MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa


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+++++ TAGESTHEMA +++++

Kanada hat das Kieler Marineschiffbauunternehmen TKMS zum "bevorzugten Lieferanten" für einen U-Boot-Großauftrag ernannt. Wie die kanadische Regierung am Montagabend mitteilte, wird sie mit dem Marineschiffbauunternehmen TKMS Verhandlungen über den Kauf von bis zu 12 U-Booten aufnehmen. Kanadas Premierminister Mark Carney sagte, es handele sich bei den U-Booten aus Deutschland um die größte militärische Beschaffung in der Geschichte des Landes. TKMS setzte sich gegen ein Angebot des südkoreanischen Unternehmens Hanwha Ocean durch. Carney sagte, Kanada habe das Recht, sich noch für die südkoreanischen U-Boote zu entscheiden, falls die Gespräche mit TKMS scheitern sollten. Im jährlichen Haushaltsplan der Regierung von 2025 hat Ottawa zugesagt, über 80 Milliarden kanadische Dollar auszugeben, um das kanadische Militär zu modernisieren. Dies entspricht etwa 49,4 Milliarden. TKMS zufolge handelt es sich um bis zu 12 U-Boote des Typs 212CD, wodurch dessen Auftragsbestand um mehr als 50 Prozent steigt. Das erste U-Boot soll bis 2033 ausgeliefert werden. TKMS-CEO Oliver Burkhard nannte Kanadas Auftrag den "größten Einzelauftrag in der Geschichte von TKMS".

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+++++ TAGESTHEMA II +++++

Die Produktion im produzierenden Sektor Deutschlands dürfte im Mai gestiegen sein. Zwar erwarteten von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte laut der am Freitag veröffentlichten Konsensprognose, dass der Output von Industrie, Bau- und Energiewirtschaft gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gesunken ist. Doch seither veröffentlichte Daten sprechen für einen Anstieg. Die Erwartungen von Ökonomen hinsichtlich des Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal sind gedämpft. Die meisten prognostizieren einen leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Eine erste BIP-Schätzung veröffentlicht Destatis am 30. Juli. Bis dahin stehen aber noch einige Veröffentlichungen an - zum Beispiel die zur Produktion. Nach dem leichten Produktionsanstieg im April steht für das zweite Quartal bisher ein Zuwachs von 0,3 Prozent zu Buche. Ein Anstieg der Produktion im Mai würde die Aussichten auf ein leichtes Wirtschaftswachstum verbessern. Und die gerade veröffentlichten Daten zum Umsatz im verarbeitenden Gewerbe deuten in diese Richtung. Der Umsatz ist im Mai nämlich um satte 1,8 Prozent gestiegen.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Qiagen 0,35 EUR

Vereinigte Filzfabriken 15,82 EUR

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE

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08:00 DE/Produktion im produzierenden Gewerbe Mai

saisonbereinigt

PROGNOSE: -0,2% gg Vm

zuvor: +0,4% gg Vm

- US

14:30 Handelsbilanz Mai

PROGNOSE: -78,0 Mrd USD

zuvor: -55,88 Mrd USD

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell:

Index zuletzt +/- %

DAX Futures 25.877,00 -0,4

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E-Mini-Future S&P-500 7.566,75 -0,3

E-Mini-Future Nasdaq-100 29.600,75 -1,1

Topix (Tokio) 4.069,15 -0,8

Hang-Seng (Hongk.) 23.517,70 -0,4

Shanghai-Comp. 3.999,03 -1,0

Montag:

INDEX zuletzt +/- %

DAX 25.817,89 +0,2

DAX-Future 25.953,00 +0,0

MDAX 33.291,24 +0,9

TecDAX 3.912,53 +0,3

SDAX 18.539,47 0,0

Euro-Stoxx-50 6.398,01 -0,2

Stoxx-50 5.457,53 -0,4

XDAX 25.804,95 -0,1

Dow-Jones 53.055,91 +0,3

S&P-500 7.537,43 +0,7

Nasdaq Composite 26.121,16 +1,1

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Einen Tick leichter werden die Börsen zur Eröffnung erwartet. Händler sehen hinter den Vorgaben keine klare Marschrichtung. Technologiewerte in den USA erholten sich deutlich von vorherigen Verlusten. Am Nachmittag rückt dort SpaceX in den Fokus mit der Aufnahme in den Nasdaq-100-Index. Dies zwingt passive Indexfonds zunächst zu Käufen der Aktie, die danach üblicherweise abflauen und die Neueinsteiger oft unter Druck setzen. Von Unternehmesseite stehen keine wichtigen Termine an. Bei den Konjunkturdaten wird etwas auf die US-Handelsbilanz für Mai geblickt. Der laufende Nato-Gipfel in der Türkei rückt Rüstungswerte in den Mittelpunkt. Mit Spannung wird auf die weitere Entwicklung um den Milliardenauftrag von Kanada an die U-Bootwerft TKMS geblickt. Dieser gilt als klares politisches Signal in Richtung Europa und Nordpolar-Flotte, da auch Norwegen den selben U-Boot-Typ kauft.

