NVIDIA & SpaceX im All

Neue Mega-Chance für NVIDIA-Aktie? SpaceX setzt im Weltall auf Vera-Rubin-Chips


Neue Mega-Chance für NVIDIA-Aktie? SpaceX setzt im Weltall auf Vera-Rubin-Chips

SpaceX will sein KI-Rechenzentrum-Geschäft künftig ausschließlich mit NVIDIA-Hardware aufbauen, ein erster Satellit soll 2027 starten.

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  • SpaceX und NVIDIA kündigten den Satelliten Starmind AI1 an
  • SpaceX setzt im KI-Rechenzentrum-Geschäft künftig exklusiv auf NVIDIA
  • Konkurrent AMD von Musks Exklusivitätsankündigung belastet
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NVIDIA und SpaceX wollen gemeinsam ein orbitales KI-Rechenzentrum aufbauen. Nach der Ankündigung des Satelliten Starmind AI1 erklärte SpaceX-Chef Elon Musk in der Telefonkonferenz zu den Q2-Ergebnisse am Mittwoch, sein Unternehmen werde sein KI-Rechenzentrum-Geschäft künftig ausschließlich mit NVIDIA-Hardware betreiben. Die Aktie des Grafikchip-Herstellers NVIDIA rückte damit erneut ins Zentrum der Debatte um Rechenleistung im All. Im NASDAQ-Handel notiert die NVIDIA-Aktie am Donnerstag 0,10 Prozent tiefer bei 218,99 US-Dollar, nachdem sie den Handel am Vortag 3,43 Prozent stärker beendet hatte.

Starmind AI1: Erster Satellit soll 2027 starten

SpaceX kündigte zudem über seine Plattform X an, gemeinsam mit NVIDIA die sogenannte Compute Payload des ersten Satelliten für das geplante orbitale KI-Netzwerk zu entwickeln. Jeder Satellit soll demnach NVIDIA-Rubin-Grafikprozessoren und Vera-Recheneinheiten für Rechenzentrums-taugliche Berechnungen im Weltraum enthalten. Musk kündigte an, der Start des ersten Starmind-Satelliten stehe für 2027 an. NVIDIA bestätigte die Kooperation bislang nicht in einer eigenen Mitteilung und machte keine Angaben zum Umfang seines Beitrags.

Das Vorhaben ist Teil einer größeren Strategie: SpaceX hatte bereits im Januar 2026 bei der US-Regulierungsbehörde FCC eine Genehmigung für den Start von bis zu einer Million Satelliten für KI-Zentren im All beantragt. Wissenschaftler äußerten dazu Bedenken wegen möglicher Umweltrisiken wie Lichtverschmutzung und zunehmendem Weltraummüll.

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NVIDIA-Exklusivität setzt AMD unter Druck

Auf der Telefonkonferenz zu den SpaceX-Quartalszahlen erklärte Musk, die Vera-Rubin-Architektur sei nach seiner Einschätzung derzeit führend in der Leistungsfähigkeit für diesen Anwendungsfall. "Wir halten sie für den besten KI-Computer, und wir schätzen unsere enge Zusammenarbeit und Partnerschaft mit NVIDIA auf vielen Ebenen sehr. Daher setzen wir exklusiv auf NVIDIA", so Musk.

Zusätzlich teilte er mit, SpaceX werde im kommenden Jahr einen sehr bedeutenden Anteil der NVIDIA-Grafikprozessoren erhalten. Noch im Mai 2026 hatte Musk erklärt, SpaceX werde sowohl auf Prozessoren von AMD als auch von NVIDIA setzen. Die Kehrtwende sorgte für Diskussionen um die Wettbewerbsposition von AMD im KI-Rechenzentrumsgeschäft.

Bereits im März 2026 hatte NVIDIA auf seiner GTC-Konferenz eine eigene Rechenplattform für den Einsatz im Orbit vorgestellt. NVIDIA-Chef Jensen Huang verwies dabei auf technische Hürden bei der Kühlung im Weltraum, da dort keine Konvektion, sondern nur Strahlung zur Wärmeabgabe zur Verfügung stehe. Energieberater von Wood Mackenzie kalkulierten für ein Rechenzentrum mit einem Gigawatt Leistung im Orbit Gesamtkosten von rund 170 Milliarden US-Dollar, etwa das Dreifache einer vergleichbaren Anlage auf der Erde.

Ob und wann NVIDIA sich offiziell zum Umfang seiner Beteiligung am Starmind-Projekt äußert, bleibt offen.

Bettina Schneider, Julia Walter, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Below the Sky / Shutterstock.com, Konstantin Savusia / Shutterstock.com

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