Siemens Energy-Aktie erholt im KI-Umfeld - Verkauf des Dampfturbinengeschäfts?
Der Energiekonzern Siemens Energy treibt offenbar die Vorbereitungen für einen möglichen Verkauf seines Dampfturbinengeschäfts voran.
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So beauftragte das Unternehmen die US-Bank Goldman Sachs zur Unterstützung, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen berichtete. Auf einer Sitzung am heutigen Dienstag will der Aufsichtsrat demzufolge über das weitere Vorgehen bei der Veräußerung eines Mehrheitsanteils des Geschäftsbereichs, der zur Sparte "Transformation of Industry" gehört, entscheiden.
Zahlreiche Private-Equity-Gesellschaften, darunter CVC Capital Partners, EQT, und Bain Capital, prüfen mögliche Angebote für das Geschäft, das bei einem Anteilsverkauf mit mehr als 10 Milliarden Euro bewertet werden könnte, hieß es weiter. Auch Brookfield und KKR & Co. prüften Angebote. Die Beratungen dauern an, und es ist ungewiss, ob sich eines der Beteiligungsunternehmen tatsächlich zur Abgabe eines Angebots für eine Beteiligung an dem Geschäft entschließen wird, so die Personen. Vertreter von Bain, Brookfield, CVC, EQT, KKR und Goldman Sachs lehnten eine Stellungnahme gegenüber Bloomberg ab, ebenso wie ein Sprecher von Siemens Energy.
Siemens Energy-Aktie erholt im KI-Umfeld - Dampfturbinen-Verkauf?
Die Aktien von Siemens Energy haben sich am Dienstag einer Erholung von Profiteuren des KI-Megatrends angeschlossen. Am Dienstag steigt der Kurs von Siemens Energy via XETRA zeitweise um 3,29 Prozent auf 153,64 Euro - nach einer erneuten Schwächeperiode, die vor gut einer Woche bei Werten aus dem KI-Bereich begonnen hatte. Bei Siemens Energy speziell sorgte ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg für Aufmerksamkeit, wonach der Energietechnik-Konzern derzeit einen möglichen Verkauf des Dampfturbinengeschäfts vorantreibt.Händler schrieben in ersten Kommentaren, solche Überlegungen seien erst einmal nicht neu. Berichte über eine Abspaltung der Sparte hatte es im Juni schon gegeben - mit dem offensichtlichen Ziel, sich stärker auf das Thema Elektrifizierung zu konzentrieren. Positiv für die Stimmung seien aber Hinweise zum Unternehmenswert. Analyst Colin Moody von RBC hatte den Wert der Sparte im Juni niedriger auf bis zu acht Milliarden Euro kalkuliert.
Der Energietechnikkonzern profitiert stark vom Strombedarfs der KI-Anwendungen und dem Ausbau von Rechenzentren-Kapazitäten. Anleger hinterfragten zuletzt aber die Nachhaltigkeit und Rentabilität der hohen Investitionen vieler Techkonzerne in den KI-Infrastrukturausbau mehr und mehr. Kritische Themen sind dabei auch steigende Kosten, hoher Finanzierungsbedarf und die zuletzt erhöhten Marktzinsen.
Ein Ölpreisrückgang - hohe Ölpreise hatten zuletzt Inflations- und damit Kostensorgen genährt - hatte am Dienstag schon im Asien-Handel eine Erholung eingeleitet, die sich auch bei Chipwerten zeigte. Aktien wie SK hynix und Samsung hatten in Seoul ihre vorherigen Verluste aufgeholt.
Experten der UBS erhöhten zudem ihre Prognose für weltweite KI-Investitionen im kommenden Jahr auf 1,2 Billionen US-Dollar - den Angaben zufolge sind das rund 15 Prozent mehr als bislang prognostiziert.
MÜNCHEN/FRANKFURT (dpa-AFX)
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Bildquellen: Siemens Energy AG, Siemens Energy AG