MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - Wirecard halbieren sich


Werte in diesem Artikel
Aktien

47.54 EUR 0.55 EUR 1.17 %

23.65 EUR -0.30 EUR -1.25 %

19.18 EUR -0.22 EUR -1.13 %

30.00 EUR 0.42 EUR 1.42 %

9.80 EUR -0.22 EUR -2.16 %

3.36 EUR -0.08 EUR -2.44 %

143.58 EUR 3.28 EUR 2.34 %

35.10 EUR -0.40 EUR -1.13 %

0.01 EUR 0.00 EUR -12.20 %

Indizes

25,465.25 EUR -352.64 EUR -1.37 %

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen bauen die Gewinne am Freitagmittag aus. Die Märkte befinden sich im Griff des sogenannten Hexensabbat, der häufig von erhöhter Volatilität geprägt ist. Heute verfallen Futures und Optionen auf Indizes und Aktien an den Terminbörsen. Im Vorfeld versuchen Anleger entsprechend ihrer Positionen Einfluß auf die Preise zu nehmen. Der DAX liegt 0,9 Prozent auf 12.393 Punkte im Plus, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 1,2 Prozent auf 3.289 Punkte nach oben.

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Daneben verläuft der Handel weiterhin im Spannungsfeld zwischen Geldschwemmen durch Notenbanken und Angst vor einer zweiten Welle beim Coronavirus. Vor allem in den USA macht der Anstieg der Neuinfektionen auf neue Rekordniveaus in einigen Staaten Sorgen. Dazu hat US-Präsident Donald Trump betont, man könnte sich auch komplett von China abkoppeln, was bei Freunden der Globalisierung nicht gut ankommt.

Am deutschen Markt laufen um 13 Uhr die Futures und die Optionen auf die Indizes aus und zum Börsenschluss die Optionen auf die Einzelaktien. Üblicherweise wird dann gerne um runde Marken gekämpft, auf denen viele Kontrakte liegen.

Wirecard zieht erste personelle Konsequenzen

Wirecard brechen um weitere 47 Prozent ein. Nach dem Desaster vom Vortag wurden am Donnerstagabend erste personelle Konsequenzen gezogen: Das Unternehmen hat seinen COO Jan Marsalek bis Ende des Monats suspendiert. Der neue Compliance-Vorstand James H. Freis nimmt seine Arbeit früher als geplant auf.

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Im Handel wird spekuliert, dass nach einem derart gigantischen Kurszusammenbruch in nächster Zeit Übernahmespekulationen aufkommen könnten. "Das Geschäftsmodell ist gut und zukunftsorientiert und man hat es nicht mit lange Zeit unkalkulierbaren Klagerisiken wie bei Bayer und VW zu tun"", so ein Händler. Zahlungsabwickler gelten als einer der Gewinner der Corona-Krise.

Dazu stehen viele Indexänderungen an. Für die Lufthansa ist es der letzte Tag im DAX. Das Traditionsunternehmen wird zum Schlusskurs durch Deutsche Wohnen und damit durch einen Immobilienwert ersetzt.

Der MDAX wird neben Lufthansa auch durch den Aufsteiger Ströer bereichert, Deutsche Pfandbriefbank muss dafür weichen. Im marktbreitesten Index Europas, dem Stoxx-Europe-600, kommen unter anderem Cancom und Gerresheimer neu hinzu.

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Lufthansa ziehen um 0,5 Prozent an. Der Markt konzentriert sich auf die Sanierung und setzt auf eine Einigung zwischen der Bundesregierung und dem neuen Großaktionär Heinz Hermann Thiele.

Index-Gewichtung von SAP steigt

Zum Börsenschluss wird auch das Index-Gewicht der einzelnen DAX-Mitglieder neu festgelegt. Als Gewinner gelten die Aktien von SAP. Ihr DAX-Gewicht wird von etwa 9,74 Prozent auf 10 Prozent steigen. Entsprechend müssen passive rein am Index ausgerichtete Anleger wie ETFs die Aktien von SAP dann dazukaufen. SAP steigen um 2,4 Prozent.

Das Minus von 4,8 Prozent oder 2,59 Euro bei BASF liegt nur am Dividendenabschlag von 3,30 Euro je Aktie.

Gerresheimer steigen um deutliche 2,4 Prozent. Hier setzt sich die seit einer Woche laufende Rally fort. Grund ist die Aufnahme in den marktbreiten Stoxx-Europe-600-Index, die am Abend erfolgt. Dies dürfte auch die Liquidität in der Aktie erhöhen, heißt es im Handel.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.288,50 1,19 38,60 -12,19

Stoxx-50 3.061,21 1,36 41,05 -10,04

DAX 12.392,90 0,91 111,37 -6,46

MDAX 26.235,67 0,13 34,32 -7,34

TecDAX 2.983,40 -0,96 -28,81 -1,05

SDAX 11.464,70 -0,49 -56,61 -8,37

FTSE 6.304,33 1,29 80,26 -17,48

CAC 5.018,71 1,21 59,96 -16,05

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,45 -0,01 -0,69

US-Zehnjahresrendite 0,72 0,01 -1,96

DEVISEN zuletzt +/- % Fr., 8.21 Uhr Do, 17:15 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1203 -0,02% 1,1209 1,1229 -0,1%

EUR/JPY 119,76 -0,07% 119,85 119,87 -1,8%

EUR/CHF 1,0657 -0,02% 1,0656 1,07 -1,8%

EUR/GBP 0,9045 +0,27% 0,9012 0,9035 +6,9%

USD/JPY 106,91 -0,05% 106,92 106,74 -1,7%

GBP/USD 1,2385 -0,29% 1,2438 1,24 -6,5%

USD/CNH (Offshore) 7,0727 -0,15% 7,0784 7,0771 +1,5%

Bitcoin

BTC/USD 9.357,51 -0,06% 9.309,01 9426,26 +29,8%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 39,87 38,84 +2,7% 1,03 -32,3%

Brent/ICE 42,39 41,51 +2,1% 0,88 -32,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.730,01 1.723,00 +0,4% +7,01 +14,0%

Silber (Spot) 17,54 17,50 +0,2% +0,04 -1,7%

Platin (Spot) 810,20 808,20 +0,2% +2,00 -16,0%

Kupfer-Future 2,63 2,59 +1,5% +0,04 -6,6%

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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

June 19, 2020 06:51 ET (10:51 GMT)

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DatumRatingAnalyst
26.06.20 Wirecard Verkaufen Independent Research GmbH
25.06.20 Wirecard Verkaufen Norddeutsche Landesbank (Nord/LB)
22.06.20 Wirecard Verkaufen Independent Research GmbH
19.06.20 Wirecard Reduce Oddo BHF
18.06.20 Wirecard Verkaufen Independent Research GmbH