MÄRKTE USA/Rally an Wall Street könnte ohne Technologiewerte andauern
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NEW YORK (Dow Jones)--An der Wall Street könnte sich am Freitag der Trend des Vortages fortsetzen: Steigenden Kursen am breiten Markt stehen Abgaben im Technologiesektor gegenüber. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen gut behaupteten Handelsbeginn am Kassamarkt schließen, die Technologiewerte dürften aber erneut hinterherhinken.
Die Aussagen von US-Notenbankgouverneur Jerome Powell am Vortag könnten die Rally auch zum Wochenschluss noch ein wenig am Laufen halten, heißt es im Handel. Allerdings bleiben Händler bezüglich der Nachhaltigkeit skeptisch, denn kurz- bis mittelfristig dürfte der historische Schwenk der US-Notenbank bei der Inflationsbekämpfung kaum Auswirkungen zeigen. Die Änderungen der Geldpolitik dürften eher langfristig zu spüren sein.
Die Aussagen seien eine "Bestätigung, dass die Leitzinsen kurz- bis mittelfristig aller Voraussicht nach niedriger bleiben", ruft Marktstratege Arnab Das von Invesco in Erinnerung. Die Aussicht auf eine lange Periode unterstützender Geldpolitik über die Corona-Krise hinaus mit steigenden Unternehmensgewinnen hatte die Wall Street bereits am Vortag gestützt.
Gegen ein übermäßiges Anziehen der Inflation sprechen die Konsumausgaben. Die US-Verbraucher haben ihre Konsumausgaben im Juli nicht so stark gesteigert wie in den Vormonaten, da eine Welle von neuen Infektionen das Land ergriffen hat. Doch lassen steigende Einkommen auf anziehende Ausgaben hoffen, Volkswirte hatten hier eine Stagnation erwartet. Die Inflationsentwicklung hängt stark am Wirtschaftswachstum und damit am privaten Konsum in den USA. Daher dürfte auch die Revision der Verbraucherstimmung genau beäugt werden, die im frühen Sitzungsverlauf ansteht. Antworten zum Wachstum könnte der Index der Einkaufsmanager im Großraum Chicago für August liefern.
HP und Workday überraschen mit Quartalszahlen positiv
Am Aktienmarkt steigen vorbörslich die Aktien von HP um 2,9 Prozent. Der PC-Hersteller hat im dritten Geschäftsquartal von der Coronavirus-Pandemie profitiert, die zu einem ungewöhnlich hohen Umsatz über Marktschätzung geführt hat.
Auch Workday hat von der Coronavirus-Pandemie im zweiten Quartal profitiert. Der Anbieter Cloud-basierter Computersoftware für Rechnungswesen, Personalverwaltung und Unternehmensplanung vermeldete einen Umsatzsprung oberhalb der Marktprognosen. Die Aktie legt um 10,2 Prozent zu.
Die Titel von Gap verlieren 0,5 Prozent, obwohl der Bekleidungseinzelhändler mit den Zweitquartalsergebnissen die Markterwartungen übertroffen hat. Hier komme es jedoch zu Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel am Vortag ein 52-Wochenhoch markiert hätten, heißt es.
Die Papiere von Ulta Beauty schießen um 13,3 Prozent empor. Der Kosmetikeinzelhändler hat im zweiten Quartal die Markterwartungen übertroffen.
Dollar im Powell-Tief
Am Devisenmarkt entfalten die Powell-Aussagen erst mit Verspätung ihre eigentlich zu erwartende Wirkung, denn der WSJ-Dollarindex sinkt 0,8 Prozent. Anleger preisten eine lange Periode niedriger US-Zinsen ein, heißt es. Der Euro profitiert derweil von einem in der Eurozone verbesserten Geschäftsklima und steigt auf 1,1914 US-Dollar nach einem Tagestief bei 1,1811.
Am Rentenmarkt steigen die Notierungen trotz der positiven Stimmung am Aktienmarkt. Da keine Zinserhöhung in Sicht ist, steigt die Attraktivität der aktuellen US-Anleihen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fällt im Gegenzug um 1,1 Basispunkte auf 0,47 Prozent. Die Zinskurve versteilt sich insgesamt.
Gold im Powell-Hoch
Auf lange Sicht niedrige Zinsen treibt Anleger zum Gold. Auch die Dollarschwäche stützt. Die Feinunze verteuert sich um 1,8 Prozent auf 1.964 Dollar.
Bei Erdöl tut sich wenig, die Preise verharren auf Vortagesniveau. Anleger warteten auf neue Informationen zu den Wirbelstürmen im Golf von Mexiko und der dortigen Rohölförderung, heißt es.
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US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,13 -2,3 0,15 -107,7
5 Jahre 0,28 -2,8 0,31 -164,0
7 Jahre 0,51 -2,9 0,54 -173,3
10 Jahre 0,74 -1,4 0,75 -170,5
30 Jahre 1,52 0,4 1,51 -155,1
DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:33 Do, 17:35 % YTD
EUR/USD 1,1894 +0,62% 1,1869 1,1819 +6,1%
EUR/JPY 125,42 -0,41% 126,07 125,44 +2,9%
EUR/CHF 1,0752 +0,06% 1,0752 1,0738 -1,0%
EUR/GBP 0,8950 -0,06% 0,8948 0,8965 +5,8%
USD/JPY 105,45 -1,03% 106,21 106,16 -3,1%
GBP/USD 1,3291 +0,68% 1,3265 1,3185 +0,3%
USD/CNH (Offshore) 6,8636 -0,34% 6,8663 6,8846 -1,5%
Bitcoin
BTC/USD 11.452,79 +1,51% 11.419,26 11.458,26 +58,8%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 42,99 43,04 -0,1% -0,05 -25,0%
Brent/ICE 45,04 45,09 -0,1% -0,05 -27,4%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.956,52 1.929,50 +1,4% +27,02 +28,9%
Silber (Spot) 27,52 27,08 +1,7% +0,45 +54,2%
Platin (Spot) 937,03 936,50 +0,1% +0,53 -2,9%
Kupfer-Future 3,00 2,97 +1,2% +0,04 +6,5%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/flf
(END) Dow Jones Newswires
August 28, 2020 09:05 ET (13:05 GMT)
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 29.11.23 | Workday A Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 30.08.19 | Workday A Market Perform | BMO Capital Markets | |
| 13.08.19 | Workday A Buy | Compass Point | |
| 29.05.19 | Workday A Buy | Monness, Crespi, Hardt & Co. | |
| 29.05.19 | Workday A Market Perform | BMO Capital Markets |