Auf Micron, AMD & Co. folgend: Aktien von SK hynix und Samsung brechen nach Kurssprung ein
Ein Tag nach dem Kurssprung dreht die SK hynix-Aktie in Seoul kräftig ins Minus, während der Ausverkauf auf den gesamten Chipsektor übergreift.
Werte in diesem Artikel
- SK hynix und Samsung fallen in Seoul deutlich nach kräftigem Kurssprung
- Die Korea Exchange stoppt Verkaufsorders zeitweise mit einem Sidecar-Halt
- Anleger blicken nun auf die SK hynix-Quartalszahlen am 22. Juli
Einen Tag nach ihrem kräftigen Kurssprung bricht die SK hynix-Aktie in Seoul am Donnerstag zeitweise um 9,65 Prozent auf 1.881.000 Won ein. Auch die Samsung-Aktie gibt mit minus 6,62 Prozent auf 261.000 Won spürbar nach, betroffen ist der gesamte südkoreanische Speicherchip-Sektor.
Wie CNBC berichtet, ist der Rückgang in erster Linie ein Nachklapp auf die Verluste an der Wall Street, wo Halbleiterwerte bereits in der Nacht zuvor deutlich unter Druck geraten waren.
Gewinnmitnahmen nach überhitztem Höhenflug
Rolf Bulk, Head of Semiconductor & Infrastructure Equity Research bei Futurum Group, ordnet die Bewegung gegenüber CNBC ein: "Der heutige Rückgang folgt größtenteils der US-Sitzung über Nacht." Aktien wie Micron, Intel und AMD hatten in den USA bereits nachgegeben, in Japan gerieten Zulieferer wie Advantest, Tokyo Electron und SoftBank Group ebenfalls unter Druck. Bulk hält die Bewegung für Gewinnmitnahmen nach einer scharfen Rally und nicht für ein Zeichen nachlassender Branchenfundamentaldaten.
Automatische Verkaufsbremse in Seoul
In Abhängigkeit der beiden südkoreanischen Schwergewichte gibt auch der KOSPI kräftig nach. Die Korea Exchange musste sogar mit einem sogenannten Sidecar-Halt und stoppte Programmverkaufsorders für fünf Minuten reagieren, in diesem Jahr bereits der 19. Halt dieser Art und der 37. Sidecar-Mechanismus insgesamt seit Jahresbeginn 2026. Belastet wurde die Stimmung laut Investing.com zusätzlich durch frische US-Militärschläge im Iran, die neue Sorgen um die Energieversorgung aus dem Nahen Osten schürten.
Fundamentaldaten bleiben laut Analysten intakt
Dass der Rückgang eher Gewinnmitnahmen als eine fundamentale Wende widerspiegelt, zeigt sich auch an anderer Stelle: Die Nachfrage nach Hochleistungsspeicherchips für KI-Rechenzentren übersteigt laut CNBC weiterhin das Angebot, was Herstellern wie SK hynix und Micron ihre Preissetzungsmacht erhält.
Auch der Chip-Ausrüster ASML unterstreicht die robuste Branchenbasis und hob seine Jahresprognose bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr an, mit einem in Aussicht gestellten Umsatz von 43 bis 45 Milliarden Euro.
Der nächste konkrete Prüfstein folgt bereits in der kommenden Woche, wenn SK hynix seine Quartalszahlen vorlegt. Erst dann dürfte sich zeigen, ob der heutige Rücksetzer nur eine Verschnaufpause nach der jüngsten Rally war oder der Auftakt zu einer längeren Konsolidierung.
Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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Alle: Alle Empfehlungen
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 25.06.26 | Micron Technology Buy | Deutsche Bank AG | |
| 25.06.26 | Micron Technology Outperform | RBC Capital Markets | |
| 25.06.26 | Micron Technology Neutral | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 25.06.26 | Micron Technology Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 15.06.26 | Micron Technology Outperform | RBC Capital Markets |
