MÄRKTE EUROPA/DAX mit Erholungsbewegung - Gaspreisbremse kommt


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FRANKFURT (Dow Jones)--Nach dem deutlichen Rücksetzer am Freitag notieren die europäischen Aktienmärkte am Montagmittag uneinheitlich. Der DAX legt um 0,5 Prozent auf 12.336 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 handelt dagegen 0,2 Prozent tiefer bei 3.369 Punkten. Die Anleihen in Europa handeln stabil, während der Euro leicht tiefer bei knapp 0,97 Dollar notiert.

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Der am Freitagnachmittag gesehene Abverkauf in Folge des US-Arbeitsmarktberichts bietet zum Wochenstart die Option, billiger in den Markt zu kommen. Bereits die Anleihen wie auch der Devisenmarkt hatten auf die Daten nicht so risikoavers reagiert wie der Aktienmarkt. Vielmehr deutet sich an, dass der US-Wirtschaft eine sanfte Landung gelingen könne, eine Rezession damit vermieden werde.

Die Marktstrategen von Julius Bär gehen davon aus, dass sich in den kommenden Monaten in den USA der Lohndruck weiter zurückbildet und sich die Konjunkturdaten eintrübten. Dies sollte ausreichen, um die Fed zu einem Umdenken zu bewegen und in Folge zu weniger drastischen Zinserhöhungen zu veranlassen.

Auf die Stimmung drücken derweil schwache Konjunkturdaten aus China, dort ist der Caixin-Einkaufsmanagerindex für den Servicebereich im September stark gefallen und unter die Marke von 50 gerutscht, die Expansion von Rezession trennt.

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"Bundesregierung verteilt erneut Subventionen mit der Gießkanne"

Das vorgeschlagene Modell der Gaspreisbremse in Deutschland ist für Michael Holstein, Chefvolkswirt der DZ Bank, aus ökonomischer Sicht keine optimale Lösung. Insbesondere die Einmalzahlung an alle Haushalte und Unternehmen funktioniere erneut nach dem Prinzip Gießkanne. Eine gute Lösung wäre es, wenn die individuellen Voraussetzungen der Gasverbraucher berücksichtigt würden. Bei Haushalten wäre das zum Beispiel die individuelle Einkommenssituation. Das sei aber offensichtlich nicht umsetzbar. Immerhin gebe es nun eine Lösung, die Einsparanreize setze, insbesondere da im zweiten Schritt der Verbrauch oberhalb des Grundkontingents nicht mehr staatlich gefördert werde.

FMC von Abstufung belastet

Unternehmensseitig ist es zum Start in die Woche sehr ruhig. Vantage Towers gewinnen 3,1 Prozent. Einem Bericht zufolge sollen American Tower und die spanische Cellnex (+2,2%) laut Kreisen über eine Beteiligung an Vodafones (+1,3%) Funkturmtochter nachdenken, also einen Einstieg in das Bieterverfahren erwägen.

Im DAX verlieren Fresenius Medical Care (FMC) 1,7 Prozent nach einer Abstufung auf "Hold" von "Buy" durch Jefferies. Für die Mutter Fresenius (-1,6%) haben die Analysten das Kursziel gesenkt, hier lautet die Einstufung weiter "Hold". Aber auch Automobilwerte stehen unter Druck, nachdem sich die Analysten der UBS mit dem Szenario einer Rezession und entsprechenden Folgen für die Autoindustrie in Westeuropa und Nordamerika befasst. Folge sind gesenkte Einstufungen und teils drastisch niedrigere Kursziele.

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Renault könnte Beteiligung an Nissan herunterfahren

Die Gespräche zwischen Renault (+3,6%) und Nissan über die 6,1 Milliarden Euro schwere Beteiligung der Franzosen an dem japanischen Autohersteller könnten die Kapitalallokation von Renault verbessern, so die Analysten von Jefferies. Laut dem Wall Street Journal drängt Nissan Renault dazu, die 43-prozentige Beteiligung an der gemeinsamen Allianz zu reduzieren. Diese schränke die strategische Freiheit ein, und eine Neugewichtung sei sinnvoll, um das Kapital mit dem Umfang der Zusammenarbeit in Einklang zu bringen, so Jefferies, denn die Strategie von Nissan und Renault bei Produktmix und Endmärkten divergiere. Sollte Renault überschüssiges Kapital, das bei Nissan gebunden sei, freisetzen, wäre dies positiv für eine bessere Kapitalallokation - sei es für die Aktionäre oder für Investitionen in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen.

Warten auf Preisdaten aus den USA

Frische Impulse für den Markt könnte die Berichtssaison in den USA liefern. Dort legen im Wochenverlauf unter anderem die Großbanken ihre Zahlen auf den Tisch. Daneben werden am Donnerstag von neuen US-Verbraucherpreisdaten weitere Aufschlüsse über die nächsten Schritte der US-Notenbank erhofft. Die Gesamtteuerungsrate ist seit dem Hoch im Juni 9,1 Prozent zwar gesunken, was für die Marktstrategen der Helaba unter anderem auf nachgebende Benzinpreise zurückzuführen ist. Die Kernteuerung enttäuschte zuletzt aber mit einem Anstieg auf 6,3 Prozent, woraufhin Marktteilnehmer ihre Zinserwartungen nach oben anpassten. Der Preisauftrieb sei breit angelegt und im September zeichne sich ein weiterer Anstieg der Jahresteuerungsrate abseits der Energie- und Nahrungsmittelpreise ab.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.369,46 -0,2% -6,00 -21,6%

Stoxx-50 3.364,46 -0,4% -14,02 -11,9%

DAX 12.336,43 +0,5% 63,43 -22,3%

MDAX 22.775,78 +1,1% 244,82 -35,2%

TecDAX 2.727,37 -0,1% -3,02 -30,4%

SDAX 10.545,39 +0,2% 17,82 -35,8%

FTSE 6.970,64 -0,3% -20,45 -5,3%

CAC 5.846,98 -0,3% -19,96 -18,3%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 2,20 +0,01 +2,38

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:37 Fr, 18:24 % YTD

EUR/USD 0,9693 -0,4% 0,9724 0,9768 -14,8%

EUR/JPY 141,06 -0,4% 141,34 141,85 +7,8%

EUR/CHF 0,9686 +0,1% 0,9671 1,0072 -6,6%

EUR/GBP 0,8776 -0,0% 0,8780 0,8788 +4,5%

USD/JPY 145,52 +0,1% 145,35 145,22 +26,4%

GBP/USD 1,1046 -0,4% 1,1075 1,1114 -18,4%

USD/CNH (Offshore) 7,1537 +0,4% 7,1232 7,1244 +12,6%

Bitcoin

BTC/USD 19.285,72 -1,0% 19.401,18 19.434,16 -58,3%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 92,24 92,64 -0,4% -0,40 +31,1%

Brent/ICE 97,38 97,92 -0,6% -0,54 +32,4%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 160,00 156,21 +2,4% +3,79 +141,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.678,48 1.694,70 -1,0% -16,22 -8,3%

Silber (Spot) 19,79 20,13 -1,7% -0,34 -15,1%

Platin (Spot) 907,85 918,68 -1,2% -10,83 -6,5%

Kupfer-Future 3,45 3,40 +1,4% +0,05 -22,0%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

(END) Dow Jones Newswires

October 10, 2022 07:14 ET (11:14 GMT)

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02.06.26 Fresenius SECo Overweight JP Morgan Chase & Co.
02.06.26 Fresenius SECo Overweight JP Morgan Chase & Co.
11.05.26 Fresenius SECo Kaufen DZ BANK