MÄRKTE ASIEN/Uneinheitlich - Konflikt China-Indien belastet lokal


Werte in diesem Artikel
Indizes

76,503.60 INR -1,677.12 INR -2.15 %

NEW YORK (Dow Jones)--Wie schon an den Vortagen zeigt sich die Börsenwelt zweigeteilt: Ein Teil schließt sich der Rally der Wall Street mit immer neuen Rekorden an, andere klinken sich aus und geben stattdessen ab. Dort, wo es hoch geht, setzen Anleger auf weitere Unterstützungsmaßnahmen der US-Regierung für die heimische Wirtschaft. Nach diversen US-Notenbankern hat nun auch Finanzminister Steven Mnuchin darauf drängt, mehr Geld zur Bewältigung der Coronavirus-Krise zu bewilligen. Zudem setzt man in den USA auf die Verfügbarkeit eines Impfstoffes gegen Covid-19 bereits zum 1. November.

Werbung

Diese Aussicht lässt die Risikoneigung in Asien steigen - erkennbar am Devisenmarkt, wo die meisten regionalen Währungen zum US-Dollar zulegen. "Die schnelle Entwicklung und Verteilung eines Impfstoffes verbessern die ökonomischen Aussichten der USA, aber auch global. Und sie drücken den Dollar", sagen die CBA-Analysten.

Allerdings zeichnet sich ein neuer Handelsstreit ab. Nach den USA geht nun auch Indien gegen China vor und verhängt Sanktionen. So wurden diverse chinesische Apps vom indischen Markt verbannt - auch solche des Schwergewichts Tencent. Händler sehen die neuen Spannungen zwischen Indien und China sehr kritisch und befürchten eine Ausweitung des Konflikts. Daher verwundert es kaum, dass sich gerade die chinesischen Börsen im Vergleich zu den übrigen Handelsplätzen der Region auffallend schwach präsentieren, auch wenn sich die Abgaben selbst in Grenzen halten.

Indische Sanktionen belasten China-Börsen

Der Schanghai-Composite verliert 0,1 Prozent, der HSI in Hongkong mit 0,3 Prozent etwas mehr. Der indische Schritt könnte zu einer Rotation am chinesischen Aktienmarkt führen, wobei Technologiewerte die Verlierer sein dürften, heißt es bei KGI Securities. Dies gilt auch für den Mobiltelefonhersteller Xiaomi, für den der indische Markt einer der wichtigsten ist. Die Titel verlieren 1,2 Prozent und erholen sich damit schon wieder deutlich von den Tagestiefs.

Werbung

Während ein neuer Konflikt Chinas mit Indien am Heraufziehen ist, ist der alte mit den USA keineswegs ausgestanden. Die Administration von US-Präsident Donald Trump plant vielmehr neue Beschränkungen für chinesische Diplomaten in den USA. Der Sensex in Indien steigt um magere 0,1 Prozent und zählt damit ebenfalls zu schwächeren Märkten der Region.

Schächelnder Yen stützt Tokio

Mit der allgemein verbesserten Stimmung erholt sich der ansonsten schwächelnde Dollar zum Yen. Fallende Yen-Kurse demonstrieren eine gestiegene Risikofreude, die auf den japanischen Aktienmarkt überspringt. Diese profitiert zusätzlich von sinkenden Yen-Kursen, weil so die Wettbewerbsfähigkeit japanischer Exportunternehmen steigt. Der Nikkei-225 legt um 1,2 Prozent auf 23.514 Punkte zu - alle 33 Sektoren des marktbreiten Topix notieren im Plus. Die Titel des Einzelhandelskonzerns Fast Retailing ziehen um 4,1 Prozent an. Die vergleichbaren Erlöse bei Uniqlo in Japan schossen im August um 30 Prozent in die Höhe.

Mit plus 1,5 Prozent geht es am südkoreanischen Markt noch deutlicher nach oben. Werte aus den Bereichen Internet und Technologie führen das Tableau an. Samsung Electronics gewinnen 3,7 Prozent. Händler sprechen von besseren Geschäftsaussichten nach der Präsentation eines faltbaren Mobiltelefons. Internettitel profitieren von den Plänen bei Netmarble, die um 4,1 Prozent anziehen. Mehrere Gesellschaften, an denen das Unternehmen beteiligt ist, stehen vor ihren Börsengängen.

Werbung

In Australien zeigt sich der Leitindex freundlich. Damit setzt sich die Vortagesrally fort. Steigende Leerstände am Markt für Büroimmobilien belasten nicht. Bereits am Vortag hatte der Markt schwache Daten ignoriert. Skycity Entertainment steigen um 5,6 Prozent, nachdem die Geschäftszahlen des neuseeländischen Kasinobetreibers nicht ganz so schwach wie befürchtet ausgefallen sind.

In Neuseeland steigt der NZX-50 über die Marke von 12.000 Punkten und nähert sich seinem Allzeithoch von 12.093 Zählern auf Schlusskursbasis aus der vergangenen Woche an. Tourism Holdings geben gegen den Trend um 2,7 Prozent nach. Nach einem Feuer in Auckland meldet das Unternehmen größere Schäden.

===

Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende

S&P/ASX 200 (Sydney) 6.108,50 +0,75% -8,61% 08:00

Nikkei-225 (Tokio) 23.514,59 +1,15% -1,73% 08:00

Kospi (Seoul) 2.398,61 +1,43% +9,14% 08:00

Schanghai-Comp. 3.402,69 -0,06% +11,56% 09:00

Hang-Seng (Hongk.) 25.042,65 -0,31% -10,83% 10:00

Straits-Times (Sing.) 2.524,18 -0,62% -21,19% 11:00

KLCI (Malaysia) 1.524,17 -0,87% -3,22% 11:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 9:59h % YTD

EUR/USD 1,1807 -0,4% 1,1855 1,1872 +5,3%

EUR/JPY 125,51 -0,3% 125,85 125,94 +3,0%

EUR/GBP 0,8870 -0,1% 0,8878 0,8901 +4,8%

GBP/USD 1,3311 -0,3% 1,3353 1,3338 +0,4%

USD/JPY 106,30 +0,1% 106,17 106,07 -2,2%

USD/KRW 1187,92 -0,1% 1189,65 1186,69 +2,8%

USD/CNY 6,8398 +0,0% 6,8383 6,8263 -1,8%

USD/CNH 6,8425 +0,1% 6,8342 6,8271 -1,8%

USD/HKD 7,7504 +0,0% 7,7502 7,7502 -0,5%

AUD/USD 0,7313 -0,3% 0,7336 0,7342 +4,4%

NZD/USD 0,6751 -0,2% 0,6766 0,6754 +0,3%

Bitcoin

BTC/USD 11.288,26 -0,8% 11.382,51 11.744,76 +56,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 41,54 41,51 +0,1% 0,03 -27,5%

Brent/ICE 44,38 44,43 -0,1% -0,05 -28,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.937,15 1.942,80 -0,3% -5,65 +27,7%

Silber (Spot) 27,34 27,53 -0,7% -0,19 +53,2%

Platin (Spot) 911,68 909,60 +0,2% +2,08 -5,5%

Kupfer-Future 3,01 3,00 +0,3% +0,01 +6,8%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/ros

(END) Dow Jones Newswires

September 03, 2020 01:14 ET (05:14 GMT)

Aktuelle Samsung Aktie News

Werbung

Samsung Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Samsung nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
DatumRatingAnalyst
06.03.13 Samsung verkaufen Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)