MÄRKTE USA/Gelassene Reaktion auf Verlust der US-Spitzenbonität


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Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Wenig beeindruckt haben sich US-Aktien- und Rentenmarkt am Montag davon gezeigt, dass die Ratingagentur Moody's den USA das Spitzenrating "AAA" entzogen hat. Marktteilnehmer erklärten dies damit, dass Moody's die letzte der drei großen Ratingagenturen sei, die den USA das begehrte "Tripple A" nun nicht mehr gebe. S&P Ratings zog seine Bestnote bereits 2011 zurück, Fitch 2023.

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Moody's begründete den Schritt mit dem wachsenden Haushaltsdefizit und immer wieder Blockaden bei Steuer- und Ausgabenfragen. Ein schlechteres Rating hat höhere Zinsen zur Folge, verteuert also die Kreditaufnahme des Staates. Dessen ungeachtet genehmigte der Haushaltsausschuss des US-Repräsentantenhauses nun eine Gesetzesvorlage des US-Präsidenten, die umfangreiche Steuersenkungen und höhere Ausgaben vorsieht. Die Gesetzesvorlage muss allerdings noch durch das Repräsentantenhaus und den Senat.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,3 Prozent im Plus mit 42.792 Punkten, gestützt von der sehr festen Unitedhealth-Aktie. Der S&P-500 schloss ebenso behauptet wie die Nasdaq-Indizes. Am Anleihemarkt stieg die Zehnjahresrendite um 2 Basispunkte auf 4,46 Prozent. Sie war zunächst auf 4,55 Prozent gesprungen.

An der Nyse wurden nach vorläufigen Angaben 1.133 (Freitag: 1.916) Kursgewinner und 1.620 (831) -verlierer gezählt. Unverändert schlossen 57 (61) Titel.

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Der Dollar bekam den Vertrauensverlust von Moody's deutlich zu spüren. Für den Dollarindex ging es um 0,7 Prozent nach unten, der Euro zog auf 1,1242 Dollar an. Der Mangel an fiskalischer Disziplin und die unsichere Politik stellten den Status des US-Dollars als sicherer Hafen und primäre Reservewährung weiter in Frage, sagte Ökonom Christopher Wong von OCBC.

Das Gold war als sicherer Hafen gesucht, profitiert aber auch vom schwächeren Dollar, der das Edelmetall für Käufer aus dem Nichtdollarraum verbilligt. Der Preis stieg um 29 Dollar auf 3.232. Die Ölpreise legten mit dem schwächeren Dollar etwas zu.

Keine Rolle spielte das offenbar weitgehend ergebnislose Telefonat zwischen US-Präsident Trump und seinem russischen Gegenüber Putin, in dem Trump seine Bemühungen um einen Waffenstillstand vorantreiben wollte. Nun soll offenbar der Vatikan als Vermittler ins Boot geholt werden.

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Unitedhealth auf Erholungskurs

Unitedhealth gewannen 8,2 Prozent und waren damit den zweiten Tag in Folge auf Erholungskurs. Zuvor war es mit diversen Hiobsbotschaften wie Betrugsvorwürfen und dem Abgang des Unternehmenschefs acht Mal in Folge abwärts gegangen. Allein in der vergangenen Woche war der Kurs um über 20 Prozent eingeknickt. Seit Beginn des Jahres liegt die Aktie immer noch rund 35 Prozent im Minus.

Nvidia profitierten nicht von vertieften Partnerschaften mit taiwanischen Unternehmen wie Foxconn, Acer, Asus und Gigabyte, der Kurs bewegte sich nur wenig.

Walmart gaben um 0,1 Prozent nach. Am Wochenende hatte US-Präsident Trump den Einzelhandelsriesen kritisiert, er solle Zollaufschläge schlucken, also selbst tragen, statt die Preise zu erhöhen. Für die Aktie der Baumarktkette Home Depot ging es im Sog um 0,4 Prozent nach unten, Lowe's schlossen knapp im Plus. Am Dienstag bzw. Mittwoch öffnen die beiden Unternehmen ihre Bücher.

TXNM Energy reagierten mit einem Plus von 7,3 Prozent darauf, dass Blackstone Infrastructure das Unternehmen für 11,5 Milliarden Dollar einschließlich Schulden kaufen will.

Regeneron Pharma erhielt in einer Konkursauktion den Zuschlag für das eins erfolgreiche DNA-Test-Startup 23andMe für 256 Millionen Dollar. Der Kurs verbesserte sich um 0,4 Prozent.

Novavax sprangen um 15 Prozent nach oben, nachdem die US-Arzneimittelbehörde FDA einen Covid-Impfstoff des Unternehmens zugelassen hatte. Zugleich erhält Novavax eine Meilensteinzahlung von seinem Entwicklungspartner Sanofi.

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 42.792,07 +0,3% 137,33 +0,3%

S&P-500 5.963,60 +0,1% 5,22 +1,3%

NASDAQ Comp 19.215,46 +0,0% 4,36 -0,5%

NASDAQ 100 21.447,05 +0,1% 19,12 +2,0%

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mo., 9:39 % YTD

EUR/USD 1,1243 +0,6% 1,1175 1,1240 +7,9%

EUR/JPY 162,78 +0,1% 162,56 162,60 -0,2%

EUR/CHF 0,9383 +0,3% 0,9356 0,9364 +0,0%

EUR/GBP 0,8414 +0,0% 0,8414 0,8408 +1,6%

USD/JPY 144,78 -0,5% 145,44 144,67 -7,4%

GBP/USD 1,3362 +0,6% 1,3278 1,3368 +6,1%

USD/CNY 7,1971 -0,1% 7,2067 7,1949 -0,0%

USD/CNH 7,2142 +0,1% 7,2098 7,2121 -1,7%

AUS/USD 0,6458 +0,8% 0,6404 0,6427 +3,5%

Bitcoin/USD 105.467,15 +1,1% 104.279,00 102.979,00 +11,1%

ROHÖL zuletzt VT-Schluss +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 62,70 62,41 +0,5% 0,29 -13,2%

Brent/ICE 65,54 65,33 +0,3% 0,21 -12,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 3231,42 3203,12 +0,9% 28,30 +22,1%

Silber 28,79 28,93 -0,5% -0,14 +3,7%

Platin 894,39 888,31 +0,7% 6,08 +1,6%

Kupfer 4,62 4,56 +1,5% 0,07 +13,8%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos

(END) Dow Jones Newswires

May 19, 2025 16:18 ET (20:18 GMT)

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