NVIDIA plant womöglich Speicheranpassung - und die Micron-Aktie könnte davon profitieren
Ein UBS-Analyst sieht in einem technischen Detail bei NVIDIAs kommendem Rubin-Ultra-Chip einen möglichen Vorteil für einen der größten Speicherhersteller der Welt.
Werte in diesem Artikel
- NVIDIA könnte bei einem neuen Chip an der Speicherausstattung schrauben
- Analyst sieht darin einen Effekt für die Nachfrage nach Speicherchips
- Micron zählt zu den zentralen Anbietern von Speicherlösungen für KI-Systeme
UBS-Analyst Timothy Arcuri geht laut MarketWatch davon aus, dass NVIDIA bestimmte Chip-Fähigkeiten bei seiner kommenden Rubin-Ultra-Plattform herabstufen dürfte. Das könnte laut Arcuri zwar einen geringeren HBM-Anteil pro Chip bedeuten, in Summe aber mehr Chips in der Lieferkette und damit einen höheren Gesamtverbrauch an Speicherchips mit hoher Bandbreite (HBM). Für Micron Technology, einen der größten Hersteller solcher Speicherlösungen, wertet der Analyst die Entwicklung als günstig.
De-Speccing bei NVIDIA als möglicher Nachfrageschub
Einem Bericht von The Information zufolge, auf den MarketWatch verweist, teste NVIDIA verschiedene Chip-Versionen mit weniger Speicher, was auf Bedenken bei der Verfügbarkeit von Speicherchips mit hoher Bandbreite zurückgehe. Laut dem UBS-Analysten verknappe sich das Speicherangebot bereits, die Preise für die Speichergenerationen HBM4 und HBM4E würden sich daher sogar stärker entwickeln als zuvor erwartet. Arcuri geht daher davon aus, dass die Preisprämie die durchschnittlichen Verkaufspreise um rund 79 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen lassen werde, nachdem er zuvor mit einem Plus von 67 Prozent gerechnet hatte. Micron zählt neben SK hynix und Samsung Electronics zu den führenden Herstellern solcher Speicherlösungen.
Micron sieht anhaltend knappes Angebot
Auch bei NAND-Flash-Speicher ziehen die Vertragspreise laut Arcuri an, getrieben von einer besser als erwarteten Nachfrage nach Server- und Storage-Lösungen. Er hob daher seine Schätzung für das Wachstum der Bit-Nachfrage in der NAND-Branche auf 23 Prozent für das laufende Jahr und 26 Prozent für 2027 an. Für Micron erwartet der Analyst im Geschäftsjahr 2029 einen Gewinn je Aktie von mehr als 160 US-Dollar sowie einen kumulierten freien Cashflow von mehr als 450 Milliarden US-Dollar bis 2028. "Für uns sieht dies zunehmend wie ein struktureller Neubeginn hinsichtlich der Ertragskraft aus - wobei eine derartige Beständigkeit und Vorhersehbarkeit eine Anpassung an die Bewertungsmultiplikatoren breiter aufgestellter Halbleiterunternehmen rechtfertigen sollte", wird er bei MarketWatch zitiert.
Micron-Aktie nach Bewegung im Chipsektor
Die Micron-Aktie schloss am Donnerstag an der NASDAQ mit einem Kursplus von 3,97 Prozent bei 974,33 US-Dollar. Am Freitag ging es dann letztendlich um 0,77 Prozent abwärts auf 966,78 US-Dollar.
Analysten bleiben für Micron mehrheitlich positiv gestimmt: UBS-Analyst Arcuri bestätigte am Dienstag seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 1.625 US-Dollar, Bank of America Securities-Analyst Vivek Arya setzte am Tag zuvor ein Kursziel von 1.550 US-Dollar an, ebenfalls mit Kaufempfehlung. Von 30 bei TipRanks erfassten Analysten empfehlen 29 die Aktie zum Kauf, einer rät zum Halten. Eine Verkaufsempfehlung liegt nicht vor. Das mittlere Kursziel liegt bei 1.568 US-Dollar und signalisiert somit noch ein gewaltiges Aufwärtspotenzial für die Micron-Aktie.
Carolin Ludwig, Bettina Schneider, Julia Walter, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
Ausgewählte Hebelprodukte auf Micron Technology
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Micron Technology
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: Charles Knowles / Shutterstock.com, Bangla press / Shutterstock.com
