Buffett-Aktie Sirius XM gewinnt seit Jahresbeginn rund 50 Prozent - das steckt dahinter
Sirius XM verwandelt sich 2026 vom Sorgenkind zum Comeback-Kandidaten: YouTube-Deal, SpaceX-Spekulationen um Funkfrequenzen und eine überraschende Investorenwelle treiben die Aktie an.
Werte in diesem Artikel
- Sirius XM Holdings in 2026 mit starker Kurs-Performance
- SpaceX-IPO legt verborgene Werte offen
- Überraschende institutionelle Nachfrage sorgt für Rückenwind
Seit Jahresbeginn kletterte die Aktie von Sirius XM Holdings um 53 Prozent. Auslöser waren gleich mehrere Entwicklungen: The Motley Fool verweist dazu auf einen großen Werbedeal mit YouTube sowie auf neu entfachte Spekulationen um den Wert der firmeneigenen Funkfrequenzen im Zuge des Börsengangs von Elon Musks SpaceX. Hinzu kam bereits im ersten Quartal eine überraschend starke Nachfrage institutioneller Investoren.
Vom Sorgenkind zum Comeback-Kandidaten
Sirius XM war mit einer vergleichsweise niedrigen Bewertung von etwa dem Neunfachen des Gewinns ins Jahr 2026 gestartet. Das Unternehmen kämpft seit Jahren mit sinkenden Abonnentenzahlen und trägt zudem eine Schuldenlast von rund 9,7 Milliarden US-Dollar. Dennoch schätzt The Motley Fool das Geschäftsmodell mit seinen wiederkehrenden Abo-Erlösen und einem wachsenden, wenn auch kleineren Werbegeschäft als grundsätzlich stabil und profitabel ein.
Berkshire Hathaway, das einstige Beteiligungsvehikel von Starinvestor Warren Buffett, hält die Aktie bereits seit längerem und hatte im vergangenen Jahr bei niedrigen Kursen sogar nochmals aufgestockt. Diese antizyklische Wette scheint sich nun auszuzahlen.
YouTube-Deal als Wendepunkt
Den Ausschlag für die Kurswende gab im April die Ankündigung einer exklusiven Partnerschaft mit YouTube: Werbetreibende können künftig über die konzerneigene Werbetechnologie-Plattform SiriusXM Media - hervorgegangen aus der 2018 übernommenen Adwizz - gezielt Audio-Werbeplätze bei YouTube buchen. Der Deal gilt als Beleg dafür, dass Sirius XM sein Know-how bei der Ansprache zahlungskräftiger Audio-Nutzer nun auch außerhalb der eigenen Plattform monetarisieren kann.
Kurz darauf lieferte Sirius XM auch operativ Argumente für die Rally. Im ersten Quartal legten sowohl Abo- als auch Werbeerlöse im Jahresvergleich zu, wenn auch bei weiterhin leicht rückläufigen Abonnentenzahlen. Der Konzernumsatz wuchs zwar nur um etwa ein Prozent, das bereinigte EBITDA jedoch dank Kostenkontrollen um sechs Prozent, und der Gewinn je Aktie sprang um rund 20 Prozent, nach Jahren rückläufiger Erlöse ein für Sirius XM bemerkenswertes Signal.
Spekulation um Funkfrequenzen befeuert durch SpaceX-Börsengang
Ende Mai legte ein Unternehmensvertreter nach und stellte für 2027 einen freien Cashflow von 1,5 Milliarden US-Dollar in Aussicht, nach zuletzt in Aussicht gestellten 1,35 Milliarden für das laufende Jahr und 1,26 Milliarden im Vorjahr. Zudem rückte das Management die möglichen Verwertungsoptionen der konzerneigenen Funkfrequenzen von 35 MHz in den Fokus, mit Blick auf mögliche Partnerschaften.
Als dann im Juni SpaceX an die Börse ging, rückte das Thema Weltraumkommunikation generell stärker in den Blickpunkt der Investoren und mit ihm die Frage, ob Sirius XMs Frequenzspektrum für SpaceX oder Wettbewerber ein attraktives Übernahme- oder Pachtobjekt sein könnte. Diese Spekulation verlieh dem Kurs einen weiteren Schub, da sie einen bislang verborgenen Wert in der Bilanz des Unternehmens sichtbar machte.
Institutionelle Investoren steigen ein
Für zusätzlichen Rückenwind sorgte zuletzt eine überraschend starke institutionelle Nachfrage. Die britische Großbank HSBC baute ihre Beteiligung an Sirius XM um mehr als 850 Prozent aus. Berkshire Hathaway hält zudem nach wie vor rund 37 Prozent der Anteile.
Bewertung und Ausblick
Nach dem Kurssprung im ersten Halbjahr wird Sirius XM nun mit dem 13-fachen des Gewinns je Aktie der vergangenen zwölf Monate bewertet, höher als zu Jahresbeginn, aber immer noch moderat. Die Dividendenrendite liegt bei 3,6 Prozent.
Im Juli stehen die nächsten Quartalszahlen an. Investoren dürften dabei besonders auf die Abwanderungsrate der Abonnenten achten, die zuletzt ein Rekordtief erreichte, sowie auf die Fortschritte bei den laufenden Sparprogrammen. Entscheidend wird zudem sein, ob die im Herbst startenden Werbeerlöse aus der YouTube-Partnerschaft die hohen Erwartungen erfüllen können - ein Teil dieser Fantasie dürfte bereits im aktuellen Kurs eingepreist sein. Bei anhaltend hohem institutionellem Interesse bleibt die Aktie für viele Marktbeobachter dennoch ein Kandidat für weiteres Aufwärtspotenzial.
Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: SiriusXM, T. Schneider / Shutterstock.com
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 14.07.26 | SpaceX Buy | Deutsche Bank AG | |
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| 09.07.26 | SpaceX Buy | UBS AG | |
| 07.07.26 | SpaceX Buy | Deutsche Bank AG | |
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