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Aktien von Microsoft und IBM fallen: Starbucks-KI-Tools bedrohen Softwaregeschäft


Aktien von Microsoft und IBM fallen: Starbucks-KI-Tools bedrohen Softwaregeschäft

Starbucks setzt beim Umbau seiner internen Systeme zunehmend auf KI-Software aus eigener Entwicklung statt auf teure Programme etablierter Anbieter.

Werte in diesem Artikel

  • Starbucks entwickelt eigene KI-Software als Ersatz für Microsoft und IBM
  • Aktien von Microsoft und IBM geraten unter Druck
  • Kaffeekonzern stemmt damit Teile seines Zwei-Milliarden-Sparplans
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Einem Bericht von Bloomberg zufolge, über den Fortune berichtet, entwickelt Starbucks eigene, KI-gestützte Software-Tools und will damit Anwendungen von Microsoft und IBM ersetzen.

Was Starbucks konkret ersetzen will

Konkret baut Starbucks laut der internen Präsentation, auf die sich Investing.com bezieht, Alternativen zu einem Microsoft-System für die Bestandsverfolgung sowie zu einem IBM-Werkzeug für das Instandhaltungsmanagement. Ein Teil der selbst entwickelten Software könnte demnach bis Ende kommenden Jahres starten, abhängig vom Ausgang laufender Tests. Nach Angaben der Präsentation spielte KI-gestütztes Programmieren eine zentrale Rolle bei der Entwicklung jener Plattform, die das IBM-Werkzeug ablösen soll. Zudem arbeitet der Konzern bereits seit mehreren Jahren an einem eigenen Kassensystem, das langfristig Oracles Simphony-Software ersetzen soll.

Ein Sparprogramm mit Ansage

Starbucks gibt laut Investing.com nach Angaben von Technikchef Anand Varadarajan jährlich rund 400 Millionen US-Dollar für Software aus, es gebe klare Möglichkeiten, diese Ausgaben zu senken, so Varadarajan laut interner Mitschrift. Der Umbau ist Teil eines breiteren Sparprogramms, mit dem der Konzern insgesamt 2 Milliarden US-Dollar an Kosten einsparen will, und laut Präsentation wird dafür jeder Vertrag und jede Dienstleistung im Technikbereich überprüft. Allein das Technikbudget soll im laufenden, Ende September endenden Geschäftsjahr um rund 30 Millionen US-Dollar sinken, davon etwa 10 Millionen US-Dollar durch geringere Softwarekosten und weitere 13 Millionen US-Dollar durch weniger externe Dienstleister. Seit Februar vergangenen Jahres hat Starbucks zudem rund 2.300 Stellen abgebaut, viele davon im Technikbereich.

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Anleger schicken Microsoft- und IBM-Aktie auf Talfahrt

Die Aktien beider Softwareanbieter reagierten zunächst panisch auf die Nachricht, dass der Kaffeekonzern sich künftig selbst versorgen will. So rutschte die Microsoft-Aktie an der NASDAQ zeitweiseab, drehte letztlich aber 0,23 Prozent ins Plus und beendete den Handelstag bei 384,23 US-Dollar. IBM gab derweil 2,23 Prozent auf 295,30 US-Dollar nach.

Wie Fortune einordnet, sorgen sich große Softwareanbieter zunehmend, dass Künstliche Intelligenz es Unternehmen leichter macht, Programme selbst zu bauen statt sie einzukaufen, was Softwaretitel bereits im bisherigen Jahresverlauf 2026 belastet habe. Sowohl Microsoft als auch IBM liegen seit Jahresbeginn hinter der Entwicklung des S&P 500 zurück.

Was der Vorstoß für Anleger bedeutet

Für Microsoft und IBM zeigt der Fall ein strukturelles Risiko: Wenn Großkunden wie Starbucks dank KI-gestützter Entwicklung eigene Alternativen zu Standardsoftware bauen, gerät ein Teil der wiederkehrenden Lizenz- und Servicegeschäfte beider Anbieter unter Druck, auch wenn der Effekt bei einem einzelnen Kunden für sich genommen überschaubar bleibt.

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Gleichzeitig relativiert der eigene Werkzeugkasten von Starbucks die Dramatik etwas: Der Konzern hatte laut Fortune erst kürzlich ein KI-gestütztes System zur Bestandszählung in Filialen wieder eingestellt und ist zur manuellen Zählung zurückgekehrt, zudem nutzt er weiterhin Software von Drittanbietern wie Microsoft. Ob Eigenentwicklung tatsächlich günstiger wird, hängt auch von den langfristigen Wartungs- und Personalkosten ab, die laut Fortune bei selbst gebauter Software typischerweise steigen.

Benedict Kurschat, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Tomasz Bidermann / Shutterstock.com, Asif Islam / Shutterstock.com

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