MÄRKTE USA/Günstiges Umfeld dürfte Wall Street freundlich starten lassen


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FRANKFURT (Dow Jones)--Die Wall Street steht am Donnerstag vor einem freundlichen Handelsbeginn. Dabei dürfte der US-Aktienmarkt ein bekanntes Muster zeigen, wonach US-Notenbankentscheidungen oft erst am nächsten Tag Wirkung entfalten. Die Fed hatte am Vorabend ihre extrem lockere Geldpolitik erneut bestätigt und zugleich den Willen bekräftigt, diese bis auf Weiteres beizubehalten. Damit fuhr sie Zweiflern in die Parade, die angesichts der Inflationsentwicklung mit Signalen einer baldigen Straffung gerechnet hatten. Verstummen wollen diese gleichwohl nicht.

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Doch der Markt atmet zunächst auf - auch weil US-Präsident Joe Biden zwar Steuererhöhungen noch einmal bekräftigte, in seiner Rede zur Lage der Nation aber die Schaffung von Arbeitsplätzen und billionenschwere Wirtschaftsstimuli betonte. Ein exzellenter Geschäftsausweis von Apple (vorbörslich +2,7%) trägt ebenfalls zur guten Stimmung bei. Der Technologiegigant hat auf ganzer Linie überzeugt.

"In diesem Umfeld ist es sehr schwer, bärisch zu sein", bringt es Investmentstratege Gregory Perdon von Arbuthnot Latham auf den Punkt. "Man lässt die Wirtschaft heiß laufen", ergänzt er etwas überrascht. Geldpolitische Straffungen seien kurzfristig offenbar kein Thema.

Dass die US-Wirtschaft aktuell noch nicht heiß läuft, zeigen wöchentliche Arbeitsmarkt- und BIP-Daten für das erste Quartal. Beide Datenreihen fallen sehr gut aus, gleichwohl hatte der Markt jeweils etwas mehr erhofft.

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Neben Apple ziehen auch Facebook mächtig an

Parallel zu Apple liefern weitere Unternehmen Einblicke in die Geschäftsentwicklung - so der Chiphersteller Qualcomm (+5,6%) mit guten Quartalszahlen und einem starken Ausblick. Facebook (+7,5%) hat im ersten Quartal erneut den Umsatz und den Gewinn deutlich gesteigert und die Markterwartungen übertroffen. Die Ebay-Aktie (-7,9%) wird für einen enttäuschenden Ausblick abgestraft, auch wenn der Online-Marktplatz im ersten Quartal etwas besser abschnitt als geschätzt.

Ebenfalls nach Quartalszahlen gibt die Ford-Aktie um 3,9 Prozent nach. Zwar fiel der Nettogewinn so hoch aus wie seit Jahren nicht, allerdings warnte Ford vor negativen Folgen der Chipknappheit für das eigene Geschäft.

Eine höhere Nachfrage hat dem Baumaschinenhersteller Caterpillar (+1,4%) im ersten Quartal einen Umsatz- und Gewinnanstieg beschert - bei übertroffenen Marktprognosen. Der Lebensmittelkonzern Kraft Heinz (+0,8%) weiß ebenfalls zu gefallen mit seinen Quartalszahlen. Das gilt auch für die Fastfood-Kette McDonald's (+0,3%), die im Auftaktquartal die Markterwartungen geschlagen hat.

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Der Fleischverarbeiter Pilgrim's Pride (-1,1%) übertraf mit dem Quartalsgewinn die Erwartungen und traf sie beim Umsatz. O'Reilly Automotive (+1,3%) schlug die Analystenschätzungen. Gut kommt auch der Geschäftsausweis von Align Technology (+4,4%) an. Die Biopharmagesellschaft Moderna (+1,9%) will ihren Corona-Impfstoffproduktion verdreifachen.

Fed drückt Dollar

Mit der taubenhaft gestimmten US-Notenbank gerät der US-Dollar unter Druck. Dollar-Bullen habe sie den Wind aus den Segeln genommen, heißt es. Der Euro zieht mit der Schwäche des Greenbacks auf 1,2134 Dollar nach Wechselkursen klar unter 1,21 am Vortag an.

Dass die Fed noch immer nicht alle Mahner ruhig stellen kann, verdeutlicht der Rentenmarkt, wo die Notierungen mit steigenden Konjunkturerwartungen fallen und die Renditen mit wachsenden Inflationssorgen steigen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen gewinnt 4,6 Basispunkte auf 1,66 Prozent. Das wichtige Inflationsmaß PCE-Deflator lag im ersten Quartal annualisiert in der Kernrate mit 2,3 Prozent klar über dem langfristigen Ziel der Fed.

Gold verliert etwas an Glanz - gedrückt durch steigende Marktzinsen. Das World Gold Council spricht angesichts gestiegener Renditen von einem Nachfrage-Einbruch von 71 Prozent im ersten Quartal. Betroffen seinen in erster Linie Gold-ETF.

Erdöl verteuert sich dank Dollar-Schwäche und steigendem Konjunkturoptimismus in den USA. Zudem hatte die Regierung am Vortag deutlich gesunkene Benzin- und Dieselvorräte gemeldet. Dieser Umstand spreche für eine steigende Nachfrage, heißt es.

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US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 0,17 0,8 0,16 5,1

5 Jahre 0,89 3,9 0,85 53,0

7 Jahre 1,35 4,8 1,30 70,1

10 Jahre 1,66 5,1 1,61 74,6

30 Jahre 2,33 4,6 2,29 68,7

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:15 Uhr Mi, 17:34 Uhr % YTD

EUR/USD 1,2128 +0,02% 1,2133 1,2099 -0,7%

EUR/JPY 132,22 +0,40% 131,84 131,62 +4,9%

EUR/CHF 1,1021 -0,07% 1,1038 1,1037 +2,0%

EUR/GBP 0,8692 -0,09% 0,8692 0,8694 -2,7%

USD/JPY 109,01 +0,37% 108,69 108,79 +5,5%

GBP/USD 1,3952 +0,10% 1,3955 1,3919 +2,1%

USD/CNH (Offshore) 6,4652 -0,18% 6,4678 6,4748 -0,6%

Bitcoin

BTC/USD 54.385,49 -0,88% 54.293,76 54.443,50 +87,2%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 64,93 63,86 +1,7% 1,07 +33,5%

Brent/ICE 68,51 67,27 +1,8% 1,24 +32,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.776,24 1.780,90 -0,3% -4,67 -6,4%

Silber (Spot) 26,34 26,18 +0,6% +0,17 -0,2%

Platin (Spot) 1.225,00 1.221,50 +0,3% +3,50 +14,5%

Kupfer-Future 4,54 4,50 +1,0% +0,05 +28,9%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/smh

(END) Dow Jones Newswires

April 29, 2021 08:46 ET (12:46 GMT)

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26.06.26 Apple Overweight JP Morgan Chase & Co.