MÄRKTE USA/Fester - Nachlassende Inflationsängste befeuern Kauflaune


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DOW JONES--Die US-Börsen werden am Dienstag weiter von der Hoffnung getragen, dass die am Wochenende abgebrochenen Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran wiederaufgenommen werden. Fallende Ölpreise und ermutigende Preisdaten lindern Inflationsängste und steigern auf der anderen Seite die Risikofreude der Anleger, die nun wieder mutiger zu Aktien greifen. Der Dow-Jones-Index gewinnt gegen Mittag (Ortszeit New York) 0,6 Prozent auf 48.509 Punkte. Der S&P-500 legt um 1,1 Prozent zu. Der Nasdaq-Composite steigt um 1,7 Prozent. Am Montag hatten die Aktienkurse an der Wall Street fester geschlossen, nachdem beide Kriegsparteien Bereitschaft zur Fortsetzung der Gespräche signalisiert hatten.

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Die Ölpreise, die nach dem Abbruch der Verhandlungen kräftig zugelegt hatten, fallen wieder unter die Marke von 100 Dollar je Barrel. Aktuell verbilligt sich das Barrel Brentöl um 4,1 Prozent auf 95,25 Dollar. Der am Montag als Fluchtwährung gesuchte Dollar wertet etwas ab; der Dollarindex reduziert sich um 0,4 Prozent. Am Anleihemarkt sinkt die Zehnjahresrendite um 3 Basispunkte auf 4,27 Prozent. Die Renditen waren zuvor von Befürchtungen nach oben getrieben worden, dass die steigenden Ölpreise die Inflation befeuern und Zinssenkungen damit vorerst verhindern würden. Dank des nachgebenden Dollar und der sinkenden Marktzinsen steigt der Goldpreis um 1,6 Prozent auf 4.816 Dollar je Feinunze.

Konjunkturseitig stiegen die Erzeugerpreise im März weniger stark als erwartet, auch wenn der Anstieg der Ölpreise den Preisauftrieb beschleunigt hat. Das lindert Inflationssorgen. Auf der anderen Seite hat der Internationale Währungsfonds jedoch seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft aufgrund des Kriegs im Nahen Osten leicht gesenkt.

Daneben nimmt die Bilanzsaison Fahrt auf. Zahlen zum ersten Quartal haben die drei Großbanken JP Morgan (JPM), Wells Fargo und Citigroup veröffentlicht. Alle drei haben mehr verdient als erwartet. Die Kursreaktionen fallen jedoch unterschiedlich aus. JPM geben um 0,9 Prozent nach, nachdem CEO Jamie Dimon vor zahlreichen Unwägbarkeiten und Risiken für die Ertragsaussichten der Bank gewarnt hat. Wells Fargo verlieren 5,1 Prozent. Zwar fiel der Gewinn höher aus als angenommen, doch enttäuschten die Einnahmen. Die Aktien der Citigroup gewinnen 2,9 Prozent.

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Der Vermögensverwalter Blackrock hat den Gewinn im Quartal um 46 Prozent gesteigert, was mit einem Kursanstieg um 4,5 Prozent honoriert wird. Der Pharmahersteller Johnson & Johnson hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet und die Umsatzprognose für das Jahr 2026 angehoben. Die Aktie steigt nach anfänglichen Verlusten um 1,2 Prozent. Beobachter verweisen darauf, dass noch immer zahlreiche Klagen gegen das Unternehmen anhängig sind wegen eines mutmaßlich krebserregenden Babypuders.

Die Aktien der Fluggesellschaft American Airlines steigen um 8,6 Prozent, der Kurs von United Airline rückt um 3,6 Prozent vor. United-CEO Scott Kirby hat die Möglichkeit eines Zusammenschlusses der beiden Gesellschaften ins Spiel gebracht. Der Sektor war zuletzt auch von den kräftig gestiegenen Ölpreisen und den kriegsbedingten Streichungen von Flügen belastet worden.

Nvidia steigen um 2,9 Prozent. Der Chipkonzern hat Pläne zur Übernahme von Dell dementiert. Entsprechende Gerüchte hatten die Nvidia-Aktie am Montag gebremst und den Kurs von Dell um fast 7 Prozent nach oben getrieben. Dell geben nun um 3,2 Prozent nach.

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Amazon rücken um 3,9 Prozent vor. Der Konzern stärkt sein Satellitennetzwerk "Amazon Leo" durch die Übernahme des US-Telekomkonzerns Globalstar in einem 11,57 Milliarden US-Dollar schweren Deal.

Lucid drehen ins Minus und verlieren 4,3 Prozent. Der Hersteller von Elektrofahrzeugen hat sich eine weitere Finanzierung über 750 Millionen Dollar von Uber gesichert. Allerdings schreibt das Unternehmen immer noch rote Zahlen und hat Mühe, genug Fahrzeuge zu verkaufen, um sich über Wasser zu halten.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 48.509,40 +0,6 +291,15 48.218,25

S&P-500 6.959,00 +1,1 +72,76 6.886,24

NASDAQ Comp 23.583,36 +1,7 +399,63 23.183,74

NASDAQ 100 25.752,95 +1,5 +369,23 25.383,72

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 3,77 -0,02 3,80 3,75

5 Jahre 3,89 -0,03 3,93 3,88

10 Jahre 4,27 -0,03 4,31 4,27

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:20

EUR/USD 1,1793 +0,3 0,0036 1,1757 1,1797

EUR/JPY 187,33 -0,1 -0,1400 187,47 187,3600

EUR/CHF 0,9208 -0,1 -0,0006 0,9214 0,9208

EUR/GBP 0,8691 -0,1 -0,0011 0,8702 0,8689

USD/JPY 158,84 -0,4 -0,6000 159,44 158,8100

GBP/USD 1,3565 +0,5 0,0061 1,3504 1,3575

USD/CNY 6,8157 -0,2 -0,0146 6,8303 6,8157

USD/CNH 6,8094 -0,1 -0,0082 6,8176 6,8074

AUS/USD 0,7129 +0,5 0,0035 0,7094 0,7136

Bitcoin/USD 75.248,84 +2,8 2.053,00 73.195,84 74.855,48

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 92,31 -6,8 -6,77 99,08

Brent/ICE 95,25 -4,1 -4,11 99,36

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.816,02 +1,6 76,84 4.739,18

Silber 79,40 +5,1 3,83 75,58

Platin 2.087,35 +0,8 16,79 2.070,56

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Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/cbr

(END) Dow Jones Newswires

April 14, 2026 12:44 ET (16:44 GMT)

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