MÄRKTE EUROPA/Marktbreite Erholung - "Lage besser als Stimmung"


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22.12 EUR -0.48 EUR -2.12 %

Indizes

25,408.64 EUR 142.11 EUR 0.56 %

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Börsen geht es am Dienstagmittag weiter aufwärts. Der DAX gewinnt 1,0 Prozent auf 13.400 Punkte, und der Euro-Stoxx-50 zieht um 1,1 Prozent auf 3.509 Punkte an. "Die Lage in den Unternehmen ist nicht so schlecht wie die Stimmung", sagt Jochen Stanzl von CMC Markets. Die Zahl der Gewinnwarnungen sei niedrig. Offensichtlich seien die Unternehmen in der Lage, die gestiegenen Preise an die Kunden weiterzureichen. Zusammen mit der überverkauften Lage entstehe nun die Chance für eine Erholungsrally. Die viel diskutierten negativen Nachrichten von der Inflation über den Krieg in der Ukraine bis hin zur zügigen geldpolitischen Wende seien bekannt und rissen niemanden mehr vom Hocker.

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Dagegen warnt Salah Eddine Bouhmidi von IG Markets, die Anleger sollten auf der Hut sein. "Die Erholung könnte bereits an der 13.500er Marke scheitern", sagt er und ergänzt: "Um der galoppierenden Inflation Herr zu werden, bleibt nichts anderes übrig als die Zinsen schneller als gedacht anzuheben. Hoffnung bietet aktuell nur der Glaube, dass die EZB einen Mittelweg finden wird."

Bis auf die Indizes der Versorger und der Telekom-Titel liegen alle großen Stoxx-Branchenindizes mehr oder weniger stark im Plus. Der Index der rohstoffnahen Basic Resources erholt sich um 2,3 Prozent. Die Indizes der Autohersteller, der Chemieunternehmen, der Baukonzerne, der Medientitel und der Energie-Aktien erholen sich um deutlich mehr als 1,5 Prozent.

Im DAX gewinnen Sartorius 3,4 Prozent, Covestro 2,9 Prozent und Siemens Healthineers 2,4 Prozent. Dagegen fallen Zalando um 3,1 Prozent und Hellofresh um 0,8 Prozent.

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Im MDAX steigen Fuchs Petrolub um 2,1 Prozent, der Schmierstoffhersteller will bis zu 200 Millionen Euro für Aktienrückkäufe ausgeben, die sich allerdings bis Ende März 2024 erstrecken sollen. Commerzbank ziehen um weitere 4 Prozent an, und K+S können sich nach den jüngsten Verlusten um 6 Prozent erholen. Im SDAX geben Flatexdegiro 4,9 Prozent ab: Der Broker hat seine Jahresprognose für 2022 quantifiziert, einige Kennzahlen liegen unter Erwartung.

Leonardo nach Deal in den USA sehr fest

Kräftig nach oben geht es mit einem Plus von 6,4 Prozent für die Aktien von Leonardo in Mailand. Das italienische Rüstungsunternehmen hat die Fusion seines US-Geschäfts Leonardo DRS mit der israelischen Rada Electronic Industries bekanntgegeben. "Kurstreibend wirkt vor allem, dass ein Listing der neuen Firma geplant ist", kommentiert ein Händler. Angesichts der weltweiten Aufrüstung dürfte dies gute Aktienbewertungen erzielen.

In Paris setzen die Aktien des österreichisch-französischen Pharmaherstellers Valneva ihre Kursrally fort. Die Aktien hatten schon am Vortag um fast 30 Prozent haussiert und springen nun weitere 17 Prozent nach oben. Auslöser war die Meldung, dass Pfizer sich mit 8,1 Prozent an Valneva beteiligt. Kurstreiber ist nun die Spekulation, Pfizer könnte Valneva komplett übernehmen.

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Nordex-Zahlen bereiten keine Freude

Keine Freude machen im Handel die Zahlen von Nordex (-5,9%) zum ersten Quartal. "Die Marge liegt nochmal deutlich unter der Gewinnwarnung vom Mai", sagt ein Händler. Nordex hatte da die EBITDA-Margenerwartung auf bis zu minus 4 Prozent für das Gesamtjahr gesenkt, nun wurden minus 5,6 Prozent im Quartal vorgelegt. Das dürfte die Zielerreichung für das Gesamtjahr nun erschweren. Dazu sei die Nettoliquidität deutlich gefallen auf rund 315 nach 424 Millionen Euro im Vorquartal. "Das Risiko einer baldigen Kapitalerhöhung dürfte damit weiter steigen", so der Händler zu dem Windkraftanlagenbauer, der am Montag aus dem TecDAX und dem SDAX geflogen ist.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.507,56 +1,1% 37,73 -18,4%

Stoxx-50 3.428,35 +0,9% 29,26 -10,2%

DAX 13.395,36 +1,0% 129,76 -15,7%

MDAX 27.774,22 +1,1% 291,01 -20,9%

TecDAX 2.863,93 +1,0% 28,74 -26,9%

SDAX 12.556,53 +1,2% 152,56 -23,5%

FTSE 7.174,77 +0,7% 52,96 -3,6%

CAC 6.005,53 +1,4% 85,44 -16,0%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 1,77 +0,02 +1,95

US-Zehnjahresrendite 3,28 +0,04 +1,77

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 7:40 Uhr Mo, 17:14 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0561 +0,5% 1,0516 1,0529 -7,1%

EUR/JPY 143,04 +0,7% 141,98 142,16 +9,3%

EUR/CHF 1,0195 +0,3% 1,0173 1,0181 -1,7%

EUR/GBP 0,8589 +0,1% 0,8578 0,8595 +2,2%

USD/JPY 135,44 +0,2% 135,02 135,02 +17,7%

GBP/USD 1,2296 +0,4% 1,2258 1,2251 -9,1%

USD/CNH (Offshore) 6,6948 +0,1% 6,6897 6,6893 +5,4%

Bitcoin

BTC/USD 21.265,82 +4,3% 20.924,64 20.706,92 -54,0%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 112,08 109,56 +2,3% 2,52 +54,0%

Brent/ICE 115,76 114,13 +1,4% 1,63 +53,5%

GAS VT-Schluss +/- EUR

Dutch TTF 124,00 122,70 +2,8% 3,37 +51,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.834,91 1.838,80 -0,2% -3,90 +0,3%

Silber (Spot) 21,70 21,61 +0,4% +0,09 -6,9%

Platin (Spot) 943,40 935,50 +0,8% +7,90 -2,8%

Kupfer-Future 4,03 4,01 +0,5% +0,02 -9,2%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/err

(END) Dow Jones Newswires

June 21, 2022 06:58 ET (10:58 GMT)

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07.08.26 Commerzbank Neutral JP Morgan Chase & Co.
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06.08.26 Commerzbank Neutral JP Morgan Chase & Co.

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