MÄRKTE USA/Fester - Wall Street zwischen Fed und Ukraine-Krieg


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NEW YORK (Dow Jones)--Mit Aufschlägen zeigt sich die Wall Street am Dienstagmittag (Ortszeit). Die Aussagen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell vom Vortag, der die Möglichkeit höherer Zinsschritte ins Spiel gebracht hatte, seien nach den leichten Abgaben vom Vortag kein größerer Belastungsfaktor mehr, heißt es. Dagegen stehen weiter die Schlagzeilen rund um den Ukraine-Krieg im Fokus. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,7 Prozent auf 34.787 Punkte. Der S&P-500 legt um 1,0 Prozent zu und für den Nasdaq-Composite geht es 1,7 Prozent aufwärts.

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"Die Botschaft, die von der Fed-Sitzung in der vergangenen Woche ausging, ist, dass die Fed die Geldpolitik straffen wird, aber die US-Wirtschaft robust genug ist, um das zu verkraften", sagt Huw Roberts, Leiter der Analyseabteilung bei Quant Insight. "Der Aktienmarkt hat sich entschieden, den Teil der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit zu betonen". Die große Variable sei jetzt das Wirtschaftswachstum.

"Die Fed sieht kaum eine andere Möglichkeit, als die Inflation durch stärkere Zinserhöhungen zu bekämpfen, wenn der Preisdruck weiter zunimmt", so Susannah Streeter, Analystin beim Broker Hargreaves Lansdown. "Und es gibt kaum Anzeichen für eine größere Erleichterung, der Ölpreis ist in den vergangenen Tagen weiter gestiegen."

Im Ukraine-Krieg gehen die Kämpfe unvermindert weiter. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den russischen Staatschef Wladimir Putin erneut zu direkten Verhandlungen aufgerufen. Er sei bereit, auch über den Status der von Russland annektierten Krim und der Separatisten-Gebiete im Donbass zu sprechen, sagte Selenskyj am Montagabend in einem Interview.

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Konjunkturseitig stehen keine marktrelevanten Veröffentlichungen an. Nach Handelsende werden die Daten zu den US-Rohöllagerbeständen des privaten American Petroleum Institute (API) bekannt gegeben.

Anleihe-Renditen ziehen weiter an

Der Dollar zeigt sich wenig verändert. Devisenanalyst Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank weist darauf hin, dass der Geldmarkt für 2024 wieder sinkende US-Zinsen erwartet. Der Devisenmarkt bleibe skeptisch und leite aus den jüngst falkenhaften Signalen der US-Notenbank keine neue Dollar-Stärke ab.

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Am Ölmarkt zeigen sich die Notierungen weiter volatil. Nach den kräftigen Gewinnen am Montag geht es für Brent und WTI wieder leicht nach unten. Teilnehmer sprechen von Gewinnmitnahmen, nachdem es an den vergangenen drei Handelstagen um 18 Prozent nach oben gegangen war. Weiter bestimmen die Entwicklungen im Ukraine-Krieg das Geschehen, heißt es. So wird in Europa weiter die Diskussion um ein Energie-Embargo gegen Russland geführt.

Am Anleihemarkt steigen die Renditen weiter, nachdem sie mit den Aussagen des Fed-Präsidenten am Vortag bereits kräftig nach oben auf den höchsten Stand seit Mai 2019 geklettert waren. Die Rendite zehnjähriger Papiere erhöht sich um 7,7 Basispunkte auf 2,37 Prozent.

Der Goldpreis gibt etwas nach. Belastend wirken die deutlich gestiegenen Marktzinsen, die Gold als zinslose Anlage unattraktiver machen.

Bankenwerte mit Renditeanstieg gesucht

Vor dem Hintergrund weiter steigender Renditen und der Aussicht auf aggressivere Erhöhungen der Zinsen in den USA zeigen sich vor allem die Bankenwerte mit Gewinnen. Der Sektor im S&P-500 legt um 2,6 Prozent zu.

Nike rücken 4,3 Prozent vor. Der Sportartikel-Hersteller hat im dritten Geschäftsquartal bei Umsatz und Gewinn die Markterwartungen übertroffen. Qualcomm (+2,0%) nimmt 100 Millionen Dollar in die Hand, um in Unternehmen zu investieren, die neue Technologien für das Metaversum entwickeln - eine virtuelle Welt, in der Menschen interagieren, arbeiten und einkaufen können.

Für die Aktien von Okta geht es um 1,5 Prozent nach unten. Die Hackergruppe LAPSUS$ hat auf dem Instant-Messaging-Dienst Telegram Screenshots veröffentlicht, die angeblich zeigen, dass sie sich Zugang zum Administrator und anderen Systemen von Okta.com verschafft hat. Okta teilte mit, dass eine vorläufige Untersuchung keine Beweise für laufende Hacker-Aktivitäten ergeben hat und das die Bilder wahrscheinlich mit einem früheren Sicherheitsvorfall im Januar zusammenhängen, der bereits behoben wurde.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 34.787,15 +0,7% 234,16 -4,3%

S&P-500 4.505,08 +1,0% 43,90 -5,5%

Nasdaq-Comp. 14.074,80 +1,7% 236,34 -10,0%

Nasdaq-100 14.624,18 +1,7% 248,09 -10,4%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,18 +5,9 2,12 144,9

5 Jahre 2,38 +6,0 2,32 112,3

7 Jahre 2,41 +7,3 2,34 97,2

10 Jahre 2,37 +7,7 2,29 86,0

30 Jahre 2,58 +6,6 2,52 68,2

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:19 Uhr Mo, 17:13 % YTD

EUR/USD 1,1017 -0,0% 1,0968 1,1049 -3,1%

EUR/JPY 132,89 +0,9% 132,05 131,63 +1,5%

EUR/CHF 1,0272 -0,1% 1,0273 1,0275 -1,0%

EUR/GBP 0,8311 -0,7% 0,8351 0,8367 -1,1%

USD/JPY 120,63 +1,0% 120,42 119,14 +4,8%

GBP/USD 1,3256 +0,7% 1,3133 1,3205 -2,0%

USD/CNH (Offshore) 6,3756 +0,1% 6,3718 6,3663 +0,3%

Bitcoin

BTC/USD 42.704,15 +3,8% 42.311,74 41.129,53 -7,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 110,21 112,12 -1,7% -1,91 +48,0%

Brent/ICE 114,77 115,62 -0,7% -0,85 +48,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.918,73 1.936,23 -0,9% -17,50 +4,9%

Silber (Spot) 24,77 25,23 -1,8% -0,47 +6,2%

Platin (Spot) 1.019,52 1.040,96 -2,1% -21,44 +5,1%

Kupfer-Future 4,69 4,70 -0,2% -0,01 +5,1%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/err

(END) Dow Jones Newswires

March 22, 2022 12:22 ET (16:22 GMT)

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23.06.26 Alphabet A (ex Google) Buy Jefferies & Company Inc.
29.05.26 Alphabet A (ex Google) Overweight Barclays Capital
22.05.26 Alphabet A (ex Google) Neutral UBS AG
20.05.26 Alphabet A (ex Google) Neutral UBS AG
20.05.26 Alphabet A (ex Google) Buy Jefferies & Company Inc.