MÄRKTE USA/Drohende Eskalation im USA/Iran-Konflikt belastet Aktien
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DOW JONES--Anzeichen einer möglichen Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran drücken am Freitag an der Wall Street auf die Kurse. Hintergrund sind laut Händlerangaben Medienberichte, laut denen die USA Mitarbeitern der Botschaft in Israel die sofortige Ausreise empfiehlt. Das schürt die Sorgen vor einem möglichen unmittelbar bevorstehenden US-Militärschlag gegen den Iran. Für den Fall eines Angriffs schließen Beobachter nicht aus, dass der Iran auch Ziele in Israel angreifen könnte.
Der Dow-Jones-Index verliert gegen Mittag (Ortszeit New York) 1,2 Prozent auf 48.894 Punkte. Der S&P-500 gibt um 0,7 Prozent nach und der Nasdaq-Composite fällt um 1,0 Prozent. Im Gegenzug legen die Ölpreise deutlich zu. Die Notierungen von Brent und WTI steigen um bis zu 1,7 Prozent. Der "sichere Hafen" Gold holt die zwischenzeitlichen Verluste wieder auf und dreht ins Plus. Die Feinunze steigt um 0,9 Prozent auf 5.233 Dollar.
Die andauernden Nachwirkungen der Nvidia-Geschäftszahlen treten dagegen etwas in den Hintergrund. Obwohl der Chiphersteller klar besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen vorgelegt hat, halten sich hartnäckig Bedenken bezüglich der schnell zunehmenden Konkurrenz, der Nachhaltigkeit der stark steigenden Kundennachfrage und der Unsicherheit darüber, wann es nachhaltige Renditen geben wird. Die Nvidia-Aktie verliert weitere 2,4 Prozent, nachdem es am Vortag bereits um 5,5 Prozent abwärts gegangen war.
Bei den US-Konjunkturdaten sind die Erzeugerpreise im Januar stärker gestiegen als erwartet und geben damit Inflationssorgen neue Nahrung. Die Preise erhöhten sich um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und lagen um 2,9 (Vormonat: 3,0) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen monatlichen Preisanstieg von nur 0,3 Prozent prognostiziert. Die Kernerzeugerpreise ohne die volatilen Preise von Nahrungsmitteln und Energie stiegen um 0,8 Prozent gegenüber dem Vormonat und erhöhten sich auf Jahressicht um 3,6 (3,3) Prozent. Ökonomen hatten einen monatlichen Anstieg von lediglich 0,3 Prozent prognostiziert.
Der Index der Einkaufsmanager Chicago für Februar stieg dagegen wider Erwarten deutlich. Hier hatten Volkswirte einen Rückgang prognostiziert. Die Bauausgaben legten im Dezember etwas stärker zu als angenommen.
Die Paramount-Aktie macht einen Sprung von 18 Prozent nach oben. Der Konzern geht als Sieger aus dem Bieterwettstreit um Warner Bros. Discovery hervor. Netflix erklärte, der Streamingdienst werde das jüngste Angebot für den Hollywood-Studiobetreiber nicht mitgehen. Netflix reagierte damit auf die Entscheidung der Warner-Führung, das Angebot von Paramount von 31 Dollar pro Aktie für das gesamte Unternehmen als dem Netflix-Angebot für die Film- und Fernsehstudios von Warner und den Streamingdienst HBO Max überlegen einzustufen. Die Warner-Aktie verliert 2,1 Prozent, die Netflix-Titel legen dagegen um 10 Prozent zu.
Die Aktien von Dell steigen um 21 Prozent. Das Technologieunternehmen meldete für das vierte Quartal einen Umsatzsprung von 39 Prozent, angetrieben durch das Geschäft mit KI-Servern. Dieses Wachstum dürfte sich fortsetzen, da das Unternehmen mitteilte, dass es im vergangenen Quartal Aufträge für KI-optimierte Server im Wert von 64 Milliarden US-Dollar abgeschlossen habe.
Die Titel von Block gewinnen 13,2 Prozent. Der Zahlungsdienstleister hat bekannt gegeben, 4.000 Mitarbeiter oder 40 Prozent seiner Belegschaft abzubauen, und begründete dies mit den Auswirkungen von KI in seiner Branche. Block erhöhte zudem die Prognose für 2026.
Der Dollar zeigt sich wenig verändert. Dennoch bleiben die Anleger skeptisch gegenüber Dollarkäufen angesichts von Sorgen über die Zollpolitik, die Unabhängigkeit der Zentralbank und geopolitische Interventionen, auch im Iran, heißt es.
Weiter Zulauf verzeichnet auch der "sichere Hafen" der US-Anleihen. Für die Rendite zehnjähriger Papiere geht es um 5 Basispunkte auf 3,97 Prozent nach unten. Damit wird die Marke von 4,00 Prozent unterschritten - es ist der tiefste Stand seit rund drei Monaten.
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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 48.893,79 -1,2 -605,41 49.499,20
S&P-500 6.863,43 -0,7 -45,43 6.908,86
NASDAQ Comp 22.653,18 -1,0 -225,20 22.878,38
NASDAQ 100 24.902,61 -0,5 -131,76 25.034,37
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 3,40 -0,04 3,43 3,40
5 Jahre 3,53 -0,05 3,57 3,52
10 Jahre 3,97 -0,05 4,01 3,97
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:05
EUR/USD 1,1819 +0,2 0,0022 1,1797 1,1792
EUR/JPY 184,45 +0,2 0,2800 184,17 184,1100
EUR/CHF 0,9086 -0,5 -0,0043 0,9129 0,9127
EUR/GBP 0,8782 +0,4 0,0032 0,875 0,8729
USD/JPY 156,04 -0,0 -0,0700 156,11 156,1300
GBP/USD 1,3455 -0,2 -0,0026 1,3481 1,3507
USD/CNY 6,8579 +0,3 0,0170 6,8409 6,8409
USD/CNH 6,8602 +0,3 0,0179 6,8423 6,8424
AUS/USD 0,712 +0,2 0,0016 0,7104 0,7096
Bitcoin/USD 65.638,23 -2,7 -1.835,99 67.474,22 67.361,18
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 66,48 +2,0 1,27 65,21
Brent/ICE 72,42 +2,4 1,67 70,75
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 5.233,09 +0,9 46,23 5.186,86
Silber 93,54 +5,9 5,19 88,35
Platin 2.349,54 +3,4 77,34 2.272,20
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones,com
DJG/DJN/cln/ros
(END) Dow Jones Newswires
February 27, 2026 12:08 ET (17:08 GMT)
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