MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Technologie-Werte unter Druck erwartet
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DOW JONES--Mehrheitlich mit Abgaben dürfte die Wall Street am Dienstag starten. Während der Dow-Jones-Index ein neues Rekordhoch markieren könnte, dürfte es vor allem für die Technologiewerte abwärts gehen. Der Future auf den S&P-500 fällt um 0,1 Prozent, der Termin-Kontrakt auf den Nasdaq-100 büßt 0,9 Prozent ein. Die Abgaben im Technologie-Sektor dürften auf die Zahlen von Samsung Electronics zurückzuführen sein. Der südkoreanische Konzern hat vorläufige Quartalsergebnisse auf Rekordniveau vorgelegt. Das reichte jedoch nicht aus, um die Nervosität der Anleger hinsichtlich der Nachhaltigkeit der KI-Nachfrage zu beruhigen, was die Aktie in Seoul um knapp 7 Prozent einknicken ließ.
Samsung habe mit seiner Umsatzprognose die Anleger wahrscheinlich leicht enttäuscht, so Morningstar-Analyst Jing Jie Yu. Die Verfehlung sei wahrscheinlich auf unerwartet moderate DRAM-Preiserhöhungen zurückzuführen. Dies habe die Anleger verschreckt, die zunehmend die strukturelle Stärke bei den Speicherpreisen einpreisten, fügt Yu hinzu. Der Kursrutsch der Samsung-Aktie trotz außergewöhnlich guter Gewinne sei eine Mahnung, dass es in hoch bewerteten Märkten nicht mehr ausreiche, die Erwartungen zu erfüllen, so Ipek Ozkardeskaya von Swissquote. Zunehmend scheine es so, dass Unternehmen die "Flüsterschätzungen" übertreffen müssten.
An der Wall Street geht es vorbörslich für Nvidia um 1,6 Prozent nach unten, Intel knicken um 3,6 Prozent ein, für die Broadcom-Aktie geht es um 2,4 Prozent abwärts und Advanced Micro Devices (AMD) fallen um 4,1 Prozent. Applied Materials und Lam Research - beides wichtige Zulieferer von Samsung - büßen bis zu 6,1 Prozent ein.
Daneben steht der Banken-Sektor im Fokus. Einige der größten US-Banken haben die Übernahme eines Zahlungsnetzwerks für Debitkarten geprüft, das ihnen helfen könnte, die gesetzlichen Obergrenzen für Interbankenentgelte zu umgehen, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Banken wie JP Morgan Chase, Bank of America, Wells Fargo und PNC Financial Services Group hätten in den vergangenen Monaten erste und vorläufige Gespräche über einen Deal geführt. Dabei gehe es um die Übernahme eines Netzwerks, das dem Finanztechnologieunternehmen Fiserv gehört. Für die Aktien von JP Morgan, Bank of America und Wells Fargo geht es um bis zu 1,2 Prozent nach oben.
Die SpaceX-Aktie wird am Berichtstag erstmals im Nasdaq-100-Index gehandelt, der bis zur nächsten Index-Überprüfung 101 Werte enthält. In den breiteren Nasdaq-Composite wurden SpaceX bereits unmittelbar mit dem Börsengang aufgenommen. Händler führen die Abgaben im Technologie-Sektor auch auf das "Platzschaffen" in den Portfolios für die Indexaufnahme von SpaceX zurück. Für die Aktie geht es 0,3 Prozent nach oben.
Die Agenda der Konjunkturdaten ist am Berichtstag übersichtlich. Das Handelsbilanzdefizit hat sich im Mai deutlicher gegenüber dem Vormonat erhöht, lag mit 77,59 Milliarden Dollar aber unter der Prognose von 78 Milliarden Dollar.
Der Dollar zeigt sich wenig verändert. Die Märkte würden weiter auf eine Zinserhöhung der Fed bis zum Jahresende setzen. Am Mittwoch wird das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung veröffentlicht, das Signale für die weitere Geldpolitik liefern könnte.
Für die Ölpreise geht es leicht nach oben. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 0,9 Prozent auf 72,60 Dollar. Händler verweisen auf iranische Angriffe auf Handelsschiffe in der Nähe der Straße von Hormus trotz anhaltender diplomatischer Bemühungen. Dennoch sagen Analysten, dass das Aufwärtspotenzial begrenzt bleibt. "Saudi-Arabien hat seine offiziellen Verkaufspreise für August gesenkt, die Opec+ baut die Produktionskürzungen weiter ab, die Exporte aus dem Golf erholen sich und der physische Markt bleibt gut versorgt", sagt Soojin Kim von MUFG.
Der Goldpreis baut zwischenzeitlich seine Vortagesverluste weiter aus. Die Feinunze notiert nun aber wieder unverändert bei 4.163 Dollar. Teilnehmer verweisen auf die iranischen Angriffe auf zwei Handelsschiffe in der Nähe der Straße von Hormus, die Inflationssorgen neu entfachen.
Am US-Anleihemarkt gibt es erneut kaum Bewegung. Die Rendite zehnjähriger Papiere verbessert sich um 1 Basispunkt auf 4,49 Prozent. Hier könnte das Fed-Protokoll am Mittwoch einen Impuls liefern, heißt es.
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US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 4,13 +0,00 4,15 4,12
5 Jahre 4,22 +0,01 4,24 4,20
10 Jahre 4,49 +0,01 4,51 4,47
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:01
EUR/USD 1,1438 -0,0 -0,0002 1,1440 1,1418
EUR/JPY 185,06 -0,2 -0,3800 185,44 185,3800
EUR/CHF 0,9214 +0,0 0,0002 0,9212 0,9207
EUR/GBP 0,8542 0,0 0,0000 0,8542 0,8546
USD/JPY 161,78 -0,2 -0,3000 162,08 162,3300
GBP/USD 1,3387 -0,0 -0,0003 1,339 1,3356
USD/CNY 6,7928 -0,0 -0,0030 6,7958 6,7959
USD/CNH 6,7959 +0,0 0,0017 6,7942 6,7985
AUS/USD 0,6953 +0,0 0,0001 0,6952 0,6937
Bitcoin/USD 63.484,61 -0,5 -311,87 63.796,48 62.021,70
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 68,94 +0,6 0,39 68,55
Brent/ICE 72,6 +0,9 0,61 71,99
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.162,72 -0,0 -1,26 4.163,98
Silber 61,49 -0,9 -0,59 62,08
Platin 1.654,79 +1,5 23,79 1.631,00
(Angaben ohne Gewähr)
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/ros/mpt
(END) Dow Jones Newswires
July 07, 2026 08:46 ET (12:46 GMT)
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