MÄRKTE USA/Aufwärts zwischen Konjunktursorgen und Zinsoptimismus


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Von Steffen Gosenheimer

NEW YORK (Dow Jones)--An den US-Börsen geht es am Mittwoch weiter nach oben. Nach dem kräftigen Schluck aus der Pulle am Vortag fallen die Aufschläge diesmal aber gemäßigter aus. Wie am Vortag ist es insbesondere eine Entspannung auf der Zinsseite, die viele Anleger mutiger agieren lässt. Und erneut sind schwache Konjunkturdaten der Grund. Sie schüren die Spekulation, dass die US-Notenbank von weiteren Zinserhöhungen absehen könnte, um so ein harte Landung der Wirtschaft zu vermeiden.

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Zur Mittagszeit in New York steigt der Dow-Jones-Index um 0,1 Prozent auf 34.899 Punkte. Der S&P-500 gewinnt 0,4 Prozent, während die zinsempfindlicheren Nasdaq-Indizes bis zu 0,5 Prozent gewinnen. Am Anleihemarkt geht es mit den Renditen erneut nach unten, wenn auch weniger scharf als am Vortag.

Der Dollar gibt in Reaktion auf die Daten und die sinkenden Marktzinsen weiter nach, der Dollarindex sinkt um 0,4 Prozent. Der Euro steigt auf deutlich über 1,09 Dollar. Der Goldpreis steigt um weitere 0,4 Prozent auf 1.945 Dollar, weil das Gold als Anlage mit den sinkenden Anleiherenditen an Attraktivität gewinnt.

Das US-Bruttoinlandsprodukt stieg im zweiten Quartal nach zweiter Lesung etwas weniger als ursprünglich gemeldet und verfehlte die Erwartungen von Volkswirten. Zugleich stieg aber auch der von der US-Notenbank als Inflationsmaß favorisierte Deflator für die persönlichen Konsumausgaben weniger deutlich als in der Erstlesung. Beides signalisiert Entspannung bei der Inflation.

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Dazu trägt auch der Arbeitsmarktbericht des Dienstleisters ADP bei. Im August wurden in der US-Privatwirtschaft weniger Arbeitsplätze geschaffen als im Juli und auch weniger als von Ökonomen prognostiziert. Allerdings wurden die Vormonatsdaten etwas nach oben revidiert.

HP nach Prognosesenkung stark unter Druck

Am Aktienmarkt sacken HP um 7,9 Prozent ab, nachdem der Drucker- und PC-Hersteller mit Vorlage der Zahlen zum dritten Geschäftsquartal seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr gesenkt hat. Hewlett Packard Enterprise gewinnen 2,0 Prozent. Hier enttäuscht zwar der Umsatzausblick auf das laufende Quartal etwas, dafür sind die Zahlen zum dritten Geschäftsquartal besser ausgefallen als erwartet.

Box stürzen um knapp 10 Prozent ab, nachdem das Cloud-Speicher-Unternehmen seine Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr gesenkt hat. Box begründete dies mit Druck auf die IT-Budgets der Unternehmen. Die Popularität von Künstlicher Intelligenz schlage sich bei Unternehmenskunden zuerst in den Ergebnissen von Infrastrukturanbietern wie Nvidia (+1,5%) und Cisco Systems (+0,3%) nieder, bevor sie sich auf Anwendungsanbieter wie Box auswirke.

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Johnson & Johnson (+0,1%) leiden nicht darunter, dass der Pharmariese seine Gewinn- und Umsatzprognosen gesenkt hat, um der Abspaltung der Konsumgütersparte Kenvue Rechnung zu tragen.

Der Hurrikan Idalia rückt derweil den Versicherungssektor in den Fokus. Idalia hat als Hurrikan der Kategorie 3 die Golfküste von Florida erreicht. Potenziell betroffen von möglichen Schäden könnten unter anderem die Versicherer Allstate (+0,5%) und Travelers (unverändert) sein. Idalia wurde vor Erreichen der Küste Floridas inzwischen von der Stärke 4 auf 3 zurückgestuft.

Wegen des Hurrikans haben US-Fluggesellschaften insgesamt über 850 Flüge abgesagt, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Die meisten Flüge hat demnach Southwest Airlines gestrichen, der Kurs gibt um 0,8 Prozent nach. Delta Air Lines geben um 0,6 und American Airlines um 0,1 Prozent nach.

Ölpreise steigen leicht

Die Ölpreise ziehen nur ganz leicht an, obwohl nach einem Branchenverband am Vorabend nun auch die staatliche Energy Information Administration einen sehr starken Rückgang der Ölvorräte für die vergangene Woche mitgeteilt hat. Er fiel zudem viel höher aus als erwartet.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 34.899,42 +0,1% 46,75 +5,3%

S&P-500 4.514,25 +0,4% 16,62 +17,6%

Nasdaq-Comp. 14.015,42 +0,5% 71,67 +33,9%

Nasdaq-100 15.448,09 +0,5% 71,54 +41,2%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 4,84 -8,3 4,92 41,8

5 Jahre 4,25 -3,2 4,28 24,6

7 Jahre 4,20 -2,3 4,22 22,9

10 Jahre 4,10 -2,1 4,12 22,1

30 Jahre 4,23 -0,3 4,23 25,8

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:20 Di, 17:25 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0925 +0,4% 1,0874 1,0845 +2,1%

EUR/JPY 159,44 +0,4% 159,06 158,37 +13,6%

EUR/CHF 0,9586 +0,3% 0,9559 0,9547 -3,2%

EUR/GBP 0,8588 -0,2% 0,8610 0,8600 -3,0%

USD/JPY 145,94 +0,0% 146,26 146,04 +11,3%

GBP/USD 1,2722 +0,6% 1,2630 1,2613 +5,2%

USD/CNH (Offshore) 7,2971 +0,2% 7,2989 7,2863 +5,3%

Bitcoin

BTC/USD 27.213,07 -1,6% 27.447,89 27.341,24 +63,9%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 81,51 81,16 +0,4% +0,35 +4,1%

Brent/ICE 85,70 85,49 +0,2% +0,21 +3,7%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 35,20 35,20 +0,0% +0,01 -57,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.945,10 1.937,61 +0,4% +7,49 +6,7%

Silber (Spot) 24,72 24,78 -0,2% -0,06 +3,1%

Platin (Spot) 977,23 981,00 -0,4% -3,78 -8,5%

Kupfer-Future 3,82 3,82 -0,1% -0,00 -0,1%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@wsj.com

DJG/DJN/gos/cln

(END) Dow Jones Newswires

August 30, 2023 12:21 ET (16:21 GMT)

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