Neue IPO-Story

Kommt die Cerebras-Aktie im April? NVIDIA-Herausforderer vor Börsengang unter der Lupe


Kommt die Cerebras-Aktie im April? NVIDIA-Herausforderer vor Börsengang unter der Lupe

Cerebras startet einen neuen Versuch, an die Börse zu gehen. Doch was ist das für ein Unternehmen, dessen Börsengang rund 2 Milliarden US-Dollar einbringen könnte?

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• Cerebras nimmt neuen IPO-Anlauf
• Milliardenfinanzierung hebt Bewertung an
• Risikoprofil und Kundenbasis wurden neu positioniert

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Nachdem Cerebras Systems im Oktober seine ursprüngliche IPO-Registrierung zurückgezogen und seine Strategie überarbeitet hat, plant der kalifornische KI-Chiphersteller nun einen neuen Versuch für einen Börsengang. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, wurde die US-Investmentbank Morgan Stanley mit der Leitung des geplanten Börsengangs beauftragt. Das IPO des NVIDIA-Konkurrenten könnte rund zwei Milliarden US-Dollar einbringen und möglicherweise bereits im April stattfinden, sofern sich die Marktbedingungen günstig entwickeln, hieß es.

Der frühere Anlauf für einen Börsengang war nach Angaben von AI CERTs ins Stocken geraten, nachdem das "Committee on Foreign Investment in the United States" Untersuchungen zur Beteiligung des Investors G42 aus Abu Dhabi eingeleitet hatte. Der Tech-Investor war laut CNBC in Washington wiederholt unter Beobachtung geraten, insbesondere wegen früherer Verbindungen zu chinesischen Technologieunternehmen. In der Folge überarbeitete das Management von Cerebras die Risikofaktoren im Prospekt und diversifizierte die Einnahmequellen, bevor man nun erneut den Gang auf das Börsenparkett wagt.

NVIDIA-Konkurrent Cerebras auf dem Vormarsch

Cerebras entwickelt spezialisierte Halbleiter und Computersysteme für künstliche Intelligenz, die insbesondere für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle eingesetzt werden. Das Unternehmen ist bekannt für besonders große Prozessoren, die darauf ausgelegt sind, massive Rechenlasten für KI-Anwendungen effizient zu verarbeiten.

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Der neue Anlauf an die Börse erfolgt nun zu einer Zeit, in der der Markt für KI-Hardware stark wächst und Investoren verstärkt nach Unternehmen suchen, die von der steigenden Nachfrage nach Rechenleistung profitieren können. In diesem Umfeld treten neue Anbieter im Bereich KI-Beschleuniger an. Zwar kontrolliert NVIDIA aktuell über 80 Prozent des Marktes, dennoch lassen Lieferengpässe Raum für alternative Architekturen. Ein erfolgreicher Börsengang von Cerebras könnte zeigen, dass Investoren bereit sind, neue KI-Hardware-Unternehmen zu finanzieren, die versuchen, mit etablierten Anbietern im Markt für KI-Beschleuniger zu konkurrieren.

Milliardenfinanzierung hebt Bewertung an

Mehrere Entwicklungen der vergangenen Monate deuten darauf hin, dass sich die Rahmenbedingungen für ein Listing deutlich verbessert haben. So sammelte Cerebras Ende Februar in einer späten Finanzierungsrunde eine Milliarde US-Dollar ein, wie AI CERTs berichtet. Die Kapitalaufnahme erfolgte demnach bei einer Bewertung von 23 Milliarden US-Dollar, womit sich die Unternehmensbewertung im Vergleich zur Series-G-Finanzierungsrunde im September 2025 nahezu verdreifacht habe.

OpenAI-Vertrag reduziert Kundenrisiko

Ein weiterer wesentlicher Faktor für die neuen IPO-Planungen dürfte auch eine mehrjährige Liefervereinbarung mit OpenAI sein. Berichten vom Januar zufolge umfasst die Vereinbarung bis zu 750 Megawatt Rechenleistung, die bis 2028 bereitgestellt werden sollen, wie AI CERTs schreibt. Insider hätten den Wert der Vereinbarung demnach auf mehr als zehn Milliarden US-Dollar geschätzt.

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Dieser Deal verringerte die bisherige Abhängigkeit des unter Beobachtung der US-Behörden stehenden Investors Group 42 (G42).

Neu ausgerichtete IPO-Story

Die Kombination aus frischer Finanzierung, einer großen KI-Rechenvereinbarung und überarbeiteten Risikofaktoren bildet nun also die Grundlage für einen erneuten Anlauf an den Kapitalmarkt.

Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Profit_Image / Shutterstock.com, MaximP / Shutterstock.com

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