Umschichtung

Konsequenter Nachkauf am Rekordtief: ARK Invest setzt auf die SpaceX-Aktie und reduziert AMD


Konsequenter Nachkauf am Rekordtief: ARK Invest setzt auf die SpaceX-Aktie und reduziert AMD

Am Tag des SpaceX-Rekordtiefs griff ARK Invest über vier verschiedene ETFs zu, mit einem auffällig einheitlichen Muster.

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  • ARK Invest kaufte SpaceX-Aktien am Freitag gleich über vier ETFs hinweg
  • In jedem Fonds entsprach der Kauf fast demselben Anteil am Volumen
  • Auch Coinbase und der Nuklearwert X-Energy wurden zeitgleich aufgestockt
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ARK Invest hat am Freitag seine Beteiligung an SpaceX über gleich vier verschiedene ETFs hinweg deutlich aufgestockt. Die SpaceX-Aktie schloss an diesem Tag an der NASDAQ bei 145,30 US-Dollar, ein Minus von 4,51 Prozent. Im Handelsverlauf fiel der Kurs zwischenzeitlich sogar auf 145,07 US-Dollar, ein neues Tief seit dem Börsendebüt. Cathie Woods Fondsgesellschaft nutzte den Kursrückgang, der auf die Aufnahme in den NASDAQ 100 Anfang der Woche folgte, für einen der bislang breitesten Zukäufe der Position.

Vier Fonds, ein einheitliches Muster

Nach den am Freitag veröffentlichten Handelsdaten des ARK Trading Desk kaufte der ARK Innovation ETF (ARKK) 68.914 SpaceX-Aktien hinzu, das entspricht 0,1533 Prozent des Fondsvolumens. Der ARK Autonomous Technology & Robotics ETF (ARKQ) erwarb 21.467 Aktien (0,1538 Prozent), der ARK Next Generation Internet ETF (ARKW) 17.896 Aktien (0,1546 Prozent) und der ARK Space Exploration & Innovation ETF (ARKX) 8.694 Aktien (0,1494 Prozent). In Summe wuchs der SpaceX-Bestand der vier Fonds an einem einzigen Handelstag um 116.971 Aktien, wobei der Anteil am jeweiligen Fondsvolumen in allen vier Fällen nahezu identisch bei rund 0,15 Prozent lag.

Auch Coinbase und X-Energy im Kaufmodus

Das gleiche Muster zeigte sich bei zwei weiteren Titeln. Coinbase wurde in ARKK (63.727 Aktien, 0,1522 Prozent), ARKW (16.546 Aktien, 0,1535 Prozent) und dem ARK Fintech Innovation ETF (ARKF, 7.136 Aktien, 0,1510 Prozent) aufgestockt. Der Nuklearwert X-Energy kam in ARKK (95.351 Aktien, 0,0226 Prozent), ARKQ (29.697 Aktien, 0,0227 Prozent) und ARKX (12.023 Aktien, 0,0220 Prozent) hinzu. Auch hier weicht der prozentuale Anteil zwischen den Fonds kaum voneinander ab, was eher auf eine zentral gesteuerte Kaufentscheidung als auf isolierte Einzelfondsstrategien hindeutet.

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SpaceX rein, AMD raus im ARKQ

Ein Blick in die einzelnen Fonds zeigt, dass die Zukäufe nicht isoliert standen, sondern mit Verkäufen in anderen Positionen einhergingen. Am deutlichsten wird das im ARK Autonomous Technology & Robotics ETF (ARKQ): Dort kaufte ARK 21.467 SpaceX-Aktien im Umfang von 0,1538 Prozent des Fondsvolumens und verkaufte im selben Atemzug 5.735 Aktien von AMD, was 0,1543 Prozent des Fondsvolumens entsprach. Kauf und Verkauf bewegten sich damit praktisch im selben Verhältnis zum Fondsvermögen, ein Muster, das eher nach einer direkt gegenfinanzierten Umschichtung als nach einem Zufall aussieht. In den anderen Fonds fiel der AMD-Verkauf dagegen kleiner aus als der SpaceX-Zukauf: Im ARK Innovation ETF (ARKK) standen 0,1533 Prozent SpaceX-Käufen nur 0,1024 Prozent AMD-Verkäufen gegenüber, im ARK Space Exploration & Innovation ETF (ARKX) waren es 0,1494 zu 0,0998 Prozent. Auch Deere & Co wurde in mehreren Fonds reduziert, allerdings in kleinerem Umfang von 0,06 bis 0,09 Prozent des jeweiligen Fondsvolumens.

SpaceX zwischen Rekordtief und Billionen-Fantasie

Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: SpaceX war erst am Dienstag in den NASDAQ 100 aufgenommen worden, nur wenige Wochen nach dem Rekord-Börsengang im Juni. Nach einem kurzen Kurssprung zu Handelsbeginn korrigierte die Aktie seither deutlich, bis hin zum aktuellen Allzeittief. ARK hatte bereits 2025, also weit vor dem Börsengang, ein eigenes Bewertungsmodell für SpaceX veröffentlicht: Es sah ein Basisszenario von rund 2,5 Billionen US-Dollar Unternehmenswert bis 2030 vor, im optimistischen Szenario bis zu 3,1 Billionen US-Dollar. Der Nachkauf am Freitag fällt damit in eine Phase, in der Cathie Woods Fondsgesellschaft den Kursrückgang offenkundig als Gelegenheit einordnet, ihre bereits bestehende Überzeugung zu vertiefen.

Ob sich der Nachkauf auszahlt, hängt zunächst am Kurs selbst: Sollte die SpaceX-Aktie das aktuelle Tief von 145,07 US-Dollar unterschreiten, dürfte der Markt genau beobachten, ob ARK die Position noch weiter ausbaut oder die Kaufserie an dieser Stelle pausiert.

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Alexandra Hesse, Redaktion finanzen.net

Die genannten Handelsdaten stammen aus einer nicht vollständigen Tagesübersicht von ARK und schließen unter anderem Creation- und Redemption-Aktivitäten aus. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar.

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Bildquellen: SpaceX, Cindy Ord/Getty Images for Bloomberg Businessweek

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09.07.26 SpaceX Buy UBS AG
07.07.26 SpaceX Buy Deutsche Bank AG
07.07.26 SpaceX Overweight JP Morgan Chase & Co.
07.07.26 SpaceX Outperform Bernstein Research
07.07.26 SpaceX Outperform RBC Capital Markets