MÄRKTE EUROPA/Leichter - "KI-Aktien" sehr schwach - Roche mit Studienerfolg fest


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DOW JONES--Leichter zeigen sich Europas Börsen am Montagvormittag. Der DAX verliert 0,5 Prozent auf 25.446 Punkte, der Euro-Stoxx-50 fällt um 0,7 Prozent auf 6.283 Zähler. Der Datenkalender am Montag ist leer, der Markt dürfte sich daher auf Öl und Renditen als Thema konzentrieren.

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Der Ölpreis steigt wieder deutlich, nachdem er sich am Freitag zwischenzeitlich etwas beruhigt hatte. Aktuell kostet Brent rund 107,50 Dollar, knapp 3 Prozent mehr als am Freitag. Das könnte die globale Inflation weiter beschleunigen, so die Sorge an den Finanzmärkten. Erst am Freitag war aus den USA ein Anstieg von 3,4 Prozent für die Verbraucherpreise gemeldet worden, weit über dem Ziel der US-Notenbank. Am Anleihemarkt stiegen darauf die Renditen, bei 10-jährigen US-Anleihen auf 4,97 Prozent, knapp unter die 5-Prozent-Marke. In Europa verharrt die deutsche Zehnjahresrendite bei 3,52 Prozent. Das ist das höchste Niveau seit 2009.

In den USA stieg der Diesel-Preis zum ersten Mal in der Geschichte auf über 6 Dollar je Gallone. In dem stark von Lkw-Transporten abhängigen Land verteuern sich damit sämtliche Güterpreise. Dies wird als Indiz für eine anhaltende Inflation gesehen. Die US-Preisdaten vom Freitag zeigten in der Kernrate einen Anstieg um 0,3 Prozent zum Vormonat, einen Tick mehr als mit 0,2 Prozent erwartet. Das "signalisiert anhaltenden Preisdruck sowie mögliche Zweitrundeneffekte", sagt Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank.

Für die US-Notenbanksitzung am Mittwoch preisen die Märkte seit Freitagnachmittag eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 87 Prozent ein. "An diesem Punkt bleibt der Fed keine andere Wahl, als zu handeln", sagt Loren Moran, Fixed-Income-Portfoliomanagerin bei Wellington Management.

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Volkswirt Christian Scherrmann vom Vermögensverwalter DWS erwartet einen positiven Effekt für die Börsen durch eine US-Zinserhöhung: "Dieser entschlossene Schritt würde sich wahrscheinlich positiv auf die Glaubwürdigkeit und das Management der Inflationserwartungen auswirken", sagt er.

Stark unter Druck stehen Aktien mit KI-Fantasie. Mit einem steigenden Zinsniveau werden die Bewertungen in dem Sektor zunehmend kritisch gesehen bzw. schwerer zu rechtfertigen. "Zweifel an ihren gefüllten Auftragsbüchern gibt es nicht, aber die extrem hohen Bewertungen werden auf ihre Stichhaltigkeit überprüft", sagt ein Händler. Dazu kommt, dass sich die KI-Stimmung eingetrübt hat, nachdem sich Anthropic-Chef Dario Amodei dafür ausgesprochen hat, die Weiterentwicklung von KI-Modellen langsamer anzugehen, damit die Entwicklung von Mechanismen zur Risikoprävention damit Schritt halten könne. Andere Branchengrößen wie OpenAI-CEO Sam Altman und Tesla-CEO Elon Musk stimmten Amodei zu. OpenAI verschob wegen Sicherheitsbedenken sogar seinen Börsengang.

Unter den KI-Infrastrukturausrüstern geht es für Schneider Electric um 4,5 und Siemens Energy um 5,9 Prozent abwärts. Im Chipsektor sacken Infineon, ASML, Aixtron oder BE Semiconductor um bis zu 8 Prozent südwärts.

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Kursgewinne verzeichnen angesichts der zunehmenden Bedenken um KI-Sicherheit dagegen Aktien von Softwareunternehmen und solchen Unternehmen, die seit geraumer Zeit unter Sorgen vor disruptiven KI-Anwendungen leiden. SAP gewinnen 2,4 Prozent, Scout24 2,1, Nemetschek 2,4, Dassault Systemes 2,8 oder Sage in London 3,6 Prozent.

In Zürich steigen Roche um 3,3 Prozent nach einer positiven Studie zu einem Lungenkrebs-Mittel. Novartis erholen sich im Sog um 2,2 Prozent. Der Wettbewerber GSK hat mit seinem Medikament Jideytro in einer klinischen Studie Vorteile für Patienten mit einer bestimmten Form von Lungenkrebs nachgewiesen. GSK gewinnen 3,1 Prozent, Selbst Astrazeneca legen um 2,0 Prozent zu, obwohl die Briten einen Rückschlag bei einer Brustkrebs-Pille in einer klinischen Spätphasenstudie verzeichneten.

Index zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 6.282,98 -0,7 -42,15 6.325,13 8,5

Stoxx-50 5.328,46 -0,1 -4,13 5.332,59 8,3

DAX 25.441,15 -0,5 -127,41 25.568,56 3,9

MDAX 31.371,34 -0,9 -292,45 27.039,42 2,5

TecDAX 3.962,50 -0,5 -17,98 3.091,28 9,4

SDAX 18.276,00 -0,4 -70,58 13.062,07 6,4

FTSE 10.701,96 +0,5 51,52 10.650,44 7,8

CAC 8.136,11 -0,5 -43,66 8.179,77 -0,2

SMI 13.884,50 +0,8 109,23 13.775,27 4,6

ATX 6.838,84 -0,7 -46,39 6.885,23 28,4

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:39

EUR/USD 1,1551 -0,4 -0,0047 1,1598 1,1601

EUR/JPY 178,3 +0,2 0,2700 178,03 178,2700

EUR/CHF 0,9456 -0,1 -0,0011 0,9467 0,9462

EUR/GBP 0,856 -0,1 -0,0010 0,857 0,8578

USD/JPY 154,35 +0,5 0,8100 153,54 153,6700

GBP/USD 1,3493 -0,2 -0,0025 1,3518 1,3520

USD/CNY 6,7069 -0,0 -0,0011 6,7080 6,7080

USD/CNH 6,7075 +0,0 0,0004 6,7073 6,7082

AUS/USD 0,7138 -0,4 -0,0030 0,7168 0,7175

Bitcoin/USD 77.814,67 +0,6 488,14 77.326,53 77.639,39

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 103,43 +3,4 3,38 100,05

Brent/ICE 107,62 +2,9 3,01 104,61

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.317,18 -0,7 -30,14 4.347,32

Silber 63,52 -1,5 -0,94 64,46

Platin 1.786,33 -0,5 -9,62 1.795,95

(Angaben ohne Gewähr)

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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September 14, 2026 04:05 ET (08:05 GMT)

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14.09.26 Infineon Neutral UBS AG
09.09.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
08.09.26 Infineon Outperform Bernstein Research
07.09.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG

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