MÄRKTE EUROPA/Sehr fest - Hoffen auf Ukraine-Verhandlungen


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Indizes

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FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr fest sind Europas Börsen am Dienstag in den Handel gestartet. Gute internationale Vorgaben, Hoffnungen auf die Ukraine-Verhandlungen, sowie der Rutsch der Ölpreise von rund 7 Prozent am Vortag sorgen für gute Laune. Der DAX springt um 1,6 Prozent auf 14.643 Punkte, der Euro-Stoxx-50 um 1,8 Prozent auf 3.957 Punkte. Gesucht sind vor allem konjunkturnahe Branchen wie Auto und Chemie.

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Im Blick stehen die anstehenden Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland in der Türkei. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bereitschaft signalisiert, die Frage der Neutralität seines Landes zu prüfen. Russland beharrt derweil offenbar nicht länger auf einem Regierungswechsel in der Ukraine.

Ukraine-Verhandlungen im Fokus

Zu den zentralen Themen gehören nach Angaben von Selenskyj "Sicherheitsgarantien und die Neutralität" sowie der Status der Ukraine als "atomwaffenfreier Staat". Erste Verhandlungen auf Ministerebene am 10. März im türkischen Antalya hatten keine konkreten Fortschritte im Bemühen um eine Waffenruhe gebracht. Seitdem wurden die Gespräche per Videokonferenz fortgesetzt. Beide Konfliktparteien bezeichneten sie zuletzt als schwierig.

Nach Ukraine kommen Fed und Schuldenkrise

Sollte es zu einer Verhandlungslösung in der Ukraine kommen, dürften sich die Märkte schnell wieder anderen Themen zuwenden. "Wenn man sich die Aktienmärkte ansieht, sieht man, dass sie eine Lösung des Konflikts einpreisen", sagt Jack McIntyre von Brandywine Global Investment Management: "Wenn Ukraine-Russland ein kleineres Problem wird, wird der Fokus sich auf die Fed und den Liquiditätsentzug richten".

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Zudem rückt die Staatsverschuldung in den Blick: So warnt Marcello Estevao, Direktor der Weltbank für Makroökonomie, dass bereits vor dem russischen Einmarsch durch die Pandemie die Verschuldung der Schwellenländer auf ein 50-Jahres-Hoch gesprungen war, dies entspreche mehr als dem 2,5-fachen ihrer Einnahmen. Bis zu einem Dutzend Schwellenländer seien dadurch von der Zahlungsunfähigkeit bedroht, die Rohstoffpreise kämen nun als Belastung hinzu.

So erwartet die Rating-Agentur S&P eine schwere Rezession für Russland mit einem BIP-Minus von 8,5 Prozent dieses Jahr. Jedoch strahle dies auch auf Polen und die Türkei aus, die 1 Prozentpunkt Wachstum verlieren könnten.

Eindeckung bei Lieferdiensten - Hellofresh gesucht

Für starke Bewegungen sorgen Analysten mit ihren Umstufungen: Kräftig nach oben geht es bei Europas Lieferdiensten. Hier hat sich Exane BNP positiv geäussert und die Aktien hochgestuft, Hellofresh sogar auf "Outperform". Dies führt zu deutlichen Eindeckungen von Leerverkäufen. Hellofresh und Delivery Hero steigen um 4,6 und 7,1 Prozent, Justeat Takeaway um 3,2 Prozent.

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Umgekehrt leiden Europa Container-Reedereien unter negativen Kommentaren der Deutschen Bank. So fallen Kühne & Nagel und Moeller-Maersk um bis zu 2,5 Prozent und Hapag-Lloyd sogar um 4,7 Prozent. Ihnen hat die Bank die Kaufempfehlung entzogen.

Auf Unternehmensseite stehen zahlreiche Ausblicke von Nebenwerten im Rahmen ihrer Bilanzzahlen für das Jahr 2021 im Fokus. So steigen Pfeiffer Vacuum um 7,4 Prozent und Nordex um 7,1 Prozent. Auch bei Cancom und GFT geht es bis zu fast 4 Prozent nach oben.

Bei Pfeiffer Vacuum gefällt besonders der Margenausblick: Sie wird bei rund 14 Prozent erwartet, der Umsatz sollte um 5 Prozent zulegen.

Bei Nordex sorgt für Erleichterung, dass der Ausblick im Rahmen der Erwartungen ausfiel und keine neuen Negativüberraschungen enthielt. Bei Wacker Chemie wird auf einen guten Kapitalmarkt gesetzt, hier geht es 2,8 Prozent nach oben.

Bei Aroundtown kommt der Ausblick nicht so gut an, die Aktien zeigen sich 0,5 Prozent leichter. Die Gewinnerwartung für 2022 liege unter einigen Analystenschätzungen, heißt es.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.957,39 +1,8% 70,29 -7,9%

Stoxx-50 3.739,14 +1,1% 40,22 -2,1%

DAX 14.642,55 +1,6% 225,18 -7,8%

MDAX 31.662,74 +1,4% 426,40 -9,9%

TecDAX 3.333,01 +1,9% 61,39 -15,0%

SDAX 14.606,04 +1,7% 241,11 -11,0%

CAC 6.710,22 +1,8% 121,11 -6,2%

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:04 Uhr Mo, 17:25 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1007 +0,2% 1,0987 1,0975 -3,2%

EUR/JPY 136,02 -0,1% 135,73 135,45 +3,9%

EUR/CHF 1,0290 +0,2% 1,0260 1,0257 -0,8%

EUR/GBP 0,8400 +0,1% 0,8387 0,8384 -0,0%

USD/JPY 123,60 -0,2% 123,51 123,41 +7,4%

GBP/USD 1,3103 +0,1% 1,3093 1,3092 -3,2%

USD/CNH (Offshore) 6,3836 -0,0% 6,3829 6,3860 +0,5%

Bitcoin

BTC/USD 47.424,34 -0,5% 47.556,34 47.825,14 +2,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

Brent/ICE 112,46 112,48 -0,0% -0,02 +45,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.920,08 1.922,88 -0,1% -2,80 +5,0%

Silber (Spot) 24,82 24,83 -0,0% -0,01 +6,5%

Platin (Spot) 987,12 987,52 -0,0% -0,40 +1,7%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/ros

(END) Dow Jones Newswires

March 29, 2022 03:57 ET (07:57 GMT)

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