MÄRKTE USA/Dow & Co weiter auf dem Weg nach oben - Halbleiteraktien sehr fest


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Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Die Stimmung an der Wall Street ist auch am Dienstag von Zuversicht geprägt, Dow & Co bauen am letzten Handelstag des ersten Halbjahres ihre Gewinne vom Vortag aus. Erneut werden Technologieaktien favorisiert. Dass nach dem jüngsten erneuten Aufflackern von Gewalt um die Straße von Hormus erhoffte direkte Gespräche zwischen den USA und dem Iran für den Berichtstag doch nicht zustande kommen, wird eher achselzuckend zur Kenntnis genommen. Geplant sind nun zunächst Treffen der US-Seite mit Vermittlern.

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Die Ölpreise bewegen sich nach dem leichten Anstieg am Vortag kaum. Brent-Öl kostet gut 73 Dollar, weiterhin knapp 10 Dollar mehr als vor Ausbruch des Krieges. ING-Ölexperte Warren Patterson warnt dennoch: "Wir glauben, dass der Markt nach unten übertrieben hat. Unsere Annahme ist, dass sich die Ölflüsse erst gegen Ende des dritten Quartals dem Vorkriegsniveau annähern werden, während das derzeitige Preisniveau eine Rückkehr zur Normalität bis Ende Juli impliziert."

Zur Mittagszeit in New York liegt der Dow-Jones-Index 0,2 Prozent höher bei 52.305 Punkten. Der S&P-500 steigt um 0,6 Prozent. Die technologielastigen Nasdaq-Indizes gewinnen bis zu 1,4 Prozent.

Rückenwind kommt von der Konjunkturseite. Zwar ist der Einkaufsmanagerindex der Region Chicago wie erwartet gegenüber dem Vormonat deutlich gesunken, er fiel aber dennoch besser als geschätzt aus und liegt zudem weiter tief im Expansion anzeigenden Bereich. Außerdem ist die Zahl der offenen Stellen in den USA ("Jolts") im Mai leicht gestiegen.

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Die Renditen am US-Anleihemarkt ziehen mit den robusten Konjunkturdaten, die tendenziell für eine straffere Zinspolitik sprechen, etwas an. Im Zehnjahresbereich geht es um 3 Basispunkte auf 4,40 Prozent nach oben. Beim Dollar tut sich wenig, der Euro geht mit 1,1415 Dollar um.

Der Goldpreis erholt sich etwas, er steigt um 13 Dollar auf 4.030. "Gold dürfte weiterhin kurzfristig unter Druck bleiben, weil nachgebende Energiepreise, ein widerstandsfähiger Dollar und die Erwartung längerfristig höherer Zinsen die Nachfrage nach zinslosen sicheren Häfen weiter reduzieren", erwarten die Analysten von MUFG.

Am Aktienmarkt geht es für das Apple-Papier um 2,5 Prozent nach oben. Dass die britische Wettbewerbsaufsicht gegen Einschränkungen durch Apple und Google im Zahlungsverkehr vorgehen will, belastet offenbar nicht. Marktbeobachter vermuten eine Erholung, nachdem die Apple-Aktie in der Vorwoche in Reaktion auf deutliche Preiserhöhungen stark gefallen war. Der Kurs der Google-Mutter Alphabet steigt um 0,9 Prozent und verteidigt kräftige Vortagesgewinne im Zuge der Aufnahme der Aktie in den Dow-Jones-Index.

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Stark gesucht sind Aktien mit KI-Fantasie. Im Halbleitersegment verteuern sich AMD um 6,9 und Arm um 4,9 Prozent. Broadcom gewinnen 1,0, Intel 6,6 oder Nvidia 1,7 Prozent. Micron legen um 0,7 Prozent zu, Marvell um 6,7 Prozent. GE Vernova, das Unternehmen gilt als Profiteur der Nachfrage nach Rechenzentren, klettern um 3,4 Prozent nach oben.

AeroVironment schießen um knapp 16 Prozent nach oben, nachdem der Anbieter von Drohnen und Verteidigungstechnologie unerwartet gute Quartalsergebnisse meldete. Concentrix stürzen dagegen um 16,4 Prozent ab, nachdem der Betreiber einer Plattform für Kundenerfahrungen die Gewinnerwartungen im zweiten Quartal verfehlte und eine schwache Prognose abgab.

Nike zeigen sich 0,7 Prozent schwächer. Der Sportartikelhersteller wird nach Handelsende Zahlen zum vierten Geschäftsquartal veröffentlichen. Der Fokus dürfte dabei auf dem Ausblick liegen. Nike könnte mit der Prognose vorsichtig sein, um dem neuen Finanzchef die Möglichkeit zu geben, am Investorentag langfristige Ziele zu setzen, so die Analysten von Jefferies.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 52.305,41 +0,2 +122,67 52.182,74

S&P-500 7.487,46 +0,6 +47,03 7.440,43

NASDAQ Comp 26.135,39 +1,2 +315,25 25.820,14

NASDAQ 100 30.197,92 +1,4 +423,17 29.774,75

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,12 +0,02 4,14 4,10

5 Jahre 4,17 +0,02 4,18 4,13

10 Jahre 4,40 +0,03 4,41 4,36

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:15

EUR/USD 1,1415 -0,0 -0,0005 1,1420 1,1419

EUR/JPY 185,62 +0,4 0,6500 184,97 184,9100

EUR/CHF 0,9226 +0,0 0,0001 0,9225 0,9233

EUR/GBP 0,8611 +0,0 0,0001 0,861 0,8622

USD/JPY 162,59 +0,4 0,6500 161,94 161,9100

GBP/USD 1,3254 -0,0 -0,0002 1,3256 1,3242

USD/CNY 6,7851 -0,1 -0,0085 6,7936 6,7936

USD/CNH 6,7911 -0,1 -0,0093 6,8004 6,8014

AUS/USD 0,6913 +0,4 0,0027 0,6886 0,6880

Bitcoin/USD 58.367,68 -3,1 -1.855,44 60.223,12 59.098,14

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 69,81 -1,3 -0,94 70,75

Brent/ICE 73,05 -0,1 -0,10 73,15

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.029,74 +0,3 13,72 4.016,02

Silber 59,59 +2,2 1,29 58,30

Platin 1.554,45 -1,3 -20,11 1.574,56

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/ros

(END) Dow Jones Newswires

June 30, 2026 12:18 ET (16:18 GMT)

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