MÄRKTE EUROPA/Uneinheitlich - Ölpreis-Rpückgang stützt - Schwacher Tech-Sektor
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DOW JONES--Uneinheitlich haben die europäischen Aktienmärkte zu Wochenbeginn den Handel beendet. Während es für den DAX um 1,0 Prozent auf 24.361 Punkte nach oben ging, gab der Euro-Stoxx-50 seine zwischenzeitlichen Gewinne wieder vollständig ab und schloss kaum verändert bei 6.282 Punkten. Hier bremsten schwache Energie- und Technologiewerte.
Gestützt wurde die Stimmung durch eine Pause im USA-Iran-Konflikt. Dies ließ die Ölpreise kräftig zurückfallen. Für die Sorte Brent ging es von rund 100 Dollar in der Vorwoche knapp unter die Marke von 90 Dollar zurück. Die Märkte reagierten daraufhin mit einem Anstieg der Risikobereitschaft.
Als Folge der Öl-Entspannung handelten auch die Anleihen freundlich, die Renditen kamen damit unter Druck. Aktien der Fluglinien legten europaweit zu, bei Lufthansa ging es um 1,9 Prozent nach oben, Air-France-KLM stiegen um 1,3 Prozent. Umgekehrt fielen die Titel der Ölkonzerne, Energieaktien und Versorger. Bei BP und Eni ging es um bis zu 2,6 Prozent nach unten. Der europäische Energie-Sektor verlor 2,1 Prozent, der Öl-Sektor büßte 2 Prozent ein
Daneben stellten sich Anleger auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank zur Wochenmitte ein, und wichtigen Ergebnissen von US-Technologie-Konzernen wie Apple, Microsoft, Amazon und Meta. Hier liegt der Marktfokus fast ausschließlich auf ihren Investitionen in Daten-Center für den KI-Bereich.
Die ersten Ergebnisse der europäischen Berichtssaison wertete Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, als insgesamt positiv. Nachdem rund ein Drittel der Marktkapitalisierung des Stoxx-600 Zahlen vorgelegt hatte, zeichnete sich ein Gewinnwachstum von mehr als 17 Prozent ab - gut 2 Prozentpunkte über den Erwartungen zu Beginn der Saison.
SAP-Rally geht weiter - KI-Titel brechen ein
Bei SAP ging die Rally der Vorwoche mit einem Plus von 7,9 Prozent weiter. Der Softwarekonzern hatte die Anleger mit starken Umsatzzahlen und der Widerstandsfähigkeit seines Cloud-Geschäfts überrascht. Schon am Freitag hatten die Aktien über 9 Prozent höher geschlossen. Auch andere Cloud-Anbieter wie Ionos legten um 5,6 Prozent zu.
Zusätzlich profitierten die klassischen Software- und Cloud-Firmen von einer Rotation innerhalb des Technologie-Sektors: "Das zeigt eine deutliche Verschiebung der Anlagepräferenzen von KI hin zu mehr Consumer-Elektronik und alter Softwaretechnik", sagte ein Händler. So legten Microsoft und Apple an der Wall Street zu, während KI-Werte wie Nvidia deutlich nachgaben.
Im DAX verloren Infineon 4,5 Prozent. ASML (-8,4%) und BE Semiconductor (-9,7%) standen sogar noch deutlicher unter Druck. Der europäische Technologie-Sektor knickte um 3,2 Prozent ein.
Auch Hochtief schlossen 3 Prozent tiefer. Sie hatten zwar ihre Geschäftsprognose für das Jahr 2026 angehoben. Da jedoch ein Großteil aus dem Bereich Daten-Center aus dem KI-Bereich stammt, wurden sie davon thematisch mit nach unten gezogen.
Vodafone und Ubisoft gesucht
Bei Vodafone (+4,8%) wurde die erhöhte Prognose für das Geschäftsjahr 2027 begrüßt. Dies spiegelt die Konsolidierung des kenianischen Telekommunikationsanbieters Safaricom wider, nachdem die hauseigene Tochter Vodacom ihre Beteiligung von 35 auf 55 Prozent aufgestockt hatte.
