MÄRKTE EUROPA/Börsen nach Zollaufschub mit Erholungstag


Werte in diesem Artikel
Aktien

35.00 EUR -0.21 EUR -0.60 %

846.80 EUR 7.40 EUR 0.88 %

1,521.40 EUR 16.20 EUR 1.08 %

11.84 EUR -0.03 EUR -0.24 %

5.37 EUR 0.03 EUR 0.60 %

25.15 EUR 0.42 EUR 1.70 %

100.02 EUR 2.18 EUR 2.23 %

42.15 EUR 0.95 EUR 2.31 %

18.20 EUR 0.26 EUR 1.42 %

32.03 EUR 0.72 EUR 2.32 %

8.48 EUR -0.03 EUR -0.35 %

3,631.00 EUR 14.00 EUR 0.39 %

17.44 EUR -0.05 EUR -0.26 %

57.01 EUR 0.49 EUR 0.87 %

31.90 EUR -0.02 EUR -0.08 %

6.82 EUR 0.05 EUR 0.77 %

75.16 EUR 1.08 EUR 1.46 %

1.27 EUR 0.02 EUR 1.56 %

15.50 EUR 0.30 EUR 1.97 %

9.21 EUR 0.08 EUR 0.83 %

17.90 EUR 0.14 EUR 0.76 %

39.78 EUR 1.52 EUR 3.97 %

3.05 EUR 0.00 EUR 0.13 %

12.64 EUR 0.04 EUR 0.35 %

185.20 EUR 1.66 EUR 0.90 %

293.05 EUR 3.20 EUR 1.10 %

277.85 EUR 3.30 EUR 1.20 %

10.40 EUR 0.90 EUR 9.47 %

70.27 EUR -1.37 EUR -1.91 %

26.42 EUR -0.19 EUR -0.71 %

92.82 EUR 0.10 EUR 0.11 %

UBS
42.64 EUR -0.08 EUR -0.19 %

84.06 EUR 1.74 EUR 2.11 %

25.84 EUR 0.00 EUR 0.0 %

7.00 EUR 0.05 EUR 0.72 %

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich am Donnerstagnachmittag mit massiven Kursaufschlägen, nachdem US-Präsident Donald Trump am Vorabend bei den gerade erst in Kraft getretenen Strafzöllen einen Rückzieher gemacht hat - wohl auch mit Blick auf die Kursturbulenzen an den Kapitalmärkten. Trump kündigte eine 90-tägige Pause für die reziproken Zölle an. Diese sollen sich in diesem Zeitraum einheitlich auf den Basiszoll von 10 Prozent beschränken. Für Autos, Autoteile, Aluminium und Stahl gelten allerdings weiter Zölle von 25 Prozent. Importe aus China bleiben davon ausgenommen, Waren aus China werden damit insgesamt mit 125 Prozent belegt. Die EU hat derweil ihrerseits ebenfalls ihre geplanten Zölle auf US-Waren für 90 Tage ausgesetzt. Sorgen vor einer zollbedingten Rezession ebben damit an den Finanzmärkten vorerst ab.

Werbung

Der DAX gewinnt nach den teils dramatischen Einbußen der vergangenen Tag 4,9 Prozent auf 20.628 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 5,0 Prozent nach oben. Die leichter startende Wall Street kostet am Nachmittag ein paar Punkte. Der Euro zieht deutlich an auf etwa 1,1130 Dollar, auch weil in den USA die Verbraucherpreise auf Monatssicht leicht fielen.

Die Zölle träfen die US-Wirtschaft immer noch erheblich, sagt Pepperstone-Stratege Michael Brown. Die Kehrtwende verstärke zudem die Besorgnis über die Inkohärenz, mit der in den USA Politik gemacht werde. Am europäischen Anleihemarkt geht es für die Renditen nach oben, die deutsche Zehnjahresrendite steigt leicht auf 2,59 Prozent. Die Ölpreise fallen bereits wieder um gut 4 Prozent, nachdem sie am Vortag aber auch sehr stark zugelegt hatten.

Vor allem die teils erratischen Bewegungen bei den langen US-Anleihen mit phasenweise stark erhöhten Renditen könnten den Sinneswandel bei Trump ausgelöst haben, heißt es im Handel. Trump selbst spricht von wachsender Sorge um die Wirtschaft.

Werbung

Dass Trump und seine Mitstreiter versuchten, das ganze Hin und Her in der Handelspolitik als Teil einer durchdachten Verhandlungsstrategie zu verkaufen, erscheint den Marktstrategen der Commerzbank als sehr rosarot eingefärbte Sichtweise. Sie sehen sich aber immerhin in ihrer Einschätzung bestärkt, dass Trump erst einmal mit einer heftigen Maßnahme einsteigt, um Verhandlungspartner zu Konzessionen zu bewegen. Wenn diese dann angeboten würden, seien wieder Erleichterungen möglich.

