MARKT USA/Feuerpause im Iran-Krieg dürfte die Wall Street antreiben


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Eine Pause im Iran-Krieg und in der Folge kräftig fallende Ölpreise dürften zu Wochenbeginn an der Wall Street für steigende Kurse sorgen. Der Future auf den S&P-500 erhöht sich um 1,0 Prozent. Die USA und der Iran haben am Wochenende ihre Angriffe unterbrochen. US-Präsident Donald Trump habe eine größere Eskalation der Militäraktionen gegen den Iran aufgeschoben, da er versuche, die Diplomatie wiederzubeleben, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Vertreter.

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In der Folge geht es für die Ölpreise deutlich abwärts. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent fällt um 8,8 Prozent auf 88,25 Dollar. "Die Preisbewegung bei Öl spiegelt deutlich die verzweifelte Suche des Marktes nach positiven Nachrichten wider", so die ING-Analysten. Brent war vergangene Woche über die Marke von 100 Dollar je Barrel gestiegen, nachdem der Konflikt auf das Rote Meer übergegriffen hatte. Jeder neue Militärschlag könnte den Ölpreis wieder über die Marke von 100 Dollar springen lassen, warnen jedoch Teilnehmer.

Allerdings dürften sich die Marktakteure auch etwas zurückhalten, denn im Wochenverlauf stehen mit einer ganzen Reihe wichtiger US-Unternehmenszahlen und dem Ergebnis der US-Notenbanksitzung am Mittwoch noch einige Highlights auf der Agenda. Unter anderem werden Visa, Meta Platforms, Qualcomm, Microsoft, Amazon und Apple ihre Quartalsergebnisse bekannt geben, die für Impulse am Markt sorgen dürften.

Bei den Einzelwerten legt die Nvidia-Aktie vorbörslich um 1,2 Prozent zu. Der Konzern führt derzeit Gespräche mit OpenAI über die Bereitstellung einer Absicherung in Höhe von rund 250 Milliarden US-Dollar für den ChatGPT-Entwickler im Rahmen eines gigantischen Rechenzentrumsprojekts. Die Garantien von Nvidia sollen OpenAI dabei helfen, ein Projekt mit einer Kapazität von 10 Gigawatt zu pachten, das Softbank im Süden von Ohio entwickelt, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Insgesamt könnte das Projekt mehr als 500 Milliarden US-Dollar kosten, einschließlich der Chips, die in den Rechenzentren zum Einsatz kommen würden. Es wäre das bislang größte angekündigte Rechenzentrumsprojekt.

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Mit den fallenden Ölpreisen geht es für die Aktien von Fluggesellschaften nach oben. So steigen United Airlines um 3,8 Prozent und American Airlines um 3,9 Prozent.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/cln

(END) Dow Jones Newswires

July 27, 2026 05:51 ET (09:51 GMT)

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