Beim Computerspielemacher Ubisoft ging es in Paris um 8,7 Prozent nach oben. Damit erholten sie sich von den jüngsten Kursverlusten nach schwachen Geschäftszahlen. Positiv wurden Berichte aufgenommen, wonach ein neues "Far Cry" entwickelt wird. Die Marke gilt als erfolgreichste neben "Assasins Creed" im Unternehmens-Portfolio.
Astrazeneca (+1,7%) meldete für das zweite Quartal einen höheren Umsatz, der auf das Wachstum im Onkologie-Geschäft zurückzuführen war. Der Konzern bekräftigte zudem sein Umsatzziel für 2030, nachdem eine klinische Studie Anfang des Monats gescheitert war.
Im DAX gesucht waren Zalando mit einem Kursaufschlag von 4,1 Prozent und Scout24, die um 4,8 Prozent zulegten. Bei den Versorgern Eon (-2,5%) und RWE (-2,6%) ging es dagegen wegen der Schwäche der europäischen Energieaktien nach unten.
Die Aktien der Porsche AG gewannen 0,1 Prozent. Porsche senkt Personalkosten, verlängert die Standortgarantie für Zuffenhausen und Weissach und baut bis 2035 weitere 5.000 Stellen ab.
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Index Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)
Euro-Stoxx-50 6.282 +0,0 +8,5
Stoxx-50 5.421 -0,2 +10,4
Stoxx-600 645 +0,0 +8,8
DAX 25.361 +1,0 +2,5
FTSE-100 London 10.736 +0,4 +8,1
CAC-40 Paris 8.372 +0,4 +2,7
AEX Amsterdam 1.090 -0,8 +14,6
ATHEX-20 Athen 6.341 +1,1 +18,5
BEL-20 Brüssel 5.735 -0,5 +12,9
BUX Budapest 143.471 +0,7 +29,2
OMXH-25 Helsinki 6.200 -0,4 +8,7
OMXC-20 Kopenhagen 1.613 +0,6 +0,3
PSI 20 Lissabon 9.215 -1,0 +11,5
IBEX-35 Madrid 19.585 +0,8 +13,2
FTSE-MIB Mailand 51.802 +0,5 +15,3
OBX Oslo 1.947 -0,9 +21,9
PX Prag 2.654 +1,2 -1,2
OMXS-30 Stockholm 3.200 +0,6 +11,0
WIG-20 Warschau 144.284 +0,5 +22,5
ATX Wien 6.456 -1,6 +21,2
SMI Zürich 14.327 +0,7 +8,0
* gerundet
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:20
EUR/USD 1,1375 +0,1 0,0008 1,1367 1,1385
EUR/JPY 186,19 -0,0 -0,0800 186,27 186,3700
EUR/CHF 0,9311 +0,1 0,0011 0,9300 0,9298
EUR/GBP 0,855 +0,2 0,0019 0,8531 0,8533
USD/JPY 163,69 -0,1 -0,1500 163,84 163,6800
GBP/USD 1,33 -0,1 -0,0019 1,3319 1,3339
USD/CNY 6,7657 -0,1 -0,0062 6,7719 6,7719
USD/CNH 6,7643 -0,1 -0,0073 6,7716 6,7704
AUS/USD 0,6991 +0,2 0,0012 0,6979 0,6993
Bitcoin/USD 64.549,38 -0,1 -64,01 64.613,39 63.927,82
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 83,20 -6,8 -6,11 89,31
Brent/ICE 89,55 -7,5 -7,23 96,78
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.078,79 +0,6 26,23 4.052,56
Silber 58,59 +0,7 0,42 58,17
Platin 1.627,75 +2,5 39,21 1.588,54
(Angaben ohne Gewähr)
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mod/ros
(END) Dow Jones Newswires
July 27, 2026 12:22 ET (16:22 GMT)
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