MÄRKTE USA/Steigende Ölpreise und Renditen belasten die Wall Street


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DOW JONES--Weiter steigende Ölpreise und erneut zulegende Renditen sorgen zu Wochenbeginn für Abgaben an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Eröffnung 0,7 Prozent auf 51.468 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 reduziert sich um 0,5 Prozent und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 0,6 Prozent nach unten. Hier belasten vor allem Abgaben bei den Chip-Werten.

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Im Iran-Krieg stehen die Zeichen weiter auf Konfrontation. So hat US-Präsident Donald Trump den Vorschlag des Irans für einen siebentägigen Waffenstillstand abgelehnt. Er habe Beratern erklärt, dass er nach den Zwischenwahlen im November mit einer Wiederaufnahme der Bombardierungen des Irans rechne, sagten US-Beamte. Mit Teherans Vorschlag wären im Gegenzug für die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen die Straße von Hormus wieder geöffnet und die Atomgespräche wieder aufgenommen worden. Friedensvermittler drängen derweil den Iran zu einem Zugeständnis in seinem Atomprogramm, um die Waffenstillstandsgespräche mit den USA wiederzubeleben.

Die Ölpreise steigen erneut, kommen aber im Verlauf von den Tageshochs deutlich zurück. Für Brent geht es um 1,8 Prozent nach oben auf 106,24 Dollar das Fass - im Hoch betrug das Plus schon mehr als 4 Prozent. Der Grund hierfür könnte sein, dass wieder signifikante Ölmengen durch die zuletzt beschädigte East-West-Pipeline fließen. Laut Angaben von Bloomberg sollen wieder rund 3,5 Millionen Barrel durch die Pipeline fließen, also etwas die Hälfte der Gesamtkapazität.

Der Anstieg des Ölpreises nährt Inflationssorgen, was die Renditen am Anleihemarkt wegen der damit verbundenen Spekulationen um weitere Zinserhöhungen nach oben klettern lässt. Im Zehnjahresbereich geht es um 5 Basispunkte auf 5,23 Prozent aufwärts. Die Durchschnittsrendite eines globalen Anleihebarometers ist erstmals seit 2007 wieder über 4 Prozent gestiegen, was das Ausmaß der globalen Zinsanpassungen unterstreicht, sagt Patrick Munnelly, Marktstratege der Tickmill Group. "Dies ist nicht länger nur eine US-Geschichte", ergänzt er. "Höhere Ölpreise, hartnäckige Inflationserwartungen, eine widerstandsfähige Konjunktur und ein hoher staatlicher Finanzierungsbedarf führen dazu, die globalen Zinsssätze in die Höhe zu treiben", so Munnelly.

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Der Goldpreis fällt deutlich zurück, da steigende Ölpreise die Erwartung verstärken, dass die US-Notenbank die Zinsen im Oktober weiter anheben könnte, heißt es. Ein solcher Schritt würde das zinslose Edelmetall unter Druck setzen. Die Feinunze gibt um 3,4 Prozent auf 4.142 Dollar nach.

Der "sichere Hafen" Dollar steigt, da die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg weiter schwinden. Der Dollar-Index verbessert sich um 0,2 Prozent.

Konjunkturdaten stehen zu Wochenbeginn nicht auf der Agenda. Mit Blick auf die Inflation wartet der Markt auf den Preisindex der Persönlichen Konsumausgaben in den USA, der am Mittwoch veröffentlicht wird. Daneben steht zum Wochenausklang noch der US-Arbeitsmarktbericht für September an.

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Chip-Werte zeigen sich mit Abgaben. So verlieren Intel 3,2 Prozent, Marvell fallen um 2,2 Prozent und Sandisk um 3,5 Prozent. Erneut gibt es Befürchtungen in Bezug auf eine zu rasche und nicht kontrollierbare Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI). Hintergrund sind neue Berichte über Vorfälle mit KI-Agenten von OpenAI, die mit außergewöhnlichen Maßnahmen versucht haben sollen, an Daten zu gelangen. Der ChatGPT-Entwickler stoppte in der Folge vorläufig das Training der neuesten Modelle.

Boeing reduzieren sich um 4,4 Prozent, nachdem das Wall Street Journal berichtet hatte, dass der Flugzeughersteller einen Softwarefehler identifiziert habe, der eine automatische Landefunktion stören könnte. „Unsere Ingenieure arbeiten an einem Software-Update, um das Problem dauerhaft zu beheben", teilte Boeing Barron's mit.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 51.467,97 -0,7 -360,65 51.828,62

S&P-500 7.706,00 -0,5 -37,41 7.743,41

NASDAQ Comp 26.936,98 -0,5 -131,74 27.068,72

NASDAQ 100 30.426,85 -0,6 -181,29 30.608,13

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,92 +0,05 4,93 4,89

5 Jahre 5,06 +0,05 5,07 5,03

10 Jahre 5,23 +0,05 5,24 5,19

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:20 Uhr

EUR/USD 1,1361 -0,3 -0,0030 1,1391 1,1395

EUR/JPY 178,58 -0,3 -0,5500 179,13 179,3600

EUR/CHF 0,9454 +0,2 0,0019 0,9435 0,9443

EUR/GBP 0,8571 -0,3 -0,0028 0,8599 0,8609

USD/JPY 157,17 -0,1 -0,0900 157,26 157,3900

GBP/USD 1,3252 +0,0 0,0003 1,3249 1,3234

USD/CNY 6,7103 -0,0 -0,0025 6,7128 6,7128

USD/CNH 6,7146 -0,1 -0,0081 6,7227 6,7246

AUS/USD 0,7018 -0,1 -0,0005 0,7023 0,7021

Bitcoin/USD 83.466,98 -1,3 -1.081,72 84.548,70 83.784,44

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 94,41 +2,2 2,00 92,41

Brent/ICE 106,24 +1,8 1,92 104,32

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.141,85 -3,4 -144,40 4.286,25

Silber 61,29 -4,7 -2,99 64,28

Platin 1.725,51 -3,0 -52,65 1.778,16

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/apo

(END) Dow Jones Newswires

September 28, 2026 09:41 ET (13:41 GMT)

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