MÄRKTE USA/Wall Street vor freundlicher Eröffnung - Sorgen bleiben


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NEW YORK (Dow Jones)--An der Wall Street deutet der Aktienterminmarkt am Montag auf eine freundliche Eröffnung am Kassamarkt hin. Damit scheint die jüngste Schwäche des Marktes aus der vergangenen Woche ausgelaufen zu sein. Zuletzt zeigte sich der Markt gefangen zwischen der Hoffnung auf eine schnelle Konjunkturerholung und der Ausbreitung einer zweiten Infektionswelle. Rein technisch gesehen deute vieles auf steigende Kurse hin. Aber die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle mit den Coronavirus stehe dem entgegen, heißt es mit Blick auf steigende Infektionsraten in den US-Bundesstaaten Arizona, South Carolina, Florida und Texas. Untermauert werden die Daten von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese hat eine Rekordzahl an Neuinfektionen an einem einzigen Tag gemeldet, wobei Brasilien und die USA mit den meisten Neufällen unangenehm auffielen.

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"Wir werden wohl keine scharfe Aufwärtsbewegung beobachten, aber die Wirtschaftsdaten beginnen, die Marktentwicklung einzuholen", sagt Chefstrategin Seema Shah von Principal Global Investors. Die Konsumenten fassten wieder Vertrauen. "Solange der Anstieg der Coronavirusfälle sie nicht abschreckt, könnte die wirtschaftliche Erholung in der zweiten Jahreshälfte stärker ausfallen als erwartet", ergänzt die Expertin. Laut Handelsbeauftragtem Peter Navarro bereitet sich das Weiße Haus auf eine neue Infektionswelle vor. Diese werde zwar nicht zwingend erwartet, aber die Regierung unter US-Präsident Donald Trump treffe Vorbereitungen durch die Lagerung von Medikamenten und medizinischer Ausrüstung, so Navarro.

Sorgen könnten zu Stimmungsumbruch führen

"Es ist unwahrscheinlich, dass der Anstieg der Infektionsrate das Vertrauen an den Märkten stärkt, aber es könnte ein Punkt kommen, an dem sich die Händler besser an die Situation gewöhnen (...)", sagt Marktanalyst David Madden von CMC Markets. Denn das Wiederhochfahren der Wirtschaft bringe das Risiko neuer Infektionen mit sich. "Es machen ganz klar Sorgen die Runde, aber mit der Panik im Februar und März hat das nichts zu tun", ergänzt Madden. Andere Marktteilnehmer sehen die Sache weniger gelassen und warnen vor einem erneuten Einbruch der Märkte.

Wie sehr die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle am Markt umgeht, lässt der Rentenmarkt mit steigenden Notierungen erahnen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen verliert einen Basispunkt auf 0,69 Prozent. Auch die "Krisenwährung" Gold ist gesucht, die Feinunze verteuert sich um 0,5 Prozent auf 1.754 US-Dollar.

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Anders als am Goldmarkt fallen die Preise für Erdöl nach ihren jüngsten Dreimonatshochs: US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligt sich um 1,0 Prozent auf 39,35 Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 0,5 Prozent auf 41,96 Dollar. Die Sorge vor einer zweiten Welle schüre Nachfrageängste, heißt es. Die Analysten der Bank of America sehen die fundamentale Lage bei Rohöl aber verbessert und heben Ihre Preisprojektionen an.

Evoke haussieren

Unter den Einzelaktien brechen American Airlines vorbörslich um 8,8 Prozent ein. Die Fluggesellschaft plant eine Kapitalerhöhung um 3,5 Milliarden Dollar durch eine Wandlung von Schulden in Eigenkapital. Der Aktienkurs von Fedex gibt nur leicht nach. Der US-Logistikkonzern nimmt eine 370 Millionen Dollar schwere Goodwill-Abschreibung vor.

Die Aktie von Insurance Acquisition profitiert von Berichten über eine mögliche Übernahme des Online-Gebrauchtwagenhändlers Shift Technologies. Die Aktie legt um 11,8 Prozent zu. Evoke Pharma haussieren um 95 Prozent, nachdem das Unternehmen eine Zulassung durch die US-Gesundheitsbehörde FDA für eine neue Anwendung des Nasensprays Gimoti erhalten hat.

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Im Kampf gegen eine zweite Pandemiewelle haben die chinesischen Behörden die Einfuhr von tiefgekühltem Hähnchenfleisch des US-Lebensmittelkonzerns Tyson Foods vorübergehend aufgrund von Infektionsfällen untersagt. Die Titel büßen 2,7 Prozent ein.

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US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 0,19 -0,8 0,19 -101,7

5 Jahre 0,32 0,0 0,32 -160,2

7 Jahre 0,52 -0,9 0,53 -172,7

10 Jahre 0,68 -1,3 0,70 -176,0

30 Jahre 1,44 -1,7 1,46 -162,4

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:30 Fr, 17:03 % YTD

EUR/USD 1,1222 +0,31% 1,1194 1,1195 +0,1%

EUR/JPY 119,93 +0,39% 119,69 119,61 -1,6%

EUR/CHF 1,0662 +0,13% 1,0647 1,0642 -1,8%

EUR/GBP 0,9045 -0,08% 0,9047 0,9043 +6,9%

USD/JPY 106,87 +0,07% 106,90 106,93 -1,8%

GBP/USD 1,2405 +0,40% 1,2372 1,2371 -6,4%

USD/CNH (Offshore) 7,0669 -0,18% 7,0741 7,0706 +1,4%

Bitcoin

BTC/USD 9.492,00 +1,78% 9.406,76 9.358,01 +31,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 39,56 39,75 -0,5% -0,19 -32,8%

Brent/ICE 42,02 42,19 -0,4% -0,17 -33,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.757,67 1.744,15 +0,8% +13,53 +15,8%

Silber (Spot) 17,94 17,60 +1,9% +0,34 +0,5%

Platin (Spot) 827,75 817,55 +1,2% +10,20 -14,2%

Kupfer-Future 2,64 2,61 +1,1% +0,03 -6,3%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mgo

(END) Dow Jones Newswires

June 22, 2020 09:07 ET (13:07 GMT)

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