MÄRKTE EUROPA/Verbraucherpreise setzen Börsen unter Druck


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FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen geraten bis Mittwochmittag nach Bekanntgabe der europäischen Verbraucherpreise unter Abgabedruck. Die Preise sind im August gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent gestiegen und lagen um 9,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten Raten von 0,4 und 8,9 Prozent prognostiziert. Die Verbraucherpreise stützen die Forderungen der Falken im EZB-Rat für einen großen Zinsschritt von gleich 75 Basispunkten auf der nächsten EZB-Sitzung.

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"Für die EZB sind das keine guten Nachrichten", meint Gitzel: "Die europäischen Währungshüter haben es versäumt, rechtzeitig den Hebel umzulegen. Nun hinken sie der Teuerungsentwicklung hinterher". Mehr noch: Selbst über die Notwendigkeit eines großen Zinsschritts im September werde in den Reihen der EZB noch immer diskutiert. Der DAX verliert 0,3 Prozent auf 12.919 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,3 Prozent auf 3.551 Stellen nach unten.

Neue Hiobsbotschaften zur Energiekrise

Zur Energiekrise gibt es neue Hiobsbotschaften. Die deutlich gesunkenen Gaspreise hatten am Vortag noch gestützt, doch drohen hier neue Turbulenzen. Denn Polen muss wegen geplatzter Gaslieferverträge kurzfristig zukaufen. Auch der Einfluss der Fehlspekulation bei Wien Energie auf die Zuverlässigkeit der Lieferverträge sei noch nicht sicher und habe das Zeug, den Gasmarkt durcheinander zu bringen, heißt es im Handel. Und durch die Pumpleitung Nord Stream 1 fließt nun mindestens drei Tage lang kein Gas mehr.

Weiter unter Druck stehen Versorgerwerte, ihr Stoxx-Branchenindex verliert 1,7 Prozent. "Die Hiobsbotschaften nehmen ja täglich zu", kommentiert ein Händler mit Blick auf Polen. Die sicher geglaubten Gasverträge für den Winter seien dort geplatzt: "Jetzt besteht damit das Risiko, dass auch noch Polen als Nachfrager am Spotmarkt aktiv werden muss." Die Konkurrenzsituation treibe die Preise weiter. Dazu belaste die Schieflage von Wien Energie.

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"Gestern hatte man noch gedacht, ihre erzwungenen Eindeckungen sind vorbei, was ja auch bei Gas- und Strom-Terminkontrakten für fallende Preise gesorgt hat." Nun gebe es jedoch Berichte, das Finanzloch der Stadtwerke Wien sei von 6 auf 10 Milliarden Euro gestiegen und weiter offen.

Strabag mit fallender Marge

Die Titel der österreichischen Strabag geben 0,1 Prozent ab. Als sehr ordentlich werden die Halbjahreszahlen des Baukonzerns im Handel bezeichnet. Der Markt schaue aber wie bei allen Bauwerten weiter vor allem auf die Kostenentwicklung, da die Margen wegen der Kosteninflation deutlich unter Druck stünden. Bei Strabag ging die EBIT-Marge auf 0,9 nach 2,1 Prozent im Vorjahr zurück.

Für Hellofresh geht es 2,1 Prozent nach unten. Hier belastet die steigende Wahrscheinlichkeit eines Abstiegs aus dem DAX, die mit dem Mittwochabend als letztem August-Handelstag feststehen dürfte. Nachfolger dürften wie erwartet Siemens Energy werden.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.549,10 -0,4% -12,82 -17,4%

Stoxx-50 3.527,34 -0,7% -23,39 -7,6%

DAX 12.919,68 -0,3% -41,46 -18,7%

MDAX 25.368,23 -0,1% -25,60 -27,8%

TecDAX 2.955,97 +0,4% 11,70 -24,6%

SDAX 11.921,88 -0,2% -23,10 -27,4%

FTSE 7.281,32 -1,1% -80,31 -0,3%

CAC 6.169,11 -0,7% -41,11 -13,8%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 1,55 +0,04 +1,73

US-Zehnjahresrendite 3,14 +0,03 +1,63

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:48 Uhr Di, 18:35 Uhr % YTD

EUR/USD 0,9978 -0,4% 1,0017 1,0023 -12,2%

EUR/JPY 138,47 -0,4% 138,64 139,05 +5,8%

EUR/CHF 0,9780 +0,2% 0,9752 1,0262 -5,7%

EUR/GBP 0,8592 -0,0% 0,8581 0,8600 +2,3%

USD/JPY 138,75 -0,0% 138,38 138,72 +20,5%

GBP/USD 1,1614 -0,4% 1,1675 1,1653 -14,2%

USD/CNH (Offshore) 6,9038 -0,3% 6,9020 6,9223 +8,6%

Bitcoin

BTC/USD 20.353,34 -0,4% 20.432,06 20.432,06 -56,0%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 89,14 91,64 -2,7% -2,50 +25,6%

Brent/ICE 95,75 99,31 -3,6% -3,56 +28,6%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 0,00 252,94 -100,0% -252,94 +319,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.711,78 1.723,83 -0,7% -12,05 -6,4%

Silber (Spot) 17,96 18,53 -3,0% -0,56 -23,0%

Platin (Spot) 843,65 851,00 -0,9% -7,35 -13,1%

Kupfer-Future 3,49 3,55 -1,5% -0,05 -21,2%

YTD zu Vortagsschluss

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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

(END) Dow Jones Newswires

August 31, 2022 06:59 ET (10:59 GMT)

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09.09.26 RWE Buy Jefferies & Company Inc.
01.09.26 RWE Buy Goldman Sachs Group Inc.

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