MÄRKTE EUROPA/Schwach - Zykliker und Banken stark unter Druck
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Von Herbert Rude
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Verluste an den europäischen Aktienmärkte weiten sich am Donnerstagmittag aus. Der DAX bricht um 1,7 Prozent ein auf 15.421 Punkte. Der Euro-Stoxx50 gibt um 2,3 Prozent auf 3.986 Punkte nach. Dabei ziehen sich die Verluste quer durch alle Branchen. Angeführt werden die Verlierer von den konjuktursensiblen Autotiteln und rohstoffnahen Aktien wie den Stahlwerten mit Abschlägen ihrer Stoxx-Branchenindizes zwischen 2,5 und 3 Prozent. Grund sind schwache Branchendaten aus China. Nachdem zuletzt mehrere Konjunkturindikatoren negativ überraschten, haben nun auch die Zahlen zum chinesischen Autoabsatz im Juni enttäuscht. Und Morgan Stanley erwartet, dass sich nun auch die Stahl-Konjuktur in China abkühlt, was wiederum auf den Eisenerzpreis drücken dürfte.
In diesem Umfeld kommen die Renditen der Langläufer weiter zurück. Darunter leiden die Aktien der Banken, ihr Stoxx-Branchenindex fällt um 2,9 Prozent.
Am Mittag gibt die Europäische Zentralbank (EZB) das Ergebnis ihrer Strategieüberprüfung bekannt. Wie es heißt, wird die EZB ein Inflationsziel von 2 Prozent ausrufen und ein Überschreiten dieses Zielwerts tolerieren. Das würde dann die extrem lockere Geldpolitik weiter rechtfertigen, trotz der zuletzt vergleichsweise hohen Inflationsraten. Damit wird die Überschussliqudität weiter wachsen, aktuell kratzt sie an der Marke von 4,3 Billionen Euro.
Im DAX fallen VW um 3,1 Prozent, zusätzlich gedrückt von einer Kartellstrafe wegen illegaler Preisabsprachen. Daimler geben mit einem von 3,2 Prozent ähnlich stark nach, obwohl sie als "Whistleblower" ohne Bußgeld davon gekommen sind. Infineon fallen um 4,7 Prozent und Deutsche Bank um 2,9 Prozent. Gut behaupten können sich Vonovia, Deutsche Wohnen und Merck KGaA, knapp behaupten können sich Deutsche Telekom.
Knorr-Bremse bügeln "Hella-Delle" aus
Der schnelle Strategieschwenk von Knorr-Bremse, die den Scheinwerferspezialisten Hella nun doch nicht übernehmen will, kommt etwas überraschend. Möglicherweise hat sich das Knorr-Management die Kursentwicklung an der Börse angeschaut, denn für die Aktie ging es mit der Ankündigung erst einmal nach unten. Zu wenige Synergien wurden bemängelt, auch der Kaufpreis wäre ein ganz schöner Brocken gewesen. Mit dem Rückzieher setzt Erleichterung bei Knorr-Bremse ein, der Kurs der Aktie sollte die "Hella-Delle" schnell wieder ausbügeln. Für Knorr-Bremse geht es um 6,4 Prozent nach oben, Hella geben um 2,6 Prozent nach.
Teamviewer enttäuscht - Kurs stürzt ab
Einen regelrechten Kurssturz gibt es in der Aktie von Teamviewer: Sie bricht um knapp 16 Prozent ein. Nachdem das Unternehmen kürzlich mit den hohen Ausgaben zum Sport-Sponsoring einige Aktionäre negativ überrascht hatte, läuft das Geschäft nun nicht so rund wie erhofft. Der Softwarekonzern ist nach einem unter den Erwartungen liegendem Billings-Wachstum im zweiten Quartal 2021 etwas zurückhaltender mit Blick auf die Billings- und Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr geworden.
Auch Fielmann können sich mit einem Minus von 0,8 Prozent der negativen Stimmung am Markt nicht ganz entziehen, trotz überzeugender vorläufiger Eckdaten. Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr den Umsatz gesteigert und den Gewinn vor Steuern mehr als verdoppelt. Dabei machte sich laut Mitteilung die "sichtbare Erholung" im Zusammenhang mit coronabedingten Einschränkungen positiv bemerkbar. Die vorläufigen Ergebnisse liegen leicht über den Erwartungen von Baader Helvea. Fielmann sei ein grundsolides Unternehmen, das immer übermäßig konservative Prognosen abgebe.
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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.985,90 -2,3% -92,63 +12,2%
Stoxx-50 3.484,69 -1,8% -63,57 +12,1%
DAX 15.421,30 -1,7% -271,41 +12,4%
MDAX 34.311,59 -1,4% -487,58 +11,4%
TecDAX 3.572,54 -2,0% -71,26 +11,2%
SDAX 15.938,85 -2,0% -323,94 +8,0%
FTSE 7.013,49 -1,9% -137,53 +10,7%
CAC 6.380,32 -2,3% -147,40 +14,9%
Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,35 -0,05 -0,59
US-Zehnjahresrendite 1,25 -0,07 -1,43
DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:10 Uhr Mi, 17:06 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1831 +0,3% 1,1801 1,1798 -3,1%
EUR/JPY 129,96 -0,4% 130,21 130,58 +3,1%
EUR/CHF 1,0854 -0,6% 1,0916 1,0919 +0,4%
EUR/GBP 0,8599 +0,6% 0,8561 0,8560 -3,7%
USD/JPY 109,85 -0,7% 110,32 110,69 +6,4%
GBP/USD 1,3760 -0,3% 1,3788 1,3784 +0,7%
USD/CNH (Offshore) 6,4987 +0,4% 6,4804 6,4739 -0,1%
Bitcoin
BTC/USD 32.652,01 -4,6% 33.380,76 34.685,75 +12,4%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 71,37 72,20 -1,1% -0,83 +47,6%
Brent/ICE 72,73 73,43 -1,0% -0,70 +42,3%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.812,28 1.803,68 +0,5% +8,61 -4,5%
Silber (Spot) 26,06 26,13 -0,2% -0,06 -1,2%
Platin (Spot) 1.072,50 1.089,45 -1,6% -16,95 +0,2%
Kupfer-Future 4,24 4,33 -2,1% -0,09 +20,2%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/hru/ros
(END) Dow Jones Newswires
July 08, 2021 06:52 ET (10:52 GMT)
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 03.07.26 | Infineon Buy | Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) | |
| 02.07.26 | Infineon Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 02.07.26 | Infineon Neutral | UBS AG | |
| 02.07.26 | Infineon Buy | Deutsche Bank AG | |
| 29.06.26 | Infineon Outperform | Bernstein Research |
