SpaceX-Aktie fällt unter Ausgabepreis: Darum greift Cathie Woods ARK Invest jetzt zu
Kaum einen Monat nach dem größten Börsengang der Geschichte rutscht die SpaceX-Aktie unter ihren Ausgabepreis, doch ausgerechnet jetzt greift Cathie Woods ARK beherzt zu.
Werte in diesem Artikel
- SpaceX-Aktie fiel im Juli 2026 unter ihren Ausgabepreis von 135 US-Dollar
- ARK von Cathie Wood kaufte SpaceX-Aktien im zweistelligen Millionenwert nach
- Analysten bleiben trotz der Kursschwäche mehrheitlich optimistisch für SpaceX
Kaum einen Monat nach dem größten Börsengang der Geschichte gerät die SpaceX-Aktie ins Wanken. Der Kurs des Raumfahrt- und Technologiekonzerns rutschte am Mittwoch erstmals seit dem Börsenstart zeitweise unter seinen Ausgabepreis von 135 US-Dollar und markierte ein Rekordtief bei 132,15 US-Dollar. Im nachbörslichen NASDAQ-Handel kann sich das Papier nach dem neuen Tiefstand zumindest stabilisieren.
Ausgerechnet in diese Schwächephase hinein hat der von Cathie Wood geführte ARK-Fonds sein Engagement in der Aktie weiter ausgebaut.
ARK stockt auf, während der Markt zweifelt
Nach eigener Handelsoffenlegung erhöhte ARK seinen SpaceX-Bestand über mehrere ihrer Fonds um rund 122.800 Aktien, ein Investment im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Der Zukauf fällt in eine Phase, in der institutionelle Anleger und Privatanleger den Wert offenbar unterschiedlich einschätzen: Während der Kurs unter den Ausgabepreis rutscht, wächst ARKs Position weiter. Das passt zum bekannten Muster des Fonds, antizyklisch in Technologie- und Zukunftswerte zu investieren, gerade wenn der breite Markt zögert.
Die Bewertung der SpaceX-Aktie bleibt anspruchsvoll
Der Rücksetzer unter den Ausgabepreis wirft ein Schlaglicht auf eine Debatte, die SpaceX seit dem Börsengang begleitet: das Verhältnis zwischen Wachstum und Profitabilität. Nach eigenen Angaben erwirtschaftete SpaceX zuletzt einen Umsatz von rund 18,7 Milliarden US-Dollar, ein Plus von rund einem Drittel gegenüber dem Vorjahr, bei einem Jahresverlust von knapp 5 Milliarden US-Dollar. Das operative Geschäft trägt damit noch nicht den hohen Bewertungsrahmen, den der Markt beim Börsengang aufgerufen hat. Wer jetzt zukauft wie ARK, wettet erkennbar auf die langfristige Substanz aus Raketenstarts, Starlink und den neueren KI-Aktivitäten und weniger auf kurzfristige Kennzahlen.
Skepsis trotz Analystenoptimismus
Bemerkenswert ist der Kontrast zur Analystenlage: Ein Großteil der Wall Street-Häuser bewertet die Aktie trotz der Kursschwäche weiterhin positiv und sieht deutliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau. Diese Diskrepanz zwischen Kursverlauf und Analystenmeinung ist bei frisch gelisteten Aktien nicht ungewöhnlich, sie zeigt aber auch, wie unterschiedlich der Markt die Story aus Rekord-IPO, hohem Kapitalbedarf und noch unbewiesener Profitabilität derzeit gewichtet.
Der nächste belastbare Datenpunkt dürfte der für August angekündigte Quartalsbericht sein, der erstmals Aufschluss darüber gibt, ob SpaceX seinen Verlust eindämmen kann. Bis dahin bleibt offen, ob sich Käufer wie ARK oder die aktuelle Kursschwäche als die richtige Einschätzung erweisen.
Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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Bildquellen: Juan Alejandro Bernal / Shutterstock.com, Cindy Ord/Getty Images for Bloomberg Businessweek
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Alle: Alle Empfehlungen
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 14.07.26 | SpaceX Buy | Deutsche Bank AG | |
| 13.07.26 | SpaceX Outperform | Bernstein Research | |
| 09.07.26 | SpaceX Buy | UBS AG | |
| 07.07.26 | SpaceX Buy | Deutsche Bank AG | |
| 07.07.26 | SpaceX Overweight | JP Morgan Chase & Co. |
