Österreich verlängert Kurzarbeitsmodell in Coronakrise bis März 2021


WIEN (dpa-AFX) - Österreich verlängert sein Corona-Kurzarbeitsmodell in etwas veränderter Form um weitere sechs Monate bis Ende März 2021. Das kündigte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch in Wien an. Das Modell sei überarbeitet worden, "um es treffsicherer zu machen und Missbrauch zu verhindern", sagte Kurz nach einem Treffen mit dem Präsidenten des Österreichischen Gewerkschaftsbunds (ÖGB) Wolfgang Katzian, und dem Chef der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Harald Mahrer.

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Laut Katzian werden die Kriterien für den Bezug der Kurzarbeit präziser gefasst. Außerdem muss im Regelfall der Beschäftigte zumindest 30 Prozent - bisher waren es im Regelfall zehn Prozent - der Arbeitszeit vor der Kurzarbeit tätig sein. Abhängig von der Höhe des Einkommens können Betroffene weiterhin mit 80 bis 90 Prozent des letzten Gehalts rechnen.

In Spitzenzeiten waren in Österreich 1,3 Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Zuletzt betrug ihre Zahl 447 000. Wegen des äußerst schwierigen Exportgeschäfts drohe in der Industrie, die aktuell noch alte Aufträge abarbeite, im Herbst und Winter eine besonders schwierige Lage, warnte Mahrer.

/mrd/DP/zb

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