MÄRKTE EUROPA/Börsen treten auf der Stelle - Novartis brechen ein
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DOW JONES--Nach einem sehr ruhigen Verlauf hat der europäische Aktienmarkt am Dienstag kaum verändert geschlossen. Der DAX gewann 1 Punkt auf 26.008, der Euro-Stoxx-50 legte um 0,1 Prozent zu. Die Entwicklung des Ölpreises und der Renditen an den Anleihemärkten blieben die wichtigsten Themen an der Börse. Der Brent-Ölpreis stieg weiter auf 97,70 Dollar, nachdem Berichte über Angriffe der Huthi-Rebellen auf Infrastruktur-Anlagen von Saudi Aramco in Saudi-Arabien nahe der Grenze zum Jemen bekannt geworden waren.
Nach dem Scheitern der USA, den Iran militärisch zu besiegen, blockiere die Lage um die Straße um Hormus weiter den internationalen Öltransport und treibe die Preise, hieß es. Je länger die Ölpreise jedoch auf den Rekordniveaus verharren, desto stärker belasten ihre Kosten die Lieferketten und treiben die Inflation nach oben. An den Anleihemärkten ging es mit den Renditen leicht nach oben.
Erneut mit deutlichen Kursverlusten zeigten sich Novartis. Die Aktien brachen um 10,9 Prozent ein. Der Pharmakonzern hatte mit einem experimentellen Medikament gegen die neuromuskuläre Erkrankung myotone Dystrophie Typ 1 das primäre Ziel in einer Spätphasenstudie nicht erreicht. Das Medikament Del-Desiran sei eine von drei Therapien gewesen, die die Schweizer durch die 12 Milliarden US-Dollar schwere US-Übernahme von Avidity Biosciences in ihre Pipeline aufgenommen hatten. "Das ist schon der zweite Studienrückschlag in einer Woche", sagte ein Händler. Es stelle zudem die Sinnhaftigkeit der Übernahme von Avidity Biosciences in Frage. Sanofi, die ebenfalls in diesem Bereich forschen, gaben 1,3 Prozent nach.
Rüstungswerte waren dagegen gesucht. Von mehr als einer technischen Gegenbewegung konnte jedoch nicht die Rede sein. Das Börsen-Sentiment für den Sektor ist angeschlagen. Zwar investieren die Staaten weiterhin, es ist aber unklar, inwieweit klassische Waffensysteme angesichts der technologischen Veränderungen der Kriegsführung hiervon profitieren werden. Hinzu kamen weiterhin hohe Bewertungen im Sektor, auch nach der Korrektur. Rheinmetall gewannen 3 Prozent, Hensoldt 2,9 Prozent und Renk 3,7 Prozent.
Nach den deutlichen Aufschlägen zu Wochenbeginn legten Chipaktien indes den Rückwärtsgang ein. Damit setzte sich Europa von den weiterhin positiven Sektorvorgaben aus Asien negativ ab. Laut Berichten hatte Morgan Stanley die Infineon-Aktie (-3,9%) abgestuft und vor einem Hoch der DRAM-Nachfrage gewarnt. Allerdings erstreckte sich die Schwäche auch auf andere Titel aus dem Sektor. Suss verloren 2,4 Prozent und Aixtron 1,6 Prozent. In Resteuropa verloren STMicroelectronics 3,5 Prozent.
Kräftig aufwärts um 6,5 Prozent ging es bei Hornbach Holding. Die Baumarktkette hat am Vorabend gute Geschäftszahlen vorgelegt und die Prognose bestätigt. Wegen der hohen Inflation und den damit gesunkenen Budgets der Kunden sei das Beibehalten des Jahresausblicks zuvor nicht ganz sicher gewesen, kommentierte ein Händler.
Nach einer Kaufempfehlung durch die Citigroup gewannen Nordex 0,2 Prozent. Die Analysten empfahlen auch das Kion-Papier zum Kauf. Sich verbessernde Konjunkturdaten in Deutschland, unter anderem gestützt durch das Infrastrukturgesetz, deuteten auf eine Beschleunigung im Staplerbereich bis zum Jahr 2027 hin. Kion verteuerten sich um 7,5 Prozent.
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Index Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)
Euro-Stoxx-50 6.413 +0,1 +10,6
Stoxx-50 5.419 -0,3 +10,5
Stoxx-600 650 -0,1 +9,8
DAX 26.008 0,0 +6,2
FTSE-100 London 10.822 -0,1 +9,0
CAC-40 Paris 8.306 +0,1 +1,9
AEX Amsterdam 1.115 +0,1 +17,3
ATHEX-20 Athen 6.919 +0,2 +29,3
BEL-20 Brüssel 5.801 -0,1 +14,2
BUX Budapest 147.543 +1,0 +32,9
OMXH-25 Helsinki 6.495 +0,5 +13,9
OMXC-20 Kopenhagen 1.636 -0,7 +1,7
PSI 20 Lissabon 9.419 +0,7 +14,0
IBEX-35 Madrid 20.022 -0,1 +15,7
FTSE-MIB Mailand 52.230 -0,1 +16,2
OBX Oslo 2.014 +0,5 +26,1
PX Prag 2.818 -0,5 +4,9
OMXS-30 Stockholm 3.292 +0,6 +14,2
WIG-20 Warschau 156.698 +1,4 +31,9
ATX Wien 6.905 0,0 +29,7
SMI Zürich 14.279 -1,6 +7,6
* gerundet
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:11 Uhr
EUR/USD 1,1625 +0,0 0,0004 1,1621 1,1626
EUR/JPY 179,32 -0,0 -0,0600 179,38 179,4900
EUR/CHF 0,9406 -0,0 -0,0002 0,9408 0,9406
EUR/GBP 0,8585 +0,0 0,0003 0,8582 0,8585
USD/JPY 154,24 -0,1 -0,1100 154,35 154,3800
GBP/USD 1,3539 +0,0 0,0001 1,3538 1,3541
USD/CNY 6,7105 0,0 -0,0003 6,7108 6,7108
USD/CNH 6,707 -0,0 -0,0022 6,7092 6,7086
AUS/USD 0,7216 +0,0 0,0001 0,7215 0,7217
Bitcoin/USD 78.790,73 -0,6 -458,62 79.249,35 78.917,25
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 92,25 +0,8 0,77 91,48
Brent/ICE 97,48 +0,5 0,48 97,00
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.391,99 -0,3 -12,68 4.404,67
Silber 66,15 +0,0 0,01 66,14
Platin 1.832,93 +0,4 6,49 1.826,44
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mpt/flf
(END) Dow Jones Newswires
September 08, 2026 12:05 ET (16:05 GMT)
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