MARKT USA/Atempause auf Rekordniveau - Arm unter Druck erwartet
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Nach den Gewinnen der Vortage und immer neuen Allzeithochs sieht es für den Start am Donnerstag an den US-Börsen nach einer Atempause aus. Daneben dürfte zunächst für Vorsicht sorgen, wie es mit den Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran weitergeht. Zwar liegt dem Iran laut US-Präsident Donald ein einseitiges Dokument mit Rahmenvereinbarungen für einen Frieden vor, ob der Iran diesem aber auch zustimmt, gilt nicht als sicher, auch wenn Trump behauptet, der Iran sei zu einem Verzicht auf Atomwaffen bereit, einem zentralen Punkt der Bedingungen. Andererseits drohte Trump dem Iran am Vortag auch erst wieder mit stärkerer Bombardierung für den Fall, dass Teheran den zur Diskussion stehenden Bedingungen zur Beendigung des Krieges nicht zustimme.
Julius Bär warnt, dass die globale Erholungsrally einen verfrühten Optimismus im Hinblick auf den Iran-Krieg widerspiegele und nicht mit einer Lösung verwechselt werden dürfe. Die Märkte preisten Wahrscheinlichkeiten und nicht Ergebnisse ein.
Bei den Ölpreisen hält die Entspannung allerdings an, auch wenn die wichtige Straße von Hormus weiterhin noch nicht wieder passierbar ist. Allerdings berichtete die staatliche saudische Nachrichtenplattform Al Arabiya unter Berufung auf anonyme Quellen, dass die Gespräche zur Schaffung eines Rahmens für die Öffnung der Straße von Hormus fortgesetzt würden. Brent-Öl verbilligt sich aktuell um knapp 3 Prozent auf 98,50 Dollar.
Vor diesem Hintergrund sinken die US-Renditen weiter, was ebenfalls Rückenwind für Aktie bedeutet. Die Zehnjahresrendite fällt um 2 Basispunkte auf 4,33 Prozent. Der Dollar gibt mit den Renditen etwas nach, der Euro geht mit 1,1774 Dollar um.
Am Aktienmarkt steht weiter der Technologiesektor Vordergrund, was besonders für Aktien aus dem Chipsektor gilt. Nach den jüngsten positiven Meldungen aus der Branche und massiven Investitionsplänen für Rechenzentren, wartet nun Arm einerseits mit guten Quartalszahlen auf, andererseits aber auch mit der Nachricht, dass die Nachfrage derart steige, dass man Schwierigkeiten habe, ihr auch nachzukommen. Für die Aktien geht es darauf vorbörslich auf Nasdaq.com um 6 Prozent nach unten. Die am Vortag sehr festen AMD, Nvidia und Intel zeigen sich in engen Grenzen uneinheitlich.
Whirlpool knicken um 16 Prozent ein. Der Hersteller von Kühlschränken und Waschmaschinen hat seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr etwa halbiert und angekündigt, die Dividende auszusetzen, um sich auf den Schuldenabbau zu konzentrieren.
Snap und Perplexity haben eine Vereinbarung zur direkten Integration der KI-basierten Antwortmaschine des Start-ups Perplexity in die Social-Media-Plattform aufgehoben. Damit entweicht bei Snap die Fantasie einer verbesserten Rentabilität. Der Kurs gibt um knapp 10 Prozent nach.
Gut kommen dagegen Zahlen von Doordash an, die Aktie wird knapp 10 Prozent höher gestellt. Das Lieferunternehmen gewann im Quartal mehr Kunden für seine US-Angebote im Bereich Lebensmittel und Einzelhandel.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/gos/hab
(END) Dow Jones Newswires
May 07, 2026 06:18 ET (10:18 GMT)
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