MÄRKTE ASIEN/Freundlich - Börsen trotzen ungünstigen Nachrichten


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Von Steffen Gosenheimer

TOKIO/HONGKONG (Dow Jones)--Die ostasiatischen Börsen haben am Montag einige ungünstige Nachrichten abgeschüttelt und freundlich tendiert. Sie schlossen sich der Wall Street vom Freitag an. Dort hatten die Indizes nach einem wechselhaften Handelsverlauf letztlich mit Gewinnen geschlossen, gestützt von der Spekulation, dass die zukünftigen Zinserhöhungen der US-Notenbank weniger stark ausfallen würden. Auslöser war der US-Arbeitsmarktbericht für Oktober, der insgesamt durchwachsen ausgefallen war.

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Überraschend wenig Störfeuer ging davon aus, dass China am Wochenende Hoffnungen auf eine Lockerung der Null-Covid-Politik einen Dämpfer versetzte, indem es von offizieller Seite hieß, diese werde beibehalten. Möglicherweise setzten hier einige Teilnehmer dennoch auf eine baldige Lockerung, spekulierte Marktkenner Stephen Innes von SPI Asset Management. Das Motiv dürfte sein, den Zug nicht zu verpassen, wenn es nach einer Lockerung aufwärts gehe. Analyst Kinger Lau von Goldman Sachs hält eine Kursrally von 20 Prozent für möglich, sollten die Restriktionen aufgehoben werden.

Auch dass Corona-Restriktionen in einer Fabrik in China derzeit einen deutlichen Rückgang der Produktion von Apples iPhone zur Folge haben, bremste nicht. Die Fabrik des Zulieferers Foxconn im zentralchinesischen Zhengzhou operiere mit "erheblich reduzierter Kapazität", teilte Apple mit. Die Foxconn-Aktie tendierte in Taiwan dennoch gut behauptet.

Leicht gesunkene Ex- und Importe Chinas im Oktober, die zudem die Erwartungen verfehlten, belasteten ebenso nicht.

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Klarerer Tagessieger war Hongkong mit einem Plus von gut 3 Prozent im Späthandel. In Schanghai fiel das Plus mit 0,2 Prozent dagegen am geringsten aus. Der Nikkei-Index in Tokio gewann 1,2 Prozent auf 27.527 Punkte, in Seoul ging es um 1 Prozent nach oben, in Sydney um 0,6 Prozent. Insbesondere Rohstoffaktien lagen hier sehr fest mit einem Plus des Subindex von 3,7 Prozent. Eine Ausnahme machte der Kohleförderer Coronado, für dessen Kurs es um 7,1 Prozent nach unten ging, nachdem Fusionspläne mit dem US-Unternehmen Peabody ad acta gelegt worden waren. Detailangaben dazu machte Coronado zunächst nicht.

Quartalszahlen machen Kurse

Unter den Einzelwerten ragten in Hongkong Zijin Mining mit einem Plus von 11,4 Prozent heraus. Der Rohstoffförderer hatte Pläne vorgelegt, eine 20-Prozent-Beteiligung am Wettbewerber Zhaojin Mining (+9,1%) erwerben zu wollen.

In Seoul verloren Naver knapp 3 Prozent. Das Webportal zeigte zwar erneut starkes Umsatzwachstum, mit dem Quartalsgewinn wurden die Erwartungen aber verfehlt. Auch das Einzelhandelsunternehmen Shinsegae (-3,6%) enttäuschte mit seinen Zahlen.

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Für die Pharmaaktie Eisai ging es in Tokio gegen den freundlichen Markt um 1,5 Prozent zurück. Das Unternehmen hatte während des Handels Quartalszahlen vorgelegt. Negativ fiel auch die Kursreaktion bei Sharp (-3,3%) aus. Der Elektronikanbieter hatte seine Geschäftszahlen bereits am Freitag nach Handelsende präsentiert, ebenso Softbank, für die es um 0,7 Prozent nach oben ging. Teijin verloren 9,3 Prozent. Das Chemie- und Pharmaunternehmen hatte seinen Ausblick gesenkt.

In Sydney büßten Westpac knapp 4 Prozent ein. Die Bank hatte für das Gesamtjahr ein kleines Gewinnminus berichtet und sich von seinem früheren Kostensenkungsziel verabschiedet.

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Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende

S&P/ASX 200 (Sydney) 6.933,70 +0,6% -6,9% 06:00

Nikkei-225 (Tokio) 27.527,64 +1,2% -5,5% 07:00

Kospi (Seoul) 2.371,79 +1,0% -20,3% 07:00

Schanghai-Comp. 3.077,85 +0,2% -15,4% 08:00

Hang-Seng (Hongk.) 16.614,90 +2,8% -31,0% 09:00

Straits-Times (Sing.) 3.132,27 +0,1% +0,1% 10:00

KLCI (Malaysia) 1.437,67 -0,0% -8,2% 10:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Fr, 8:35 Uhr % YTD

EUR/USD 0,9935 +0,1% 0,9922 0,9774 -12,6%

EUR/JPY 146,46 +0,4% 145,84 144,59 +11,9%

EUR/GBP 0,8780 +0,1% 0,8770 0,8711 +4,5%

GBP/USD 1,1313 -0,0% 1,1315 1,1221 -16,4%

USD/JPY 147,46 +0,3% 146,98 147,92 +28,1%

USD/KRW 1.405,25 +0,1% 1.404,11 1.421,23 +18,2%

USD/CNY 7,2417 +0,8% 7,1851 7,2598 +13,9%

USD/CNH 7,2458 +0,1% 7,2420 7,2720 +14,0%

USD/HKD 7,8498 +0,0% 7,8497 7,8499 +0,7%

AUD/USD 0,6419 +0,0% 0,6416 0,6342 -11,6%

NZD/USD 0,5884 +0,2% 0,5871 0,5810 -13,8%

Bitcoin

BTC/USD 20.802,99 -1,6% 21.139,09 20.583,67 -55,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 91,20 92,61 -1,5% -1,41 +30,6%

Brent/ICE 97,30 98,57 -1,3% -1,27 +32,6%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 110,01 114,79 -4,2% -4,78 +75,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.668,84 1.681,20 -0,7% -12,36 -8,8%

Silber (Spot) 20,46 20,86 -1,9% -0,40 -12,2%

Platin (Spot) 954,45 966,50 -1,2% -12,05 -1,7%

Kupfer-Future 3,62 3,69 -1,8% -0,07 -17,9%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/flf

(END) Dow Jones Newswires

November 07, 2022 02:42 ET (07:42 GMT)

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