Atempause bei den Preisen: Inflation im Euroraum schwächt sich im Juni ab
Der Preisdruck in der Eurozone hat im Juni nachgelassen, was vor allem an fallenden Ölpreisen nach dem Abkommen zwischen den USA und dem Iran lag.
Die jährliche Inflationsrate sank auf 2,8 (Vormonat: 3,2) Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat in einer zweiten Veröffentlichung mitteilte. Die Statistiker bestätigten damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre erste Schätzung vom 30. Juni. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig 2 Prozent an.
Die sogenannte Kernteuerung, die besonders volatile Preise außen vor lässt, sank ebenfalls. Die Kernrate (ohne die Preise von Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak) fiel auf 2,4 (2,6) Prozent. Die Kernrate gilt unter Ökonomen als Richtgröße für den Inflationstrend.
Binnen Monatsfrist sanken die Verbraucherpreise im Juni in der Gesamtrate um 0,1 Prozent, in der Kernrate stiegen die Preise um 0,2 Prozent. Die vorläufigen Daten wurden damit - wie von Volkswirten erwartet - bestätigt.
Die verhaltenen Inflationsdaten weckten Hoffnungen, dass die EZB - die im Juni zum ersten Mal seit 2023 die Zinsen angehoben hatte - bei ihrer nächsten Sitzung am 23. Juli keine weitere Zinserhöhung vornehmen muss. Angesichts des schnellen Hin und Her am Persischen Golf ist aber schwer abschätzbar, wie die weitere Entwicklung sein wird.
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