MÄRKTE USA/Goldman-Zahlen und Zinshoffnungen stützen Börse
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NEW YORK (Dow Jones)--Überzeugende Geschäftszahlen von Goldman Sachs und weiter nachlassende Zinssorgen stützen am Montag die Wall Street. Unter Anlegern verringere sich die Furcht, dass die US-Notenbank bei ihrer anstehenden Sitzung die Zinsen gleich um 100 Basispunkte erhöhen werde, heißt es im Handel. Die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschrittes über 100 Basispunkte wird am Markt nur noch zu weniger als 30 Prozent eingepreist. In der vergangenen Woche waren es zum Teil noch über 90 Prozent gewesen. Eine Zinserhöhung um 75 Basispunkte sei hingegen eingepreist, heißt es im Handel.
Der Dow-Jones-Index steigt gegen Mittag US-Ostküstenzeit um 0,5 Prozent auf 31.447, womit der Index schon wieder von seinem Tageshoch zurückkommt. Der S&P-500 und Nasdaq-Composite gewinnen 0,8 bzw. 1,4 Prozent. Nachlassende Zinsfantasien stützen die technologielastige und damit zinssensible Nasdaq. "Es bleibt abzuwarten, ob dieser Schwung in dieser Woche - oder länger - anhält. Wenn der SPX in der Vergangenheit ähnliche Rückschläge erlitten hat, lag er in der Regel eine Woche später höher", sagt Marktstratege Chris Larkin von Morgan Stanley mit Blick auf den Terminkontrakt auf S&P-500 und dessen Rückschlag in der Vorwoche.
Mit der Goldman Sachs und Bank of America und haben zwei weitere große US-Banken über den Verlauf des zweiten Quartals berichtet. Goldman hat zwar im Quartal einen kräftigen Gewinnrückgang verbucht, aber dennoch mehr verdient als erwartet. Die Aktie steigt um 3,2 Prozent. Auch bei der Bank of America (+0,9%) schrumpfte der Gewinn deutlich und verfehlte überdies die Erwartungen von Analysten. Allerdings zeichnet der Vorstand ein rosiges Bild der Verbraucherfinanzen und stellt fest, die Kunden hätten ihre Ausgaben erhöht, während sie gleichzeitig ihre Einlagen auf einem hohen Niveau hielten.
Die Alphabet-Aktie zeigt sich 0,1 Prozent höher. Am Montag wird hier ein Aktiensplit im Verhältnis 1:20 wirksam. Flugzeugbestellungen von Delta Air Lines und der japanischen ANA verhelfen der Boeing-Aktie zu einem Plus von 2,7 Prozent.
Ölpreis von Dollarschwäche gestützt
Abseits der US-Geldpolitik und der Bilanzsaison stellten die Zinssitzung der Europäischen Zentralbank mit der wahrscheinlich ersten Zinserhöhung seit 2011 und die drohende Energiekrise in Europa zentrale Themen an der Wall Street, heißt es von der Deutschen Bank. Der Markt warte gespannt darauf, ob durch die derzeit wegen Wartungsarbeiten stillgelegte Gaspipeline Nord Stream 1 anschließend wieder russisches Gas nach Europa komme.
Mit der Aussicht auf die erste Zinserhöhung seit elf Jahren erholt sich der Euro etwas, der Dollarindex gibt um 0,8 Prozent nach. Schwindende Spekulationen auf eine Fed-Zinserhöhung um 100 Basispunkte lassen den Greenback nachgeben. Der Euro bewegt sich im Spannungsfeld eines mehrheitlich als zu gering eingeschätzten Zinsschritts der EZB am Donnerstag und Spekulationen über eine womöglich doch größer ausfallende Zinserhöhung. Eine Erhöhung der Leitzinsen um 25 Basispunkte wäre ein Schritt, der "zu wenig und zu spät" sei, so die Strategen der Saxo Bank. Bei Julius Bär heißt es derweil, die EZB könnte die Zinssätze um mehr als die erwarteten 25 Basispunkte anheben, was den Euro beflügeln dürfte.
Am Ölmarkt folgen die Preise laut Händlern dem Euro nach oben, der vom 20-Jahreshoch zurückgekommene Dollar stütze die Erdölpreise. Die Preisschwäche der vergangenen Woche bei Rohöl sei vor allem auf das Konto des festen Dollar gegangen, heißt es. Auch der Goldpreis profitiert von der Dollarschwäche.
Staatsanleihen sind mit der wiedererwachten Risikofreude der Anleger derweil nicht gefragt. Sinkende Notierungen lassen die Renditen steigen. Die Zinsstrukturkurve ist jedoch immer noch klar invers, was als Rezessionssignal gewertet wird.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 31.447,44 +0,5% 159,18 -13,5%
S&P-500 3.893,80 +0,8% 30,64 -18,3%
Nasdaq-Comp. 11.614,71 +1,4% 162,29 -25,8%
Nasdaq-100 12.148,18 +1,4% 164,56 -25,6%
US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 3,19 +6,3 3,12 245,7
5 Jahre 3,13 +8,5 3,05 187,1
7 Jahre 3,11 +9,5 3,01 166,8
10 Jahre 3,01 +8,8 2,92 149,5
30 Jahre 3,18 +9,7 3,08 127,7
DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:30 Fr, 17:34 % YTD
EUR/USD 1,0169 +0,8% 1,0089 1,0091 -10,6%
EUR/JPY 140,50 +0,6% 139,48 139,81 +7,4%
EUR/CHF 0,9924 +0,7% 0,9846 0,9869 -4,3%
EUR/GBP 0,8476 -0,3% 0,8489 0,8507 +0,9%
USD/JPY 138,18 -0,3% 138,25 138,53 +20,0%
GBP/USD 1,1996 +1,1% 1,1887 1,1865 -11,4%
USD/CNH (Offshore) 6,7527 -0,2% 6,7549 6,7666 +6,3%
Bitcoin
BTC/USD 22.402,23 +6,6% 21.954,74 20.855,24 -51,5%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 101,92 97,59 +4,4% 4,33 +41,2%
Brent/ICE 105,82 101,16 +4,6% 4,66 +41,3%
GAS VT-Schluss +/- EUR
Dutch TTF 159,60 160,80 +0,0% 0,03 +35,2%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.711,36 1.707,70 +0,2% +3,66 -6,5%
Silber (Spot) 18,89 18,70 +1,0% +0,19 -19,0%
Platin (Spot) 873,80 848,75 +3,0% +25,05 -10,0%
Kupfer-Future 3,35 3,23 +3,6% +0,12 -24,6%
YTD zu Vortagsschluss
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/flf/cln
(END) Dow Jones Newswires
July 18, 2022 12:26 ET (16:26 GMT)
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| 20.05.26 | Alphabet A (ex Google) Buy | Jefferies & Company Inc. |
