MÄRKTE USA/Fester - Berichts-Banken drehen ins Minus
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NEW YORK (Dow Jones)--An den US-Börsen geht es am Dienstag deutlich nach oben. Jüngste Fallzahlen geben Anlass zur Hoffnung, dass die Corona-Pandemie in vielen Ländern ihren Höhepunkt überschritten haben könnte. Zuversichtlich stimmen daneben auch Daten zur chinesischen Handelsbilanz, die besser ausgefallen waren als erwartet.
Gegen Mittag Ortszeit steigt der Dow-Jones-Index um 1,8 Prozent auf 23.807 Punkte. Der S&P-500 gewinnt 2,1 Prozent und der Nasdaq-Composite 2,9 Prozent.
In den USA kommt derweil die Bilanzsaison allmählich in Gang. Anleger dürften ihr Augenmerk darauf richten, inwieweit sich die Corona-Krise in den Geschäftszahlen der Unternehmen niedergeschlagen hat oder im laufenden Quartal bzw. Geschäftsjahr voraussichtlich noch niederschlagen wird.
Am Dienstag haben vor Handelsbeginn die beiden Banken JP Morgan und Wells Fargo sowie der Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson über den Verlauf des ersten Quartals berichtet. Johnson & Johnson hat im Auftaktquartal zwar mehr umgesetzt und verdient als Analysten erwartet hatten, senkte aber wegen der Pandemie seine Jahresziele. Dass der Konzern die Quartalsdividende dennoch erhöht, scheint die Anleger aber mit dem schwachen Ausblick zu versöhnen, zumal Prognosesenkungen derzeit an der Tagesordnung sind: Die Aktie steigt um 4,8 Prozent.
Die Zahlen der beiden Berichtsbanken wurden zunächst positiv aufgenommen, inzwischen sind die Anleger skeptischer geworden. Für JP Morgan geht es nun um 4 Prozent nach unten. Der Kurs von Wells Fargo reagiert sogar mit einem Minus von 5,3 Prozent auf den Quartalsausweis der Bank. Beide Banken haben wegen hoher Rückstellungen einen Gewinneinbruch verzeichnet.
Schon am Montag nach Börsenschluss hat Roku vorläufige Geschäftszahlen zum ersten Quartal veröffentlicht. Die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen wegen der Pandemie haben der Streamingplattform zu vielen Neukunden verholfen. Umsatz und Ergebnis dürften daher über den Konsenserwartungen liegen. Die Roku-Aktie springt um 9,7 Prozent nach oben.
Amazon setzen ihre Rally der vergangenen Tage fort und steigern sich um weitere 3,7 Prozent. Die Aktie hat bei knapp 2.265 Dollar ein neues Allzeithoch erreicht. Das Unternehmen gilt als Profiteur der Corona-Krise und hat am Vortag weitere 75.000 Stellen ausgeschrieben.
Die Agenda der Konjunkturdaten ist dagegen kurz. Noch vor der Startglocke wurden die Import- und Exportpreise aus dem März veröffentlicht. Sie sanken im vergangenen Monat weniger stark als erwartet. Erst nach Börsenschluss folgen Daten zu den US-Ölvorräten des Branchenverbands API.
Ölpreise geben nach - Förderkürzungen zu gering?
Die Ölpreise, die sich am Vortag in Reaktion auf die von der Opec+ beschlossenen Fördermengensenkung stabilisiert hatten, geben nun nach. Analysten bemängeln, dass die Maßnahme zu spät komme und nicht ausreiche, um die wegen Corona eingebrochene Nachfrage zu kompensieren. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI sinkt um 5,9 Prozent auf 21,08 Dollar. Brentöl ermäßigt sich um 5,3 Prozent auf 30,07 Dollar.
Gold ist hingegen erneut gesucht, gestützt auch vom nachgebenden Dollar. Der Preis für eine Feinunze steigt um 1,3 Prozent auf 1.736 Dollar.
Staatsanleihen erfahren ebenfalls Zulauf. Steigende Notierungen drücken die Zehnjahresrendite um 2,5 Basispunkte auf 0,74 Prozent.
Der Dollar fällt und wird nach Überzeugung der Analysten der Bank MUFG auch weiter abwerten. Die japanische Bank verweist auf die "aggressiven" geldpolitischen Lockerungen, mit denen die US-Notenbank die Folgen der Corona-Krise zu mildern versucht. Die Bilanz der Fed werde in den kommenden Monaten in "beispiellosem" Tempo aufgebläht werden, kommentiert MUFG die jüngsten Maßnahmen der Fed im Volumen von 2,3 Billionen Dollar. Der WSJ-Dollar-Index, der den Wert des Greenback zu einem Korb aus anderen Währungen misst, sinkt um 0,4 Prozent auf 93,06. Der Euro steigt auf 1,0966 Dollar.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 23.806,78 1,78 416,01 -16,58
S&P-500 2.820,84 2,14 59,21 -12,69
Nasdaq-Comp. 8.431,75 2,92 239,32 -6,03
Nasdaq-100 8.595,61 3,15 262,87 -1,57
US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,22 -1,6 0,24 -97,9
5 Jahre 0,41 -4,3 0,45 -151,5
7 Jahre 0,61 -2,6 0,64 -163,8
10 Jahre 0,74 -2,5 0,77 -170,4
30 Jahre 1,39 -1,4 1,41 -167,4
DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:01h Do, 17:30 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0966 +0,52% 1,0938 1,0931 -2,2%
EUR/JPY 117,47 -0,05% 117,81 118,53 -3,6%
EUR/CHF 1,0538 -0,16% 1,0556 1,0561 -2,9%
EUR/GBP 0,8697 -0,27% 0,8710 0,8776 +2,8%
USD/JPY 107,12 -0,57% 107,70 108,43 -1,5%
GBP/USD 1,2608 +0,77% 1,2558 1,2455 -4,9%
USD/CNH (Offshore) 7,0459 -0,10% 7,0531 7,0523 +1,1%
Bitcoin
BTC/USD 6.929,01 +1,33% 6.887,76 7.304,76 -3,9%
ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 21,08 22,41 -5,9% -1,33 -64,9%
Brent/ICE 30,07 31,74 -5,3% -1,67 -53,1%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.736,02 1.714,30 +1,3% +21,72 +14,4%
Silber (Spot) 15,73 15,50 +1,5% +0,23 -11,9%
Platin (Spot) 776,50 752,55 +3,2% +23,95 -19,5%
Kupfer-Future 2,31 2,30 +0,5% +0,01 -17,6%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/raz/cln
(END) Dow Jones Newswires
April 14, 2020 12:00 ET (16:00 GMT)
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 08.07.26 | Amazon Buy | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 26.06.26 | Amazon Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 18.06.26 | Amazon Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 16.06.26 | Amazon Outperform | RBC Capital Markets | |
| 27.05.26 | Amazon Buy | UBS AG |
