, gestützt von einem optimistischen Analystenkommentar. S&P Global Ratings prognostiziert, dass die Risiken der australischen Geldhäuser abnehmen und im Geschäftsjahr 2022 wieder das Niveau erreichen werden, auf dem sie sich vor der Coronavirus-Krise befanden. Westpac gewannen 5,2 Prozent, ANZ 6,1 Prozent, National Australia Bank 6,3 Prozent und Commonwealth Bank of Australia 4,2 Prozent.
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Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende
S&P/ASX 200 (Sydney) 5.393,40 +1,51% -19,31% 08:00
Nikkei-225 (Tokio) Feiertag 08:00
Kospi (Seoul) 1.947,56 +0,70% -11,38% 08:00
Schanghai-Comp. 2.822,44 +0,44% -7,46% 09:00
Hang-Seng (Hongk.) 24.609,72 +0,14% -12,81% 10:00
Taiex (Taiwan) 10.772,22 +1,55% -10,21% 07:30
Straits-Times (Sing.) 2.568,30 +0,21% -20,48% 11:00
KLCI (Malaysia) 1.384,59 +0,90% -13,63% 11:00
BSE (Mumbai) 32.475,69 +1,12% -21,38% 12:00
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Di, 9:15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0857 +0,3% 1,0822 1,0820 -3,2%
EUR/JPY 115,69 +0,1% 115,63 115,95 -5,1%
EUR/GBP 0,8710 -0,0% 0,8710 0,8707 +2,9%
GBP/USD 1,2465 +0,3% 1,2424 1,2424 -5,9%
USD/JPY 106,54 -0,3% 106,86 107,17 -2,0%
USD/KRW 1218,60 -0,2% 1221,41 1224,51 +5,5%
USD/CNY 7,0770 -0,0% 7,0796 7,0855 +1,6%
USD/CNH 7,0819 -0,1% 7,0859 7,0929 +1,7%
USD/HKD 7,7501 -0,0% 7,7502 7,7511 -0,5%
AUD/USD 0,6536 +0,7% 0,6491 0,6461 -6,7%
NZD/USD 0,6098 +0,7% 0,6057 0,6013 -9,4%
Bitcoin
BTC/USD 7.944,51 +2,7% 7.738,01 7.705,76 +10,2%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 14,32 12,34 +16,0% 1,98 -75,9%
Brent/ICE 21,53 20,46 +5,2% 1,07 -66,4%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.708,73 1.707,40 +0,1% +1,33 +12,6%
Silber (Spot) 15,22 15,20 +0,1% +0,02 -14,7%
Platin (Spot) 777,90 776,25 +0,2% +1,65 -19,4%
Kupfer-Future 2,36 2,35 +0,6% +0,02 -15,9%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/cln/ros
(END) Dow Jones Newswires
April 29, 2020 03:34 ET (07:34 GMT)
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