Ministerium: Energiepreisbremsen dürften deflationären Effekt ausgeübt haben


Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Die vom Bund in Kraft gesetzten Energiepreisbremsen haben laut einer Analyse der Bundesregierung "die Mehrbelastung für Haushalte durch gestiegene Energiekosten in der Breite effektiv reduziert". Das teilte das Wirtschaftsministerium mit, nachdem das Kabinett den Bericht der Bundesregierung zur Wirkung der Energiepreisbremsen beschlossen hatte. "Seit ihrem Inkrafttreten dürften die Gas-, Wärme- und Strompreisbremse einen deflationären Effekt auf die Verbraucherpreise ausgeübt haben", erklärte das Haus von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne).

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Mit Blick auf die Haushaltsebene gelte, dass diejenigen mit niedrigen Einkommen in der Regel einen höheren Anteil für Energie aufwenden müssten als andere, auch wenn die Energiepreisbremsen für Haushalte mit niedrigen Einkommen eine große Entlastung bedeuteten. Dies spiegele sich auch in den Ergebnissen des Berichts wider. Eine zusätzliche Steuerung der Entlastung, etwa anhand der Zahl von Haushaltsmitgliedern oder deren Einkommensverhältnisse, sei mangels der dafür notwendigen Daten aber nicht möglich.

Neben aktueller Energiepreisdaten fließen in den Bericht laut den Angaben vorläufige Ergebnisse des "Haushaltsmonitoring Energiekrise" ein, welches durch den beim Verbraucherschutzministerium angesiedelten Sachverständigenrat für Verbraucherfragen durchgeführt wird. Der Bericht könne aber "nur einen ersten Einblick" in die Wirkung der Energiepreisbremsen geben, denn wichtige Aspekte könnten wegen der erst kurzen Laufzeit noch nicht betrachtet werden. Hierzu zähle insbesondere das Energiesparverhalten der Haushalte entlang der Einkommensverteilung. Es habe maßgeblichen Einfluss auf die tatsächliche Mehrbelastung von Haushalten. Abschließende Schlussfolgerungen zur Wirkung der Energiepreisbremsen dürften erst nach Jahresende 2023 möglich sein.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/sha

(END) Dow Jones Newswires

August 16, 2023 08:00 ET (12:00 GMT)

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