MÄRKTE USA/Börsen nach Turbulenzen mit Verlusten erwartet


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NEW YORK (Dow Jones)--An der Wall Street zeichnen sich nach den Vortages-Turbulenzen zu Handelsbeginn erneut Verluste ab. Der Handel am Montag war von einem kräftigen Ausverkauf gekennzeichnet, der im späten Handel in eine noch spektakulärere Erholungsbewegung gedreht war. Der Terminkontrakt auf den S&P-500 gibt aktuell aber schon wieder um 1,5 Prozent nach.

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Einige Marktteilnehmer zeigten sich entspannt angesichts des Kursrutschs. Dies sei das übliche Verhalten der Börse vor einer US-Notenbanksitzung, heißt es. Der Markt signalisiere der Fed damit, was passieren könnte, wenn sie bei ihren Zinserhöhungen, oder schlimmer noch einer Bilanzverkürzung, zu harsch vorgehen sollte. Die US-Notenbank wird am Mittwoch über ihren weiteren geldpolitischen Kurs angesichts der extrem hohen Inflation entscheiden.

Die US-Märkte dürften zumindest bis zur ersten Zinserhöhung der Fed volatil bleiben, so Jason Liu, Asien-Chef des Investment Office bei der Deutschen Bank.

Eine erste Zinserhöhung wird erst für die Sitzung im März erwartet. Unsicherheit besteht vor allem darüber, wie viele weitere Zinsschritte in diesem Jahr noch folgen und wie stark diese ausfallen werden. Als ausgemacht gelten am Markt bisher vier Zinserhöhungen. Mit Spannung wird daher auf die Aussagen von Fed-Präsident Jerome Powell gewartet.

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Konjunkturseitig ist die Agenda übersichtlich. Lediglich der Index des Verbrauchervertrauens für Januar wird kurz nach der Startglocke veröffentlicht.

Für Bewegung bei den Einzelwerten dürfte indessen auch die an Fahrt gewinnende Berichtssaison sorgen.

GE nach Zahlen leichter

General Electric verlieren vorbörslich 4,0 Prozent. Hohe Belastungen etwa für Restrukturierungsmaßnahmen haben den Konzern im vierten Quartal einen Milliardenverlust eingebracht. Bereinigt erzielte das Unternehmen einen Gewinn, der höher ausfiel, als von Analysten erwartet.

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Für die Aktie von IBM geht es um 0,2 Prozent nach oben. Der Konzern steigerte im vierten Quartal Umsatz und Gewinn zum Vorjahr überraschend deutlich. Außerdem zeigte sich IBM-Chef Arvind Krishna zuversichtlich für das laufende Geschäftsjahr.

American Express (+2,9%) hat im vierten Quartal von verstärkten Kreditkartenzahlungen profitiert und die Markterwartungen übertroffen. Jedoch verbuchte das Unternehmen Rückstellungen für Kreditausfälle über 53 Millionen Dollar. Für 2022 rechnet der Konzern mit einem deutlichen zweistelligen Umsatzwachstum.

Biontech (+4,1%) und Partner Pfizer (-0,1%) haben einen Omikron-basierten Impfstoffkandidaten entwickelt, den sie nun in eine klinische Studie schicken. Untersucht werden Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität eines Impfstoffkandidaten gegen die inzwischen vorherrschende Omikron-Variante des Coronavirus, wie die Unternehmen mitteilten.

Der Telekommunikationskonzern Verizon (+0,6%) hat im vierten Quartal mehr verdient als erwartet. Der sich fortsetzende Wechsel von Kunden zu unbegrenzten Tarifen habe das Wachstum der Mobilfunkumsätze getrieben, teilte die Verizon Communications mit und gab einen positiven Ausblick für das Ergebnis im laufenden Jahr.

Dollar weiter gesucht

Am Devisenmarkt zeigt sich der Dollar fester. Der Dollar-Index legt 0,3 Prozent zu. Bei MUFG erwartet man kurzfristig eine weitere Aufwertung des Dollar, zumal die Fed am Mittwoch ihren eingeleiteten Straffungskurs bestätigen dürfte. Gestützt wird der Dollar auch von den anhaltenden geopolitischen Spannungen in Osteuropa.

Die Ölpreise zeigen sich um den Vortagesstand volatil. Marktteilnehmer verweisen auf die Unsicherheiten rund um Russland und die Ukraine. Kapazitätsengpässe und andere Produktionsprobleme könnten bei den Opec+-Produzenten dazu führen, dass das Angebot langsamer steige als die vereinbarte monatliche Erhöhung von 400 Millionen Barrel pro Tag, so die Analysten der ING.

Am Anleihemarkt gibt die Rendite zehnjähriger Papiere bei steigenden Notierungen um 1,1 Basispunkte nach auf 1,76 Prozent.

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US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 1,00 +2,1 0,98 27,5

5 Jahre 1,54 -1,2 1,55 28,1

7 Jahre 1,70 -1,2 1,72 26,4

10 Jahre 1,76 -1,1 1,77 24,8

30 Jahre 2,10 -0,9 2,11 20,4

DEVISEN zuletzt +/- % Di,8:18 Mo, 17:30 % YTD

EUR/USD 1,1279 -0,4% 1,1310 1,1311 -0,8%

EUR/JPY 128,54 -0,4% 128,71 128,83 -1,8%

EUR/CHF 1,0365 +0,1% 1,0366 1,0350 -0,1%

EUR/GBP 0,8375 -0,3% 0,8391 0,8407 -0,3%

USD/JPY 113,97 -0,0% 113,79 113,90 -1,0%

GBP/USD 1,3466 -0,2% 1,3477 1,3452 -0,5%

USD/CNH (Offshore) 6,3378 +0,1% 6,3364 6,3377 -0,3%

Bitcoin

BTC/USD 36.350,01 -0,2% 35.740,04 34.549,88 -21,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 83,56 83,31 +0,3% 0,25 +11,6%

Brent/ICE 86,56 86,27 +0,3% 0,29 +11,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.841,85 1.843,04 -0,1% -1,20 +0,7%

Silber (Spot) 23,74 23,97 -1,0% -0,23 +1,8%

Platin (Spot) 1.016,00 1.031,17 -1,5% -15,17 +4,7%

Kupfer-Future 4,41 4,41 -0,2% -0,01 -1,3%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/err/flf

(END) Dow Jones Newswires

January 25, 2022 08:58 ET (13:58 GMT)

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