Wie nachhaltig die Erholung an den Aktienmärkten ist, bleibt abzuwarten. Nicht nur ist wegen des Zoll-Chaos weiteres Vertrauen in die US-Politik verloren gegangen, auch droht der Handelskrieg mit China weiter zu eskalieren. Der Yuan fiel zwischenzeitlich auf den niedrigsten Stand zum Dollar seit 2007. US-Finanzminister Scott Bessent hatte China am Vortag erneut vor einer Abwertung des Yuan gewarnt. China will nun die Gespräche mit der Europäischen Union über verschiedene brisante Themen beschleunigen, weil Peking angesichts der Spannungen mit den USA engere Beziehungen zu anderen Handelspartnern aufbauen will.

Alles auf links gedreht

Die jüngsten großen Verlierer der US-Zollpolitik sind nun die größten Gewinner: Zyklische Aktien werden gekauft, defensive Titel hinken eher etwas hinterher. Bei den Branchen-Indizes ganz oben liegen die Banken mit einem Plus von 6,4 Prozent und die Technologiewerte, die im Schnitt um 6,7 Prozent zulegen.

Werbung

Unternehmensmeldungen spielen eine untergeordnete Rolle. Die vorläufigen Erstquartalszahlen von VW (+2,8%) sind deutlich unter den Erwartungen ausgefallen. Die Aktie wird nach Einschätzung von Bernstein von der breiten Rally mit nach oben gezogen. Die Analysten bleiben jedoch skeptisch, was die Selbsthilfemaßnahmen des Konzerns und die Wirksamkeit der getroffenen Vereinbarung zur Umstrukturierung der Marke VW angeht.

Nach Zahlen gewinnen Givaudan in Zürich 4,6 Prozent. Davy spricht mit Blick auf die Erstquartalszahlen von einem starken Jahresauftakt. Das bereinigte Umsatzwachstum habe mit 7,4 Prozent die Konsensschätzung von 6,2 Prozent klar geschlagen. Givaudan bekräftigte seine Ziele und erwartet, das obere Ende seines für die Jahres 2021 bis 2025 angepeilten Fünfjahreswachstumsziels von im Schnitt 4 bis 5 Prozent auf vergleichbarer Basis zu übertreffen. Der Kurs des deutschen Givaudan-Wettbewerbers Symrise legt um 3,4 Prozent zu.

Der Windturbinenhersteller Nordex hat im ersten Quartal im Anlagengeschäft einen Anstieg um 5 Prozent auf eine Gesamtleistung von 2,182 Gigawatt verbucht. Das liegt laut Jefferies 50 Prozent über der Konsenserwartung. Die Analysten sprechen von einer andauernden Preisdisziplin im Sektor. Nordex steigen um 6,2 Prozent.

===

Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.851,76 +5,0% 229,62 -5,6%

Stoxx-50 4.138,11 +4,3% 169,94 -7,9%

DAX 20.628,48 +4,9% 957,60 -1,2%

MDAX 25.843,70 +3,9% 977,70 -2,8%

TecDAX 3.335,09 +4,6% 147,30 -6,7%

SDAX 14.363,61 +3,8% 519,98 +1,0%

CAC 7.178,12 +4,6% 315,10 -7,0%

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mi, 17:25 % YTD

EUR/USD 1,1128 +1,6% 1,0953 1,1052 +5,8%

EUR/JPY 161,1190 -0,2% 161,4220 160,1955 -0,9%

EUR/CHF 0,9312 -0,7% 0,9381 0,9299 +0,4%

EUR/GBP 0,8609 +0,8% 0,8541 0,8651 +3,3%

USD/JPY 144,7880 -1,8% 147,3965 144,9480 -6,4%

GBP/USD 1,2925 +0,8% 1,2821 1,2775 +2,4%

USD/CNY 7,2120 -0,0% 7,2123 7,2458 +0,0%

USD/CNH 7,3194 -0,4% 7,3464 7,3788 +0,2%

AUS/USD 0,6187 +0,5% 0,6154 0,6008 -0,6%

Bitcoin/USD 80.832,25 -3,0% 83.323,10 77.289,50 -10,7%

ROHOEL zuletzt VT-Schluss +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 59,52 62,78 -5,2% -3,26 +1,6%

Brent/ICE 62,65 65,72 -4,7% -3,07 -13,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 3116,40 3082,96 +1,1% 33,44 +17,5%

Silber 27,50 28,38 -3,1% -0,88 +1,6%

Platin 843,56 859,38 -1,8% -15,82 -1,8%

Kupfer 4,34 4,19 +3,5% 0,15 +6,9%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/cln

(END) Dow Jones Newswires

April 10, 2025 10:03 ET (14:03 GMT)

Aktuelle Infineon Aktie News

Werbung

Infineon Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Infineon nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
21.09.26 Infineon Neutral UBS AG
14.09.26 Infineon Neutral UBS AG
09.09.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
08.09.26 Infineon Outperform Bernstein Research
07.09.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.