Nach Trumps Vermittlungsangebot: Indien bereits im Kontakt mit China


NEU DELHI (dpa-AFX) - Indien hat ein Vermittlungsangebot von US-Präsident Donald Trump im schwelenden Grenzstreit mit China indirekt zurückgewiesen. Das Land bemühe sich bereits diplomatisch, hieß es aus dem indischen Außenministerium. "Wir sind mit der chinesischen Seite in Kontakt, um die Angelegenheit friedlich zu lösen."

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Die beiden benachbarten Nuklearmächte mit den größten Bevölkerungen der Welt hatten um die gemeinsame Grenze im Himalaya 1962 einen kurzen Krieg geführt, den China gewonnen hatte. Seither gibt es immer wieder Zwischenfälle. Der Grenzverlauf ist nach wie vor nicht geklärt. Im Mai hatte es indischen Medien zufolge bei Auseinandersetzungen in der Himalaya-Region Ladakh mehrere Verletzte gegeben.

Trump hatte China und Indien nach eigenen Angaben kürzlich angeboten, im Grenzstreit zu vermitteln. Beide Parteien seien informiert worden, hatte er am Mittwoch auf Twitter geschrieben. Trump hatte sich bereits in dem seit Jahrzehnten schwelenden Kaschmir-Konflikt zwischen Indien und Pakistan wiederholt als Vermittler angeboten.

Auch dabei hatte die Regierung in Neu Delhi höflich abgewinkt. Die Beziehungen Trumps mit China wiederum waren zuletzt infolge der Coronavirus-Pandemie auf einem Tiefpunkt angelangt. Zudem gibt es weiterhin Handelsstreitigkeiten und Spannungen wegen Pekings Umgang mit seiner autonomen Metropole Hongkong.

/asg/DP/zb

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