Rückblick: Knapp behauptet - Die Sektoren Healthcare (-1,7%) und Versorgung (-1,6%) zeigten sich schwach. Der deutlich erholte deutsche Sentix-Konjunkturindex hellte die Stimmung nicht auf; er lag nach wie vor im negativen Bereich. Auch die US-Konjunkturdaten lieferten keinen Impuls. Die Rotation heraus aus Halbleiteraktien ebbte am Nachmittag ab. Die Titel holten ihre Verluste größtenteils wieder auf, drehten teilweise sogar ins Plus. Teilnehmer verwiesen auf die anziehenden Kurse an der Nasdaq. Infineon schlossen deutlich erholt vom Tagestief mit einem Minus von 0,2 Prozent. Für Aixtron ging es nach zwischenzeitlichen Verlusten um 1,5 Prozent nach oben. ASML verloren lediglich noch 0,4 Prozent. Der Subindex der Technologiewerte drehte ins Plus und gewann 0,2 Prozent. BE Semiconductor fielen dagegen um 5,5 Prozent. Hintergrund waren Berichte über eine verschobene Kundennachfrage. Easyjet gewannen 9,3 Prozent. Der Billigflieger hat im Prinzip einem höheren Übernahmeangebot durch Castlelake zugestimmt.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Gut behauptet - Der DAX hatte im frühen Geschäft ein neues Rekordhoch markiert. Für TKMS ging um 11,1 Prozent aufwärts. Das Werftunternehmen hatte einem Medienbericht zufolge den Zuschlag der kanadischen Regierung für den Bau von U-Booten erhalten. Continental fielen trotz der Ankündigung einer Sonderdividende aus dem Verkauf der Sparte Contitech um 2,2 Prozent. Die Ausschüttung von rund 2,5 Milliarden Euro liege zwar im oberen Bereich, jedoch belastete eine Abstufung von Kepler. Schott Pharma sprangen dagegen um 7,2 Prozent nach oben dank einer Hochstufung auf "Kaufen" durch die Deutsche Bank. Auto1 legten um 1,8 Prozent zu, nachdem sich Goldman Sachs erneut positiv geäußert hatte. Bei Nemetschek ging es um 4,5 Prozent nach oben, nachdem sie von der Deutschen Bank mit einer Kaufempfehlung wieder aufgenommen worden waren.

USA - AKTIEN

Freundlich - Nach dem langen Wochenende rund um den US-Unabhängigkeitstag stiegen die Kurse - der Dow-Jones-Index markierte ein weiteres Rekordhoch. Das Ausbleiben neuer Störfeuer aus dem Nahen Osten kam der Stimmung ebenso zugute wie die nach dem unerwartet schwachen US-Arbeitsmarktbericht vom Donnerstag nun zumindest etwas gedämpfte Erwartung einer US-Zinserhöhung im Jahresverlauf. Technologieaktien führten die Gewinne an. Der Anstieg erfolgt vor einer Reihe von Tests für den KI-Handel in dieser Woche: Es wird erwartet, dass Samsung am Dienstag positive Zweitquartalszahlen vorlegen und die US-Börsennotierung des südkoreanischen Chipherstellers SK Hynix voraussichtlich am Freitag den Handel aufnehmen wird. Die US-Konjunkturdaten lieferten Licht und Schatten, aber kein Störfeuer. Im Halbleitersegment stiegen Micron um 0,9 Prozent, AMD um 6,6 Prozent und Intel 1,5 Prozent. Comcast verloren dagegen 1,7 Prozent mit der Neuigkeit, dass die Tochter Sky das TV-Geschäft des britischen Senders ITV für rund 2 Milliarden Dollar kauft. Broadcom (+3,7%) und Apple (+1,3%) werden ihre Chip-Liefervereinbarung erneut verlängern. Solstice Advanced Materials rutschten um mehr als 15 Prozent ab, das Spezialwerkstoffunternehmen übernimmt den Chemiehersteller Element Solutions für mehr als 12 Milliarden Dollar.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,12 -0,01 4,12 4,12

5 Jahre 4,21 -0,00 4,21 4,20

10 Jahre 4,48 -0,00 4,49 4,47

Am Anleihemarkt tat sich wenig.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:00

EUR/USD 1,1436 -0,0 -0,0004 1,1440 1,1441

EUR/JPY 185,02 -0,2 -0,4200 185,44 184,5400

EUR/CHF 0,9212 0,0 0,0000 0,9212 0,9189

EUR/GBP 0,854 -0,0 -0,0002 0,8542 0,8565

USD/JPY 161,78 -0,2 -0,3000 162,08 161,2800

GBP/USD 1,3388 -0,0 -0,0002 1,339 1,3357

USD/CNY 6,7939 -0,0 -0,0019 6,7958 6,7797

USD/CNH 6,7976 +0,1 0,0034 6,7942 6,7838

AUS/USD 0,6941 -0,2 -0,0011 0,6952 0,6934

Bitcoin/USD 63.062,00 -1,2 -734,48 63.796,48 62.128,67

Der US-Dollar legte moderat zu - für den Dollar-Index ging es um knapp 0,1 Prozent nach oben. Damit kam es zu einer leichten Erholung, nachdem der Greenback mit dem überraschend schwachen Arbeitsmarktbericht am Donnerstag unter Druck geraten war. Dieser hat die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung durch die Fed reduziert.

Wenn sich die Ölpreise weiter normalisieren, dürfte der Inflationsdruck nachlassen und die Zentralbanken müssten ihre Geldpolitik weniger aggressiv straffen, urteilt Analyst Anthony Willis von Columbia Threadneedle.

+++++ ROHSTOFFE +++++

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

July 07, 2026 01:41 ET (05:41 GMT)

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